GESTÄRKT ZURÜCK UND SIEG GEHOLT

Sonntag 24.02.2019・17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - Ravensburg Towerstars
4:0
2:0, 0:0, 2:0

KESSLER MIT SHUTOUT

DER BERICHT

Was für ein Tag für die Füchse. Konstantin Kessler in seinem zweiten „Vollen Spiel“, Clarke Breitkreuz mit seinem Tor als „Rückkehrer“ und 2703 Zuschauer in der Eisarena aus dem Häuschen. Es ist tatsächlich mehr als erstaunlich, wie die Mannschaft von Corey Neilson nach einer deftigen Niederlage den Schalter umlegen kann und das macht, was sie in der Liga in dieser Saison so erfolgreich gemacht hat. Mit Tempo und Kraft über 60 Minuten den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, das hat an diesem Sonntag beim ZVON- und Familienspieltag sehr erfolgreich geklappt. Denn Konstantin Kessler hielt seinen Kasten über die gesamten 60 Minuten sauber und zwei Stürmer und ein Verteidiger sorgten für die Tore.

Im ersten Drittel zeigten die Füchse von der ersten Minute an, dass sie die „Drohung“ von Corey Neilson in der Pressekonferenz nach dem Bietigheim-Spiel wahr machen wollen. Welche Drohung? Einfach gestärkt in das Spiel gegen Ravensburg gehen, mehr nicht. Frage Nr. 1 im weiten Rund: Wer steht heute im Tor? Mit der Vorstellung der Mannschaft kurz vor 17 Uhr kam die Antwort „Tino“ Kessler sollte der Hüter unseres Heiligtums gegen Ravensburg sein. Niklas Zoschke durfte als Backup auf der Bank Platz nehmen. Dafür rückte der Kapitän, Anders Eriksson wieder ins Aufgebot und besetzte die vierte Kontingentstelle. Und gleich vom Anstossbully weg übernahmen die Füchse das Zepter. Jordan George, der große Zeiger hatte auf der Uhr noch keine halbe Umdrehung gemacht, prüfte Jonas Langmann im Ravensburger Gehäuse. Aber auch Ravensburg brauchte nicht lange, um Fahrt aufzunehmen. Jakub Svoboda, auch ein guter Bekannter im Fuchsbau, prüfte ein erstes Mal Konstantin Kessler. Und wir dürfen es gerne vorweg nehmen. „Tino“ blieb heute unbezwungen. 18 Mal musste er sich im ersten Drittel der Schüsse der Puzzlestädter erwehren. Knapp eine Minute später (4.)war es Calvin Pokorny, der auf das Kessler-Tor schoss. Im Gegenzug (4.)verfehlte Clarke Breitkreuz nach schöner Stafette über Eriksson und Kania das Tor. Noch in der gleichen Minute musste Jordan George auf die Strafbank wegen Stockschlags. Aber das Überzahlspiel der Ravensburger war zu harmlos, nur ein Abschluss 10 Sekunden vor Ende der Strafzeit durch Svoboda. In der 7. Minute spazierte Andreas Driendl durch die Füchse-Abwehr, aber Kessler spitzelte ihm den Puck mit seinem Stock irgendwie von der Kelle. Und eben dieser Andreas Driendl musste in der 8. Minute wegen Stockhalten auf die Strafbank. Und dass das Überzahlspiel nicht die Paradedisziplin der Füchse ist, weiß man in der Liga. Aber diesmal war es anders, denn die Scheibe lief gut und wenn jugendliche Unbekümmertheit und Erfahrung zusammen spielen, dann kommt es unweigerlich zum Tor. 1:0 in der 10. Minute. Cedric Schiemenz sah den im Slot postierten und völlig allein gelassenen Steve Saviano und der überwand Jonas Langmann zum ersten Mal am heutigen Abend. Und das Bully nach dem Treffer war kaum gespielt da jubelte die Halle schon wieder. Nur 18 Sekunden waren vergangen und der Hallensprecher setzte gerade an, um den Spielstand zu verkünden, zappelte der kleine Schwarze schon wieder im Ravensburger Tornetz. Oliver Granz hatte rotzfrech aus spitzem Winkel von links abgezogen und sowohl die Defensive als auch Jonas Langman im Tor völlig überrascht. Die Scheibe zischte ins kurze Eck. Damit hatten die Füchse erst einmal für klare Fronten gesorgt. Ravensburg versuchte zwar viel, fand aber kein Rezept um die sichere und aufmerksame Defensive der Füchse zu überwinden. Schüsse von Ondrej Pozivil und Andreas Driendl wurden eine leichte Beute für Kessler. In der 17. Minute musste dann Jakub Kania wegen Behinderung auf die Strafbank. Auch dieses Überzahlspiel konnten die Chernomaz-Schützlinge nicht nutzen. 11 Sekunden vor der ersten Pause musste noch einmal ein Fuchs aufs Sünderbänkchen. Cedric Schiemenz wegen Stockschlags.

