SELB ENTSCHEIDET ENGES MATCH FÜR SICH

Sonntag 27.11.2022・17:00 Uhr
Selber Wölfe - Lausitzer Füchse
2:1 n.V.
0:0, 0:1, 1:0 - 1:0

FÜCHSE VERLIEREN 1:2 NACH VERLÄNGERUNG

DER BERICHT

„In dieser Liga gibt es nichts gratis!“, stellte Kaufbeurens Trainer Marko Raita nach der 4:5-Niederlage seiner Joker nach Penaltyschießen vor einer reichlichen Woche in unserem Fuchsbau klar. Heute mussten die Blau-Gelben über diese bittere Wahrheit quittieren. Denn das Match bei den Selber Wölfen war keines, das man hätte verlieren müssen, vielleicht sogar dürfen. Dreimal lag die Scheibe im Netz der Oberfranken. Nur einmal zählte es. Einmal wurde zurecht auf hohen Stock erkannt. Einmal stellte sich zum wiederholten Male die Frage, was die Gestreiften eigentlich auf dem Monitor sehen, wenn sie den Videobeweis nutzen. Denn selbst der Beobachter mit Gastgeberbrille vermochte beim vermeintlichen 1:0 der Angereisten nichts Regelwidriges zu erkennen. Und wenn wir schon beim Nörgeln sind: Nach der Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Maxi Heim nach dessen sauberem Check gegen Lucas Appendino (ESVK) stellt sich jedenfalls die Frage, warum der Bandencheck der Selber unmittelbar vor deren 1:1 keine Strafe wert gewesen sein soll. Egal: Denn ob der klaren Überlegenheit der Weißwasseraner hätten diskutable Schiedsrichterentscheidungen gar keine Rolle spielen müssen, wenn unsere Mannen mit derselben Entschlossenheit wie gegen Kaufbeuren oder Dresden zu Werke gegangen wären. In die Partie in der Netzsch-Arena schickte unser Coach übrigens das siegreiche Team vom Freitag.

Es dauerte knapp drei Minuten, bis der erste halbwegs gefährliche Schuss auf eines der Tore kam. Lukas Klughardt schickte die Scheibe jedoch über unser Gehäuse (3.). Dann verzog Lane Scheidl nach einem drei auf zwei Konter (4.) und Roope Mäkitalo scheiterte an Michael Bitzer (5.). Das Tempo war von Beginn an hoch und so schlichen sich auf beiden Seiten immer wieder kleine Fehler ein. Torchancen waren Mangelware, aber langweilig war es nicht. So hatte Steven Deeg in der 10. Minute die erste gute Möglichkeit für Selb, doch seinen Schuss fing Ville Kolppanen sicher. Eine Selber Kombination schloss Oliver Noack von rechts ab, aber Kolppanen war weit draußen und machte den Winkel gut zu (12.). Auch Nick Miglio kam an unserem Hüter nicht vorbei (13.). Gleich darauf musste Lane Scheidl auf die Strafbank. Doch die Unterzahl spielen die Füchse mittlerweile sehr diszipliniert. Einzig einen Schuss von Konstantin Melnikov ließen sie zu (15.). Aber auch die Selber können Unterzahl, denn bei einer Strafe gegen Peter Trska (16.) bekam Bitzer auch nur einen Schuss von Blumenschein auf seinen Kasten. Selb hatte vor der ersten Pause noch einmal durch Trska eine Möglichkeit, die Kolppanen aber zunichtemachte.

