OHNE GLANZ UND GLORIA

Samstag 03.11.2018・ Uhr
Deggendorfer SC - Lausitzer Füchse
2:4
0:1, 2:1, 0:2

GLÜCKLICHER SIEG IN NIEDERBAYERN

DER BERICHT

Drei Punkte: Das ist das Fazit dieses Spieltages aus Sicht der Füchse, mehr nicht. Ohne zu glänzen und erst recht, ohne zu überzeugen, hat sich „Lausitz“ in Niederbayern die Punkte geholt. Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob es mit den „Kids“ besser gelaufen wäre. Corey Neilson hat nun mal nur die Spieler, die auf dem Eis standen, zur Verfügung. Mit Ach und Krach haben sie es dann doch noch umgebogen. Es war wie ein Dejavù, dieses Spiel in Deggendorf. Da führt man 2:0 und lässt den Gegner wieder ins Spiel kommen. Aber der Reihe nach.

Im ersten Abschnitt kamen die Deggendorfer besser aus der Kabine und die Füchse brauchten etwa 6 bis 7 Minuten, um im Spiel zu sein. Den ersten Akzent setzten auch die Hausherren mit einem Schuss von Jan-Ferdinand Stern in der ersten Minute. Aber Maximilian Franzreb , der heute wieder im Füchse-Tor stand, war hellwach. Die ersten Angriffsversuche der Füchse verpufften so ziemlich unter dem Feuer, was die Niederbayern entfachten. Aber glücklicherweise war es nur ein Strohfeuer, denn nach den Pleiten gegen Kaufbeuren und Bietigheim wollte der DSC unbedingt Wiedergutmachung betreiben. Und das zeigten sie in der Anfangsphase deutlich. Aber wie gesagt, nur in der Anfangsphase. Dann wurden die Füchse stärker. Es war immer wieder Jeff Hayes, der seine Jungs nach vorne trieb. Nur war es wie immer, die alte Leier. Chance auf Chance, aber kein Treffer. Selbst in Unterzahl (Breitkreuz saß wegen Stockschlag draußen) hatte man bei einer Drei auf Eins Situation die Chance zur Führung. Aber Jeff Hayes, der schon seit geraumer Zeit deutliche Ladehemmungen hat, verzog beim Abschluss in bester Position. Kurz darauf hatte Philipp Kuschel die größte Möglichkeit bis dahin, auf 1:0 zu stellen. Aber auch er vergibt. In der 11. Minute musste Christoph Gawlik auf die Strafbank, aber auch das Überzahlspiel ist an diesem Tag nicht die Lausitzer Stärke. Kurios: Kaum auf dem Eis musste Gawlik sofort wieder aufs Bänkchen, nachdem Herr Westrich eine Behinderung beim Betreten der Eisfläche erkannte. Also erneut Überzahl für die Gäste. Das Powerplay diesmal druckvoller und Hayes mit der Großchance, aber er trifft das leere Tor nicht. Selbst bei einer Minute 5 gegen 3 Überzahl kam nichts zählbares heraus. Als dann auch noch Anders Eriksson (15.Min) aufs Sünderbänkchen musste, ging es vier gegen vier weiter. Also etwas Platz auf dem Eis. Und nun endlich nutzten die Füchse diese Freiheit. Ein Querpass von Marius Schmidt von der Grundlinie in den Slot, genau vor das Tor von Andrew Hare nimmt Mychal Monteith, völlig frei, dankend ab und netzt zum verdienten 1:0 ein. Danach gab es noch je eine Möglichkeit auf jeder Seite, aber die Goalies machten keinen Fehler.