So begann der zweite Abschnitt mit Unterzahl für die Unsrigen. Aber auch hier sahen die Oberschwaben ziemlich blass aus, denn kein einziger richtiger Torschuss kam in Richtung Kessler-Gehäuse. Im Gegenteil, Steve Saviano hatte sogar eine Konterchance, aber seinen Schuss konnte Jonas Langmann mit der Fanghand abwehren. Kurz nachdem die Füchse wieder komplett auf dem Eis standen klapperte es unüberhörbar metallisch. Ondrej Pozivil traf den Pfosten. Kurz darauf verließ Jakub Kania die Eisfläche und ging in Richtung Kabine. Schnell kam von der medizinischen Abteilung die Information, dass es für ihn nicht mehr weiter ging. Die lädierte Schulter. Bleibt abzuwarten, was die nächsten Untersuchungen sagen, ob ein Einsatz in dieser Saison überhaupt noch einmal in Frage kommt. Im weiteren Verlauf des zweiten Abschnitts entwickelte sich ein munteres und flottes Spiel. Beide Mannschaften erarbeiteten sich zwar weitere Chancen, aber es haperte bei beiden an den Abschlüssen. Entweder waren die Schüsse ungenau oder die Keeper packten zu. In der 29. Minute gab es eine richtig gute Möglichkeit erst für Kilian Keller und gleich darauf für Ondrej Pozivil, aber beide Male war unser Hüter zur Stelle. Wie auch in der 32. Minute als Kessler einen abgefälschten Puck von Vincenz Mayer gedankenschnell in seinem Fanghandschuh begrub. Ravensburg in dieser Phase etwas agiler als die Füchse, aber sie mussten ja schliesslich auch noch zwei Tore aufholen. Jakub Svoboda versuchte es mit einem Abschluss, aber Kessler war heute einfach nicht zu bezwingen. So auch in der 34. Minute als er Kopf und Kragen riskieren musste, um seinen Kasten sauber zu halten. Allerdings zog Vincent Hessler eine Strafe und musste wegen Stockchecks für zwei Minuten zuschauen. Und auch hier hatten die Füchse wieder die besseren Chancen. Eine zumindest, denn Anders Eriksson konterte mit viel Geschwindigkeit und konnte nur regelwidrig gestört werden, aber der Pfiff der Gestreiften blieb aus. Die Überzahl der Puzzlestädter blieb einmal mehr ohne Erfolg. Und sie machten es sich selbst noch schwerer. Ein Wechselfehler wurde von den Linesman gepfiffen und so war die Überzahlgelegenheit dahin. Auf dem Eis passierte bis zur Pause nicht mehr viel. Als die Pausensirene bereits wieder verstummt war, wurde es plätzlich lebhaft auf dem Eis und ein paar Spieler gaben sich noch gute Wünsche mit auf den Weg. Die Schieris bestraften das aber mit Beginn des letzten Drittels.

