NUR EIN PUNKT

Donnerstag 18.02.2021・19:30 Uhr
Lausitzer Füchse - EHC Freiburg
3:4 n.P.
2:1, 1:2, 0:0 - 0:1

FÜCHSE BELOHNEN SICH NICHT FÜR EINEN COURAGIERTEN AUFTRITT

DER BERICHT

Das erste der beiden „24-Stunden-Heimspiele“ gegen die Wölfe Freiburg ging für unsere Füchse mit 3:4 nach Penaltyschießen verloren. Dabei wäre durchaus ein voller Erfolg möglich gewesen. Wie auch immer die Gäste es machen, schlussendlich stets als Sieger vom Eis zu gehen – die Weißwasseraner boten über weite Strecken ein gutes Spiel, standen defensiv besser als zuletzt, machten aber vorne zu wenig aus ihren Tormöglichkeiten. Ziemlich überraschend saß Top-Scorer Kale Kerbashian diesmal auf der Tribüne. Offensichtlich wollte Trainer Chris Straube testen, wie sich das Abwehrverhalten der Blau-Gelben ohne den Spielmacher entwickelt. Ob große Erkenntnisse zu gewinnen waren, darf bezweifelt werden. Denn in der einen oder anderen Situation fehlten die teils genialen Ideen unserer Nummer neun – und auch ein Schuss Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse von Ben Meisner.

Die Heimischen fanden gut und schnell in die Partie. Der erste Aufreger war ein Beinstellen von Freiburgs Oleg Tschwanow gegen Hauptschiedsrichter Marc André Naust, das – natürlich – ungeahndet blieb (3.). Die Fallhöhe des hoch aufgeschossenen Referees war allerdings beachtlich. Wenig später gab es eine Zwei-gegen-eins-Möglichkeit für unser Team. Der Querpass von Jon Martin kam etwas zu spät, weshalb Tomas Andres schon zu dicht vor Ben Meisner stand und am Hüter nicht mehr vorbeikam. Nur Augenblicke später bugsierte Andrew Clark den Puck an das Torgestänge der Breisgauer (beides 4.). Ein eher ungefährlicher Distanzschuss von Peter Spornberger bedeutete die erste Herausforderung für Mac Carruth. Da waren bereits acht Minuten absolviert. Minute elf war dann höchst inhaltsreich. Erst scheiterte Martin schräg aus guter Position an Meisner. Dann startete Evan Mosey zum langen Solo, fand aber in Carruth seinen Meister. Wieder auf der anderen Seite erspähte Brad Ross den im Slot lauernden Luis Rentsch, der – perfekt angespielt – zum 1:0 einhob. Die Toransage war kaum verklungen, da tankte sich Bennett Roßmy gegen Alex Brückmann durch und schob das Spielgerät eiskalt durch Meisners Hosenträger. Doppelschlag binnen 65 Sekunden. Und auf den Traversen begann man nachzuforschen, wann der EHC letztmalig in Führung lag. Das war am 5. Februar in Landshut! Ein Schrägschuss von Rentsch, der den langen Pfosten streichelte (16.), war das zunächst letzte Lebenszeichen der Unsrigen. Plötzlich ging die defensive Ordnung etwas verloren, Freiburg erhöhte das Tempo und den Druck. Waren die Oberlausitzer noch mit dem Glück im Bunde, als eine Hereingabe von Chad Bassen keinen Abnehmer fand (19.), so folgte 31 Sekunden vor der ersten Sirene die Totalausspielung. Wölfe-Rothelm Andreé Hult stand völlig blank im Slot und traf ohne Mühe zum Anschluss.

Mit dem Schwung dieses Treffers wurden die Gäste immer besser. Im Mittelabschnitt wogte das Geschehen auf und ab. Rylan Schwartz hier (22.), Bassen dort (24.), Nick Walters und Nino Kinder hüben (26.), Jordan George und Nick Pageau drüben (32.) – Chancen gab es genug. Zwei gute Schlussleute behielten aber stets den Überblick. Zwischendurch lief das erste Überzahlspiel des Abends. Die Füchse machten einmal mehr viel zu wenig daraus. Als bei Schüssen von Scott Allen und Chris Billich zwar Carruth zweimal zur Stelle war, ging die Ordnung vor unserem Gehäuse dahin. Wieder Andreé Hult stand goldrichtig und schob ins leere Tor. Ausgleich! Dahin war die schöne Führung. Aber die Straube-Schützlinge fanden die Antwort. Nick Walters zog von der Blauen Linie ab, Ludwig Nirschl stand Ben Meisner im Sichtfeld und die Scheibe zischte flach ins Netz. Rentsch (35.) und Nirschl (38.) hätten erhöhen können, taten es aber nicht. Statt dessen bekamen die Angereisten ihr erstes Powerplay. Das sah sich nicht nur gut an. Nach einem Lattentreffer von Gregory Saakyan (39.) versuchte es Nikolas Linsenmaier, dessen Schuss Carruth prallen lassen musste. Evan Mosey kam zu Rebound und glich das Match humorlos zum zweiten Mal aus. Diesmal fehlten dem EHC 76 Sekunden bis zum Pausentee.

