REAKTION GEZEIGT UND GEWONNEN

Sonntag 24.11.2019・17:00 Uhr
Bietigheim Steelers - Lausitzer Füchse
1:4
1:2, 0:0, 0:2

WICHTIGER AUSWÄRTSERFOLG IN BIETIGHEIM

DER BERICHT

Unterschiedlicher kann sich eine Mannschaft an einem Wochenende wohl kaum zeigen. Dem 1:3 am Freitag gegen Ravensburg folgte heute ein 4:1 Sieg beim Altmeister Bietigheim Steelers. Die schienen ziemlich angeknockt nach der Pleite in Elbflorenz. Ungewohnte Schwächen beim Passspiel, kaum Chancen in Überzahl und die fehlende Qualität beim Torabschluss. Da waren die Füchse heute wesentlich effizienter und auch cleverer. Auch wenn noch nicht alles "Gold war, was glänzte", zeigten unsere Cracks zumindest eine richtige Reaktion auf das schlechte Spiel vom Freitag. Und mit dem 4:1 bei den Steelers konnte sich die Mannschaft auch endlich mal für den Aufwand belohnen.

Der Spielbericht

Was war das denn für ein Start für die Füchse in die Begegnung gegen die Steelers? Norman Hauner hatte nach Zuspiel von Chris Owens alle Zeit der Welt und brachte die Steelers mit seinem sechsten Saisontreffer in Führung. Das dauerte vom Anstoßbully weg gerade einmal 29 Sekunden. Kein Verteidiger der Gelben fühlte sich für den Torschützen verantwortlich und der konnte sich die Ecke aussuchen. Ob das der Weckruf für die Unsrigen war? Scheinbar. Es dauerte zwar noch ein paar Minuten, aber defensiv zeigten sich die Füchse jetzt deutlich sicherer. Zwar hatten Lukas Laub und Frédérik Cabana jeweils in der zweiten Minute noch gute Möglichkeiten, aber die Defensive und unser Goalie Mac Carruth waren auf der Höhe. Das erste Mal gefährlich kamen die Gäste in der vierten Minute durch Darcy Murphy vor das Tor von Cody Brenner. Die Füchse, die sich nach dem frühen Gegentreffer schnell fingen, wurden nun defensiv immer sicherer und trauten sich auch nach vorn. Bietigheim durch die Führung natürlich darauf bedacht, den zweiten Treffer nachzulegen, hatte durch Frédérik Cabana und Brett Breitkreuz gleich zwei gute Möglichkeiten (13.). Cabana schoß nach einem Alleingang über das Tor und Breitkreuz verzog knapp. Besser machte es Mike Hammond für die andere Seite, der ein Zuspiel von Jordan George mit dem Treffer zum 1:1 veredelte. Und gut drei Minuten später drehten die Unsrigen das Spiel, als Robert Farmer auf Zuspiel von Jordan George die Hartgummischeibe ins Brenner-Gehäuse jagte. Die erste Strafe gab es übrigens erst in der 18. Minute für den Kapitän der Füchse wegen Haltens.

Der zweite Abschnitt begann also mit Unterzahl der Füchse, aber die Steelers zeigten sich weit entfernt von der Überzahlstärke alter Tage. Es gab zunächst recht viel Leerlauf im Spiel beider Mannschaften. Erst in der 23. Minute prüfte Tomas Andres den Steelers-Hüter. Ein Pozivil-Knaller zischte am Tor vorbei (24.) und Luis Rentsch vergab einen genau gespielten Pass von Daniel Schwamberger in bester Position im Slot. Nach einer zwei auf eins Situation versuchte Jordan George in Baseballmanier den Puck ins Steelers-Gehäuse zu schlagen, traf ihn aber nicht richtig (26.). Auch die Steelers machten jetzt wieder mehr Druck. Max Prommersberger mit einem Blueliner (27.) und Fabian Ribnitzky (30.) scheiterten an Mac Carruth. Während Lukas Laub in der 31. Minute gerade noch durch einen Füchse-Schläger am Torschuss gehindert werden konnte, scheiterte Tim Schüle völlig frei an Mac Carruth (33.) Nach einer verheißungsvollen Möglichkeit für die Heimischen durch Mark Ledlin, die unser Goalie mit stoischer Ruhe vereitelte (38.), gab es nur noch eine Strafe für Chris Owens wegen Behinderung (39.), so dass das Drittel mit Überzahl für die Füchse zu Ende ging. Hier hatten Mychal Monteith und Ondrej Pozivil noch vor der Pause beste Möglichkeiten auf eine kleine Vorentscheidung, nutzten sie jedoch nicht.