Die erste Chance im zweiten Drittel hatten die Füchse. Ein Schuss von Clarke Breitkreuz wurde noch abgefälscht und ging am Selber Gehäuse vorbei (21.). Nach einem unnötigen Scheibenverlust in der neutralen Zone angelte sich Mark McNeill das Spielgerät. Doch Ville Kolppanen gab ihm im Eins gegen Eins das Nachsehen (22.). Der zweite Abschnitt begann wesentlich schwungvoller als der erste. So war es Maximilian Adam, der zweimal hintereinander Michael Bitzer prüfte (24.). Und Lane Scheidl zielte nur wenig später zu hoch (25.). Bei einem Adam-Schuss stand Anders gut im Slot, aber bekam die Scheibe aus dem Gewühl heraus nicht an Bitzer vorbei (28.). Gleich darauf durfte Jan Hammerbauer wegen Hakens auf dem Sünderbänkchen Platz nehmen. Und die Füchse erzielten auch tatsächlich einen Treffer, der aber nach dem Videobeweis wegen Torhüterbehinderung doch nicht gegeben wurde (29.). So verstrich auch diese Überzahl ohne Erfolgserlebnis. Wieder komplett, prüfte Miglio unseren Hüter und auch Trska musste nach seinem Schlagschuss Kolppanens Klasse anerkennen (30./33.). Und unser Schlussmann durfte sich auch noch einmal gegen Kevin Lavallee auszeichnen, der freie Bahn hatte (35.). Doch in der 38. Minute durften die mitgereisten Füchse-Fans endlich jubeln. Roope Mäkitalo versenkte das Spielgerät zur Füchse-Führung im Selber Heiligtum (38.). Da war Kolppanen auf die Bank geflitzt, um PLatz für einen weiteren Spieler zu machen, da eine Strafe gegen Selb angezeigt war. Für Bitzer gab es da nicht viel zu halten. Und noch vor der Pause gab es noch einmal Überzahl für die Heimischen. Lane Scheidl musste auf die Strafbank (39.). Aber weder Peter Trska, noch Arturs Kruminsch kamen an Ville Kolppanen vorbei.

Somit begann das letzte Drittel für knapp 30 Sekunden in Unterzahl, die aber die Unsrigen gut verteidigten. Und nach Vollzähligkeit waren es die Angereisten, die zunächst mehr Druck machten. Erst verzog Jan Bednar mit einem schönen Schlagschuss nach rechts und dann war Tim Detig nach einer Hereingabe von Ilija Fleischmann einen Schritt zu spät. Bitzer vergrub das Spielgerät unter seinem Handschuh (42./43.). Die Füchse waren jetzt dem 2:0 näher als Selb dem Ausgleich. Und das 2:0 fiel auch – vermeintlich. Nach einem Zwei auf Eins Konter flog die Scheibe von einem Selber Schläger hoch vor das Tor und Lane Scheidl beförderte sie aus der Luft ins Tor. Doch der Schläger war dabei zu hoch, was die Refs dann auch nach Sichtung des Videobeweises bestätigten (44.). Bis dahin war von den Heimischen nicht viel zu sehen, was sich aber nach der Szene ändern sollte. Die nahmen jetzt langsam Fahrt auf und kamen immer wieder gefährlich vor unser Heiligtum. Schwamberger passte auf Noack im Slot – Kolppanen hält stark (47.). Dann verteidigte Louis anders stark gegen Nick Miglio, der unseren Hüter mit einem Bauerntrick überlisten wollte. Anders musste dafür aber wegen Halten auf die Strafbank. Auch diese Unterzahl verteidigten unsere Füchse gut und setzten sogar immer wieder gute Konter. Das sah dann manchmal schon etwas wild aus. Doch Selb wurde immer stärker und setzte die Füchse stark unter Druck. Schließlich zappelte das Spielgerät doch im Netz hinter Ville Kolppanen. Zunächst wurde Jan Nijenhuis im Angriffsdrittel ungestraft von McNeill mit dem Kopf voraus in die Bande gedrückt. Und McNeill leitete auch gleich den Gegenangriff ein. Seinen Pass vor das Tor verpasste zunächst Lukas Vantuch. Im Getümmel vor unserem Kasten verlor Kolppanen auch noch seinen Schläger. Doch es konnte auch keiner helfen. Und so kam die Scheibe an die Blaue Linie, wo Trska abzog und zum Ausgleich traf (52.). Damit rückte eine Overtime nun immer näher. Richtige Hochkaräter gab es jetzt kaum noch. Bis auf die 60. Minute, wo Maxi Adam aus drei Metern den Selber Schlussmann nicht überwinden konnte. Also Verlängerung.