Das zweite Drittel begann mit Unterzahl der Füchse, da Cedrich Schiemenz noch eine zwei Minuten Strafe abzusitzen hatte. Aber auch das überstanden unsere Jungs. Brenzliger wurde es in der 21. Minute, als Christoph Gawlik die Scheibe einfach mal in Richtung Füchse-Tor schlänzt. Maximilian Franzreb griff überraschenderweise daneben und sie landete an der Querlatte. Den abspringenden Puck sicherte sich dann aber unser Keeper. Jetzt bekamen die Deggendorfer mehr Spielanteile und mehr Chancen. Robin Deuschl (22. Min) und Dimitrij Litesov (23.Min) fanden in Maxi Franzreb ihren Meister. In der 24. Minute die nächste brenzlige Sitution für die Gäste. Jake Ustorf musste auf die Strafbank, weil zu viele Spieler auf dem Eis standen und 11 Sekunden später erwischte es auch noch Steve Saviano wegen Stockschlags. Also 1:49 Min mit zwei Spielern weniger auf dem Eis. Auch wenn sich gezwungenermaßen Chancen für die Gastgeber ergaben, so blieben sie alle ohne Erfolgserlebnis für den DSC. Als die Füchse gerade wieder vollzählig auf dem Eis standen, gab es die nächste Strafe. Diesmal musste Nico Wolfgramm für die Niederbayern pausieren. Jetzt machten die Füchse ordentlich Druck und Steve Saviano traf nach einer schönen Aktion nur den Pfosten. Eine knappe Minute später traf er dann, nach toller Vorlage von Anders Eriksson, zum 2:0. Mehr als verdient. Nur, was war danach los? Ein zweites Heilbronn? Deggendorf wurde wieder stärker und bekam eine Chance nach der anderen. 36. Minute. Oliver Granz musste für zwei Minuten aufs Sünderbänkchen und das spielte in dieser Phase den Deggendorfern in die Karten. Die erste Reihe des DSC mit Kyle Gibbons, Rene Röthke und Maximilian Gläßl wirbelte die Füchse-Abwehr mächtig durcheinander. Und scheiterte Gibbons mit seinem Versuch in der 37. Minute noch an Maximilian Franzreb, so hatte genau der gleiche Spielzug 15 Sekunden später Erfolg und es stand 1:2. Ein Pass von Rene Röthke auf den durchstartenden Gibbons ließ die Abwehr der Lausitzer mächtig alt aussehen. Der Rest war für den Goldhelm Formsache. Schließlich durfte er ja vorher einmal probieren. Aber das war noch nicht alles. Die Niederbayern nutzten den Schwung und mitten in einen Angriff der Füchse hinein, kam der nächste Rückschlag. Einen riskanten Querpass an der blauen Linie des Deggendorfer Drittels fing Andrew Schembri ab und stürmte in Richtung Füchse-Gehäuse. Zwei Füchse-Verteidiger störten ihn noch beim Torabschluss, aber für Sascha Westrich war es eindeutig. Er gab erneut Penalty und den verwandelte Christian Gawlik eindrucksvoll. Keine Chance für Franzreb. Nach diesem Doppelschlag schienen die Füchse deutlich angeknockt. Kurz vor der Drittelsirene gab es noch eine Strafe für Clarke Breitkreuz, so dass die Füchse auch in den letzten Abschnitt in Unterzahl starteten.

Die Geschichte des letzten Drittels ist schnell erzählt. Beide Mannschaften einigten sich größtenteils darauf, sich gegenseitig nicht wirklich weh zu tun. Weißwasser zu Drittelbeginn stärker, aber genau in diese Phase hinein zieht Ryan Warttig eine Strafe und Deggendorf witterte noch einmal seine Chance. Aber unsere Jungs gaben sich bei dieser Unterzahl keine Blöße. In der 48. Minute gab es noch einmal eine gute Möglichkeit für Christoph Gawlik, aber Maximilian Franzreb fing die Scheibe sicher. Er zeigte auch heute wieder eine tadellose Leistung. Jetzt witterten auch die DSC-Fans die Chance, gegen den Tabellenvierten mindestens einen Punkt zu holen und machten ordentlich Krach. Das schien die Füchse dann doch noch einmal heraus zu fordern. Erst checkte Marius Schmidt Curtis Leinweber mächtig an die Bande. Und dann macht Anders Eriksson aus heiterem Himmel den 3:2 Führungstreffer. Steve Saviano wurde von Chris Owens an der blauen Linie des Angriffsdrittels angespielt. Der zieht vor das Tor und scheitert zunächst an Andrew Hare. Den Rebound verwertet allerdings Anders Eriksson ohne Gnade. Damit schien bei den Deggendorfern der Wille ein wenig gebrochen. Auch wenn sie noch den Torwart zu Gunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Spiel nahmen, trafen nur noch die Füchse einmal in den leeren DSC-Kasten. Der Torschütze war Steve Saviano. Damit gewinnen die Füchse die Partie in Niederbayern nicht nur mit 4:2, sondern auch äußerst glücklich und ohne spielerisch zu überzeugen. Da bleibt für Corey Neilson bis Sonntag noch ein bisschen Arbeit, denn ein Selbstläufer gegen Bayreuth wird das nicht.

Die Trainerstimmen

Corey Neilson: „Uns fehlen fünf verletzte Spieler und auch Schlüsselspieler und daher musste ich viele junge Spieler einsetzen. Die Defensive hat heute nicht so gut gestanden wie sonst eigentlich und auch mit den Wechseln hat das heute nicht gut geklappt. Aus meiner Sicht war meine Mannschaft heute etwas faul und langsamer, aber ich bin zufrieden mit dem Sieg“

John Sicinski: „Ich bin mit allem zufrieden, außer mit dem Ergebnis. Die Jungs haben heute wirklich gekämpft. Im zweiten Drittel waren wir oft am Drücker, die Scheibe wollte nicht reingehen. Aber wir haben nie aufgegeben, wir haben einfach weiter gemacht. Es ist bitter. Die Jungs haben alle gegeben und sich heute nicht belohnt.“

Die Spielzusammenfassung und die Pressekonferenz gibt es auf: https://www.del-2.org/videos/
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