FÜCHSE EREILT DER "PLÖTZLICHE TOD"

Sonntag 17.02.2019・18:30 Uhr
Tölzer Löwen - Lausitzer Füchse
4:3 n.V.
1:1, 2:1, 0:1, 1:0

DREI COMEBACKS REICHEN NUR ZU EINEM PUNKT

DER BERICHT

Nichts ist es geworden mit einem perfekten Wochenende für unsere Lausitzer Füchse. Dem 3:2-Heimsieg gegen Heilbronn folgte eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung bei den Tölzer Löwen. Zwar wirkten die Blau-Gelben optisch stets leicht überlegen. So sehr viel Zwingendes kam aber nicht zustande. Überhaupt dauerte es bis in den Schlussabschnitt, ehe sich die Weißwasseraner ein Chancenplus erarbeiten konnten. Die Oberbayern schafften es immer wieder, die neutrale Zone „eng“ zu machen und so das EHC-typische Tempospiel zu unterbinden. Außerdem entpuppten sich die Schützlinge von Scott Beattie als echte „Wadenbeißer“, die unnachgiebig in den Zweikämpfen viele Scheibengewinne in den Bandenecken verbuchen konnten. Kurzum: Weil dann auch noch das Scheibenglück nicht auf unsere Seite kippte, retteten sich die Buam erst in die Overtime und hatten dort noch das bessere Ende für sich.

Die Oberlausitzer starteten in der Formation vom Freitag, verstärkt mit Charlie Jahnke und eben wieder mit Tobias Ancicka im Tor. Der war gleich hellwach, als er gute Abschlüsse von Casey Borer und Luca Tosto sicher meisterte (5.). Das erste Powerplay des Abends durften die Füchse spielen. Die beste Möglichkeit hatte Chris Owens, der von der Blauen Linie den rechten Pfosten traf (6.). In Minute 7 scheiterte erst Vincent Hessler an ECT-Hüter Ben Meisner, dann Goldhelm Stephen MacAulay im Gegenzug an Tobi Ancicka. Die Gastgeber durchquerten die Mittelzone schnell und brachten viele Scheiben zum Tor. Eine davon fiel Andreas Pauli vor die Kelle, der aus der Drehung einnetzte (10.). Sehr lange währte die Führung aber nicht. Als zwei Tölzer unseren Anders Eriksson am Mittelkreis in die Zange nahmen, zog Chris Owens schräg links ins Drittel und trocken ab – der Puck zappelte im kurzen Eck (12.). Die nächste Großchance hatten dann wieder die heute ganz schwarz Gekleideten. Einen Scharfschuss von MacAuly musste Tobias Ancicka prallen lassen, war aber schnell wieder da, um Tyler Gron den Rebound abzukaufen (17.). Als die erste Pause ganz nah war, da passte Marius Schmidt in den Slot. Tom Horschel erwischte den Puck mit der Kelle und fälschte ihn Richtung Meisner ab, der einen Einschlag gerade noch verhindern konnte (20.)

Der Auftakt in den Mittelabschnitt war turbulent. Andreas Pauli tauchte direkt vor Torhüter Ancicka auf, der dessen Versuch und auch den ersten von Stephen MacAulay parieren konnte, beim zweiten dann doch machtlos war. Nach nur 18 Sekunden führte Bad Tölz wieder. Ganze 12 Sekunden später hieß es 2:2. Jeff Hayes legte nach Außen auf Steve Saviano ab, der nur noch ins freie Gehäuse einschieben brauchte. Ausgleich! Und fast hätten die Füchse gar einen Shorthander erzielt. Denn in Unterzahl bediente Jeff Hayes Thomas Reichel, der Ben Meisner fast schon düpiert hatte – aber eben nur fast (24.). Glück hatten die Unsrigen, als Lubor Dibelka frei vor Ancicka über die Scheibe wischte (25.). Die Strafe für Feodor Boiarchinov lief noch, da setzte Andreas Pauli Stephen MacAulay in Szene, der mit der Rückhand auf den hinter ihm platzierten Lubor Dibelka ablegte. Und diesmal traf der per Onetimer. Zum dritten Mal lagen unsere Jungs hinten, drängten aber sofort wieder auf eine eigene Bude. Jetzt hatte Weißwasser die Eishoheit, kam aber kaum in die gefährliche Zone, aus der sich leichter Tore schießen lassen. Nur Marius Schmidt und Tom Reichel stellten Ben Meisner auf ernsthafte Proben (32.), sonst verteidigten die Heimischen gut. Und irgendwie wollten die auch nicht müde werden. Schließlich konnte Tölz nur drei Reihen aufbieten, der EHC vier. Vielleicht sollte es den Knick erst im letzten Drittel geben?