Trotz der Unterzahl kamen die Steelers stärker in den letzten Abschnitt. Alexander Preibisch setzte Eric Stephan bei einem Konter gut in Szene, aber Mac Carruth hielt bravourös. Als beide Teams wieder vollzählig auf dem Eis waren, schnappte sich Tomas Andres vor dem eigenen Tor die kleine Scheibe und trieb sie, vorbei an Freund und Feind, ins Angriffsdrittel, sein Schuss jedoch zu harmlos für Cody Brenner. Bietigheim war zwar im letzten Abschnitt deutlich überlegen, was auch die Schussstatistik von 18:8 Schüssen pro Bietigheim belegte, nur ein Treffer gelang den Heimischen nicht. Effizienter waren da die Füchse. Nach Chancen von Boiarchinov (43.) der plötzlich sehr frei vor Brenner stand, ihn aber nicht überwinden konnte und Pozivil, der mustergültig von seinem tschechischen Kollegen Daniel Schwamberger bedient wurde, aber verzog, traf Tomas Andres in der 48. Minute ins Schwarze. Das Tor zum 3:1 fiel bei angezeigter Strafe. Durch den erzielten Treffer musste der Sünder Eric Stephan dann jedoch „nur“ noch die zehn Minuten für seinen Check von hinten absitzen. Zumindest war nach dem Treffer von Andres zu diesem Zeitpunkt schon eine gewisse Vorentscheidung gefallen. Denn Bietigheim rannte langsam die Zeit davon und sie fanden einfach kein Mittel, um die sichere Gäste-Abwehr zu knacken. Auch wenn die Steelers nun noch einmal ordentlich Gas gaben, blieb es bei der "1" auf der Anzeigetafel für Bietigheim. Als Mychal Monteith wegen unerlaubten Körperangriff noch einmal für zwei Minuten auf die Strafbank musste (50.), wurde es noch einmal spannend vor den 3580 Zuschauern in der Ege Trans Arena. Aber die Unsrigen verteidigten überzeugend und clever, mit einem starken Mac Carruth im Tor, den Vorsprung. Chris Owens und Norman Hauner hatten derweil beste Gelegenheiten (51.), um zu verkürzen, scheiterten aber an unserer #78. Zum Ende des Spiels konnten sich die Steelers zwar im Angriffsdrittel lange festsetzen, aber keinen weiteren Treffer mehr erzielen. 182 Sekunden vor Ende setzte sich Cody Brenner auf die Wechselbank und Bietigheim alles auf eine Karte. Mit dem besseren Ausgang für die Angereisten in den gelben Trikots. Nach einer gefühlten Ewigkeit der "Belagerung" durch die sechs Bietigheimer Spieler fingen die Füchse den Angriff ab und Darcy Murphy schob zu Robert Farmer, der den mitgelaufenen Füchse-Kapitän im Angriffsdrittel anspielte. Clarke Breitkreuz nahm die Vorlage dankend an und vollendete 28,8 Sekunden vor der letzten Sirene ins leere Tor. Damit war die Entscheidung über die Vergabe der Punkte endgültig gefallen.

Schlüsselszene:

Tomas Andres‘ Tor in der 48. Minute zum 3:1. Die Füchse endlich einmal effizient und konsequent vor dem Tor. Danach hatten sie die nötige Sicherheit, um den Sieg nach Hause zu bringen und Bietigheim eine unlösbare Aufgabe gestellt.

Aufreger:

Nach der Chance für Mark Ledlin in der 38. Minute gerieten Brett Breitkreuz und Mac Carruth aneinander. Breitkreuz versuchte mit Nachstochern den Puck noch einmal aus der Fanghand des Füchse-Goalies zu befreien, aber wer Mac kennt weiß, dass er so etwas gar nicht amüsant findet.

Satz des Tages:

Corey Neilson ließ während der Pressekonferenz verlauten: " Wir haben eine junge Truppe und ich bin vielleicht manchmal zu kompliziert für die jungen deutschen Spieler, aber ich habe das Spiel heute einfacher gestaltet." Stimmt! Einfacher ist manchmal besser.

Bester Spieler

Einen herauszupicken ist nicht so einfach. Tomas Andres hat heute, nicht nur wegen seines vorentscheidenden Treffers, immer wieder für Unruhe vor dem Steelers Gehäuse gesorgt und war einer der Aktivposten im Füchse-Spiel. Ansonsten eine gute und solide Mannschaftsleistung.

Effizienz:

Da ist sie wieder. Fast doppelt so viele Schüsse als der Gegner kassiert, aber drei Tore mehr geschossen. So darf es ruhig weiter gehen.

Die Trainerstimmen:

Corey Neilson: "Ich bin überglücklich. Wir hatten vier mal in Folge verloren und ich bin heute stolz auf meine Mannschaft. Wir haben gegen eine starke Steelers-Mannschaft einen Weg gefunden zu gewinnen. Mir hat sehr unser Teamspirit imponiert, wie wir uns den Sieg heute geholt haben. Wir haben eine junge Truppe und ich bin vielleicht manchmal zu kompliziert für die jungen deutschen Spieler, aber ich habe das Spiel heute einfacher gestaltet. Die Jungs haben keine großen Fehler gemacht, eigentlich gar keine. Wir sind von der Strafbank weggeblieben und haben keine Konter zugelassen. Ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft."

Marc St.-Jean: "Glückwunsch an Corey und seine Mannschaft. Ich möchte mich bei den Fans bedanken heute. Ich hoffe, sie haben eine Mannschaft gesehen, die kämpfen wollen und den Willen haben. Sie versuchen alles. Heute haben wir gesehen, dass wir vielleicht zuviel wollten. Lausitz hat clever gespielt, die haben gewartet, bis die Chance da war und dann war es ein Tor. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben alles gegeben. Momentan ist eine harte Zeit. Wir haben fünf Spiele in den nächsten zehn Tagen und wir können systemmäßig nicht viel ändern. Was ich von der Mannschaft sehn möchte ist die richtige Einstellung. Man merkt,dass die Jungs wollen."

Die Statistik

1:0 (1.) Norman Hauner (Renee Schoofs, Chris Owens), 1:1 (14.) Mike Hammond ( Jordan George , Mychal Monteith ), 1:2 (17.) Robert Farmer ( Jordan George , Mychal Monteith ), 1:3 (48.) Tomas Andres ( Daniel Schwamberger , Eric Mik ), 1:4 (60.) Clarke Breitkreuz ( Robert Farmer, Darcy Murphy - EN EQ)

Foto HP: Timo Raiser/DEL2

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