Und die ist kurz berichtet. Viel passierte bis zur Entscheidung nicht. Vor der entscheidenden Szene, die zum 2:1 für Selb führte, wurde jedoch unser Goldhelm vom Selber Goldhelm schon ziemlich heftig beim Laufduell um die Scheibe behindert, was das Team Stripes allerdings nicht so sah. So lief das Spiel weiter mit Scheibenbesitz der Wölfe. Dann bekam Daniel Schwamberger das Spielgerät, spurtete vom eigenen ins Angriffsdrittel, vorbei an allen Gegenspielern und schloss ins lange Eck ab.

Damit verloren die Füchse nach den beiden Derbysiegen zwar die Begegnung, nehmen jedoch einen Punkt mit in die Lausitz. Am Ende kann man zwar sagen - da war mehr drin, auf der anderen Seite rettete uns Ville Kolppanen wieder einmal mit einigen Big Safes diesen Punkt. Nach dem 22. Spieltag sind die Füchse auf dem 10. Platz und haben den direkten Kontakt bis zu Platz sechs, denn die beiden Plätze trennen nur ein Punkt.

Die Statistik

0:1 (38.) Roope Mäkitalo ( Maximilian Adam , Hunter Garlent ), 1:1 (52.) Peter Trska ( Daniel Schwamberger ), 2:1 (64.) Daniel Schwamberger ( Bryce Reddick , Mark McNeill )

Strafminuten

Selb: 4 (2-2-0) Weißwasser: 6 (2-2-2)

Team Stripes

Stephan Bauer - Ruben Kapzan ; Sören Kriebel - Oliver Schnabel

Zuschauer: 1186

NETZSCH Arena


DIE STIMMEN DER TRAINER

Sergej Waßmiller: „Wir wussten, dass Weißwasser eine gute Mannschaft und zuletzt dreimal gewonnen hat. Das erste Drittel haben wir nicht gut angefangen. Wir waren nicht aggressiv genug und auch sonst war es zu wenig. Erst nach dem nicht gegebenen Tor der Füchse im zweiten Drittel wurden wir wieder wach. Dann haben wir mehr investiert und unsere Gäste zu Fehlern gezwungen. Das Spiel war am Kippen und ich hatte das Gefühl, es gewinnt der, der das erste Tor schießt. Das waren die Füchse. Daraufhin habe ich im letzten Drittel umgestellt, damit wir noch das Ausgleichstor schaffen. Das hat geklappt. In der Overtime hatten erst die Füchse die große Siegchance. Da hat unser Goalie einen Big-Save hingelegt. Aber wir haben dann im Gegenzug getroffen. Es war ein glücklicher Sieg, den ich gerne mitnehme. Aber irgendwie haben mir heute die Emotionen gefehlt. Die haben wir vielleicht am Freitag gegen Regensburg verbraucht. Am Ende sind wir glücklich, dass wir gewonnen haben.“

Petteri Väkiparta: „Ich gratuliere Sergej und Selb zu den zwei Punkten, die sie verdient haben. Das war heute von uns nicht genug. Dabei wussten wir um die Stärke der Wölfe, die zuletzt neun Punkte geholt hatten, wenig Tore kassierten und viele schossen. Das erste Drittel war nichts Halbes und nichts Ganzes. Damit bin ich nicht zufrieden. Im zweiten Drittel hatten wir viele gute Wechsel. Dann gab es eine fragwürdige Entscheidung zu unserem ersten Tor, das nicht zählte. Hoffentlich bekommen wir irgendwann etwas zurück, wenn diese 50 zu 50-Entscheidungen jetzt immer gegen uns gehen. Vor dem Treffer zum 1:1 im dritten Drittel gab es auch etwas, wonach ich die Schiedsrichter gern fragen würde. Aber das war nicht der Grund für unsere Niederlage. Am Ende bin ich froh über den einen Zähler.“

Foto/Galerie: Thomas Heide / DEL

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