Zunächst kamen die Löwen wieder. Andreas Pauli zielte bei einem zwei-gegen-eins- Konter schräg vorbei (42.). Dann musste Kevin Wehrs wegen hohen Stocks für zwei Minuten pausieren. Und als der Ex-Weißwasseraner und einmal mehr SpradeTV-Co-Kommentator Peter Slapke das tatsächlich nicht sonderlich gefährliche Füchse-Powerplay noch schlechter redete, als es war, schlug Jeff Hayes zu. Schön war die Scheibe über Steve Saviano und Jordan George zum Torschützen gelaufen. Nun entwickelte sich vor 2.411 Zuschauern, darunter etwa 150 Füchse-Fans, ein Spiel auf fast nur noch ein Tor. Marius Schmidt traf frei im Slot das Spielgerät nicht (45.), Vincent Hessler lenkte die Scheibe ab, bekam aber zu wenig Tempo auf das Hartgummiteil, das Ben Meisner noch wegfischen konnte (48.). Zwischendurch hatte Luca Tosto allein vor Tobias Ancicka in unserem Goalie seinen Meister gefunden. Den konnte auch Valentin Gschmeißner nach zwei-auf-eins nicht überlisten (57.). Weil auch Jordan George (aus sieben Metern frei drüber – 53.), Charlie Jahnke am langen Pfosten und Steve Saviano, dessen Geschoss zwischen den Schonern von Meisner steckenblieb (beide 60.) nichts Zählbares mehr zustande brachten, ging es in die Overtime.

Da hatten Maximilian Adam (von Peter Slapke erst „Ädäm“, später „Ädäms“ genannt – 62.) und dann Feodor Boiarchinov (nach Slapke „Botschiarov“ – 63.) die Chance zur Entscheidung, kamen aber nicht an Ben Meisner vorbei. Auf der Gegenseite stoppte Tobias Ancicka den frei vor ihm auftauchenden Tyler Gron (63.). Als dann Jeff Hayes einen Zweikampf im gegnerischen Drittel gegen Kevin Wehrs verlor, konterte Bad Tölz blitzschnell. Wehrs veredelte die Ablage von Stephen MacAulay und sicherte den Hausherren den Zusatzpunkt.

Weil Ravensburg gegen Frankfurt gewann, rückt an der Tabellenspitze alles noch enger zusammen. Die Löwen führen jetzt punktgleich vor den Towerstars. Weißwasser lauert einen Zähler dahinter auf Platz drei. Ob sich unsere Mannschaft die ganz wichtigen Siege für später aufhebt?

Trainerstimmen

Scott Beattie: „Wir haben im letzten Drittel zu viel zugelassen. Das war gefährlich. Weißwasser spielt sehr schnell, bewegt die Scheibe auch zügig. Lange haben wir das gut verteidigt. Beide Torhüter waren heute stark. Ich bin sehr froh über die zwei Punkte.“

Corey Neilson: „Tölz hat defensiv gut gestanden und hart gekämpft. Sie haben viele gute Spieler, die auch in der neutralen Zone erfolgreich gearbeitet haben. Scott hat es geschafft, unser Spiel langsam zu machen. Ich bin mit meinen Jungs gar nicht unzufrieden. Unser Forechecking war in Ordnung. Aber wenn du im letzten Drittel nicht triffst, dann hast du es auch nicht verdient, zu gewinnen.“

Media-Center

HIGHLIGHTS / PK HIGHLIGHTS DEL2


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