Der Schlussabschnitt ist schnell erzählt. Zunächst hatte Trainer Straube Schwartz und Martin in den ersten beiden Blöcken getauscht. Bis zur 50. Minute gab es zweimal Überzahl für die Füchse und einmal für die Wölfe. Gefahr war beidseitig eher Fehlanzeige. Direkt von der Strafbank kommend schloss Rylan Schwartz zu schwach ab (50.). Dann kratzte ein Roßmy-Schrägschuss an der Torumrandung (53.). Jetzt waren wieder die Gäste am Zuge, die am Dienstag in Crimmitschau aus einem 0:3 mit zwei späten Treffern (57. und 59.) noch einen 4:3-Sieg machten. Bassen (55.), George und Hult (56.) sowie Allen (57.) fanden in Mac Carruth ihren Meister. Gegenüber zielte Kinder direkt auf die Brust von Meisner (59.), ehe sich Jakub Kania noch in einen Pageau-Schuss warf. Es blieb unentschieden.

In der Verlängerung spielten die Füchse vor allem auf Sicherheit bedacht. Dass Chris Straube der Jugend vertraut, zeigte das erste Trio, bestehend aus Nick Ross, Thomas Reichel und Stephane Döring. Bei gefühlten 80% Scheibenbesitz und diversen Rückpässen zu Carruth hatte Clark die Gelegenheit zum Siegtor, nutzte sie aber nicht (64.). So ging es in den Shootout. Über die blau-gelben Strafschüsse decken wir den Mantel des Schweigens. Für Freiburg traf Scott Allen und sicherte den Seinen so den Zusatzpunkt. Den Lausitzern tat die Niederlage sicherlich weh, zumal die Ergebniskrise so vorerst weitergeht.

Schlüsselszene

Das späte 1:2 im ersten Drittel brachte den Wölfen die Energie zurück. Bis dahin hatte Weißwasser die Partie gut im Griff. Fortan war es ein wirklich enges Match.

Auszeichnung

Vor der Partie wurde Jordan George mit viel Verspätung als „Fuchs des (letzten) Jahres“ geehrt. Im Pauseninterview dankte der sympathische Wirbelwind artig und stellte noch einmal die „Qualität“ der Füchse-Fans heraus.

Vergittert

Wollten die Freiburger „Jugendwahn“ vortäuschen? Gleich drei Cracks der Gäste spielten mit Gitter. Während Peter Spornberger und Nick Pageau nach Verletzungen noch Schutzbedarf hatten, war nur Maxim Rausch, der heute seinen 18. Geburtstag feierte, ein „echter Youngster“.

Namensalat

Derweil die Aufstellung der Unsrigen über die Videowand flimmerte, wurde da mit der Nummer 57 Lukas Dumont geführt. Der ist längst zurück in Köln. Die wahre Nummer 57 trägt Andrew Clark.

Der Top-Spieler: Andreé Hult

Freiburgs Schwede spulte ein unglaubliches Pensum ab, war gerade noch vorne, und doch auch schon wieder hinten zu finden. Wenn er die Scheibe trieb, war fast immer Gefahr im Verzuge. Zwei Tore schoss der 33-Jährige übrigens auch noch…

Die Trainerstimmen:

Peter Russell: „Das war heute kein gutes Spiel. Die Füchse sind richtig stark gestartet und haben gut dagegengehalten. Wir haben lange gebraucht, um in die Partie zu finden. Es ging immer wieder hin und her. Die Verlängerung hat dann immer auch etwas von einer Art Glücksspiel. Wir haben hier heute den Sieg geholt und zwei Punkte bekommen. Darüber bin ich sehr glücklich.“

Chris Straube: „Bei solchen knappen Spielen entscheiden meist die special teams. So war es auch heute. Die haben ein Überzahltor gemacht, wir nicht. Dabei hatten wir im letzten Drittel genügend Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden, haben es aber nicht geschafft. Ich bin nicht zufrieden mit dem einen Punkt. Langsam wird es knapp für uns. Wir benötigen die volle Punktzahl, um in der Tabelle dranzubleiben. Die Umstellung von Schwartz und Martin habe ich vorgenommen, weil ich mir von den ersten Reihen mehr Produktivität erhoffte. Morgen wird Kale Kerbashian spielen. Tobias Ancicka ist da. Da kann ich die vier Kontingentstellen im Feld aufbieten.“

Die Statistik

1:0 (10:36) Luis Rentsch ( Brad Ross , Tim Detig ), 2:0 (11:41) Bennet Roßmy ( Nino Kinder ), 2:1 (19:29) Andreé Hult ( Christian Billich , Scott Allen ), 2:2 (32:01) Andreé Hult ( Christian Billich , Scott Allen ), 3:2 (33:40) Nick Walters ( Nicholas Ross , Nino Kinder ), 3:3 (38:44) Evan Mosey ( Nikolas Linsenmaier , Jordan George ) PP-1, Penalty - 3:4 Scott Allen - GWS

Strafminuten: Weißwasser: 2-4 (0-2-2) Freiburg: 3-6 (0-2-4)

Schiedsrichter: Marc-Andre Naust - Seedo Janssen (Kenneth Englisch - Marcus Höfer)

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