Jeff Hayes und Pawel Dronia bekamen jeweils 2 plus 2 Strafminuten für ihre Pausenunterhaltung. Die erste Chance im letzten Abschnitt hatten die Gäste durch Matthieu Pompei (43.), der einen Pass von Vincenz Mayer in guter Position verpasste. Im Gegenzug passte Steven Bär auf Steve Saviano und der sah den mitgelaufenen Breitkreuz. Der wurde aber derart attackiert, dass er den Pass gar nicht annehmen konnte. Dann machte Oliver Granz ein Geschenk für Olivier Hinse, der die Scheibe im Angriffsdrittel vom Youngster genau auf den Schläger serviert bekam, aber aus vier Metern an Konstantin Kessler scheiterte. Ein unschöne Aktion in der 44. Minute bescherte Maxi Adam kurzzeitig Ganzkörpereiskontakt, denn er bekam eine Schlägerspitze vom eigenen Mitspieler ins Gesicht, aber kurze Zeit später ging es für ihn weiter. Chancen gab es für beide Mannschaften auch im letzten Drittel. Zwar nicht so reichlich wie bisher, aber beide Torhüter konnten sich immer wieder auszeichnen. Robin Just traf in der 44. Minute das Torgestänge. David Kuchejda fand mit einem straffen Schuss seinen Meister in Jonas Langmann (47.) und Oliver Granz verhinderte bei einem Ravensburger Konter mit einem gekonnten Ganzkörpereinsatz einen gefährlichen Pass vor dem Füchse Tor von Robin Just (48.). In der 49. Minute erwischte es dann Routinier Pawel Dronia. Wegen Beinstellen bekam er für zwei Minuten ein Pause. Und das nutzten die Füchse diesmal eiskalt aus. Maximilian Adam bediente Jordan George und der passte in den Slot und wo Clark Breitkreuz nor noch seinen Schläger rein halten brauchte. 3:0 nach 50 Minuten. Das sollte es doch gewesen sein, oder? Zwar gab Ravensburg alles in den letzten zehn Minuten, aber es wollte einfach kein Torerfolg gelingen. Denn die Defensive der Füchse und Konstantin Kessler ließen nichts mehr zu. So kam es wie es kommen musste. Rich Chernomaz nahm 2:29 Min vor Ende noch eine Auszeit und in der Folge Jonas Langmann vom Eis. Aber das ging nach hinten los. Genau nach 18 Sekunden lag die kleine Hartgummischeibe zum 4:0 im Tor der Ravensburger. Steve Saviano schaltete blitzschnell, als sich zwei hellblau Gekleidete an der blauen Linie die Scheibe zuspielen wollten, sprintete dazwischen und auf und davon und schob die Scheibe ins leere Tor. Damit war das Spiel endgülig entschieden und die Füchse hatten weitere drei Punkte gesammelt. Es passierte nichts mehr bis zur Schlusssirene. Die Füchse gewannen dieses Spitzenspiel mit 4:0 und Konstantin Kessler holte sich in seinem ersten Spiel seit langer Zeit über die volle Spielzeit einen Shutout. Da Frankfurt gegen Bietigheim 5:4 n.V. gewonnen hat, sind die Füchse zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde, gemeinsam mit den Löwen Frankfurt und 92 Punkten an der Tabellenspitze der DEL2. Am Freitag beim Derby gegen Crimmitschau könnten die Füchse mit einem drei-Punkte-Sieg das Heimrecht für die Playoffs klarmachen. Na wenn das keine Spannung für das nächste Wochenende verspricht…

Trainerstimmen

Rich Chernomaz: „ Es war ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften. Die Füchse waren besser. Sie haben Herz und Hunger gezeigt. Wir haben 40 Schüsse auf das Tor von Kessler gehabt, die konnten nichts bewirkten. Unsere Überzahl war schlecht und ich hoffe, dass wir in den Playoffs nicht aufeinander treffen.“

Corey Neilson: Ravensburg ist ein richtig gutes Team. Wir mussten alles abrufen, um sie heute zu schlagen. Nach Bietigheim mussten wir eine Schippe drauf legen, um zu gewinnen. Wenn wir weiter so spielen wie heute, ist es schwer, uns zu schlagen. Es war sehr aufregend heute und ich bin richtig erschöpft.“

Media-Center

HIGHLIGHTS / PK HIGHLIGHTS DEL2


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