SPITZENTEAM-TEST EINS GEWONNEN

Freitag 18.01.2019・19:30 Uhr
Lausitzer Füchse - Bietigheim Steelers
3:2
0:1, 2:1, 1:0

DISZIPLINIERTE FÜCHSE HOLEN DREI PUNKTE

DER BERICHT

Das Spitzenspiel der DEL 2 stieg an diesem Freitag wieder in Weißwasser. Was die 2811 Zuschauer an diesem Freitag in der Eisarena zu sehen bekamen war schon feine Eishockeykost. Zugegeben, am Anfang ging es bei der Partie Dritter gegen Vierter eher „ruhig“ in der Eisarena zu, obwohl das erste Mal in dieser Saison „LAOLA“ durch das Rund schwappte. Aber mit zunehmender Spieldauer nahm auch die Partie Fahrt auf. Und die Begeisterung kannte am Ende keine Grenzen mehr. Ob es daran lag, dass die LEAG am Spieltag des Premium-Sponsors wieder 500 Karten gesponsert hat, oder einfach doch daran, dass die Füchse in dieser Saison da oben hin gehören, wo sie stehen? Egal, diese Saison ist einfach anders und dazu gehören eben auch solche Spiele, wie das am heutigen Freitag in der Eisarena, das mit einem verdienten 3:2 Sieg der Lausitzer Füchse gegen den amtierenden Meister, die Bietigheim Steelers endete.

Die ersten Minuten waren Abtasten pur. Keine der beiden Mannschaften wollte zunächst irgendetwas riskieren und demzufolge waren Torchancen Mangelware. In der zweiten Minute gab es zwar den ersten Schuss der Gäste auf das Füchse-Gehäuse, aber Bastian Steingroß verzog. Die erste Chance für die Blauen hatte Jordan George in der vierten Minute, sein Schuss jedoch blieb in der Deckung der Steelers hängen. Die nächste Möglichkeit für die Füchse ergab sich nach einem Schuss von Jeff Hayes, den Fabian Dietz noch abfälschte. Die Scheibe rutschte nur knapp am linken Pfosten vorbei. Der nächste Versuch von Jeff Hayes wurde eine Beute von Ilja Sharipov im Steelers-Kasten. Dann wurden die Gäste stärker und übernahmen in dieser Phase das Heft des Handelns. Benjamin Zientek konnte in der sechsten Minute einen Querpass vor dem Tor von Maxi Franzreb nicht annehmen - Glück für die Blau-Gelben. Dann musste Oliver Granz wegen übertriebener Härte für zwei Minuten aufs Sünderbänkchen. Die erste Überzahl im Spiel nutzten die Gäste eiskalt. Norman Hauner geht mit der Scheibe unwiderstehlich bis vor das Tor von Maxi Franzreb und seinen Querpass, der wohl mehr ein Torschuss werden sollte, netzte Dennis Swinnen ein. So stand es plötzlich, entgegen der Spielanteile bis zu diesem Zeitpunkt, 1:0 für die Gäste. Die aber in der Folge mehr vom Spiel hatten. Chancen gab es aber auch für die Unsrigen. Mychal Monteith schoss aus Nahdistanz vorbei(11.) Bei dieser Aktion streckte Ex-Fuchs Benjamin Hüfner im Slot Jeff Hayes nieder(11.) und durfte für zwei Minuten von der anderen Bandenseite aus zuschauen. Die Überzahl aber blieb folgenlos für die Steelers, weil sie die Unterzahl sehr geschickt verteidigt haben und wir uns kaum Chancen während der numerischen Überlegenheit erarbeiten konnten. In der Folge waren es Thomas Reichel(14.), Steve Saviano(15.), Jakub Kania(16.) und Mychal Monteith(18.), die allesamt am guten Ilja Sharipov im Bietigheimer Kasten scheiterten. Auch Steven Bär, der in der 19. Minute sein Glück mit einem Schuss versuchte, konnte den Gäste-Keeper nicht überwinden. Die letzte große Chance im ersten Drittel hatten die Gäste beim Versuch von Matt McKnight, der aus kurzer Distanz in den Schlusssekunden an Maxi Franzreb scheiterte. Somit blieb es beim 0:1.

Drittel zwei begann recht verhalten bis – ja bis Jakub Kania in der neutralen Zone einen Pass der Steelers abfing und mit der Scheibe ins Angriffsdrittel fuhr. Kurzentschlossen zog er aus acht Metern von halblinks ab und hämmerte die kleine Schwarze ins rechte obere Eck. Der glückliche, aber doch verdiente Ausgleich in der 23. Minute. Das Spiel zu diesem Zeitpunkt sicher nicht hochklassig aber immer spannend, denn beide Mannschaften spielten, wie man so schön sagt, absolut auf Augenhöhe mit vielleicht leichten spielerischen Vorteilen für die Gäste, die aber daraus keinerlei Nutzen ziehen konnten. Im Gegenteil. Gleich nach dem Ausgleich gab es eine weitere Füchse-Chance, aber ohne Happy-End. Das sollte noch kommen. Zunächst kassierten die Schwaben eine Zwei Minuten Strafe. Der DEL-erfahrene Neuzugang Nicolai Goc musste auf die Strafbank. Die erste Chance in diesem Powerplay hatten jedoch die Steelers. Alexander Preibisch schnappte sich irgendwie die Scheibe an der eigenen blauen Linie und sprintete den Füchsen in Richtung Franzreb-Tor davon. Sein Abschluss aber landete im Fanghandschuh unseres Keepers. Die Überzahl damit aber natürlich noch nicht vorbei. Jetzt endlich setzten sich die Unsrigen im Angriffsdrittel fest. Mychal Monteith schoß aufs Tor und Sharipov konnte mit der Fandhand nur „abklatschen“, den Rebound versenkte Jake Ustorf mit seinem ersten DEL2 Tor zum 2:1(26.). Bietigheim natürlich wieder komplett nach diesem Treffer, aber Weißwasser weiter am Drücker. Chris Owens hatte zwei gute Möglichkeiten sogar auf 3:1 zu stellen. Allein der Erfolg blieb ihm versagt. Den Treffer machten die Gäste. Matt McKnight erzielte per Konter und einer zwei auf ein Situation nach Pass von Alexander Preibisch in der 29. Minute den Ausgleich. Und auch der war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Chancen gab es jetzt für beide Mannschaft reichlich und das Spiel selbst gewann von Minute zu Minute an Qualität. Es standen sich eben doch zwei Spitzenmannschaften an diesem Abend gegenüber. Nach dem Ausgleich war es Bastian Steingroß der mit einem Alleingang die große Chance zur erneuten Führung hatte, aber am glänzend haltenden Maximilian Franzreb scheiterte. Dem Konter aber ging ein Foul von McKnight an der Bande gegen einen Fuchs voraus, welches von den Referees nicht geahndet wurde. Damit zeigten die Steelers schon mal, dass es „körperlicher“ in dieser Partie werden sollte. Kurz darauf gab es Chancen für Steve Saviano und Clarke Breitkreuz zu Treffern, aber sie bekamen die Scheibe einfach nicht über die Linie. In der 37. Minute dann so etwas wie ein Knackpunkt in diesem Spiel. Denn Anders Eriksson musste für 2 Minuten auf die Strafbank. Das Foul an sich kann man sicher pfeifen, aber er regte sich über die Szene zuvor dermaßen auf, als ein Füchse-Spieler regelwidrig gecheckt wurde, dass er noch zwei Minuten obendrauf bekam. Das vorhergehende Foul wurde eben nicht geahndet. Die anschließende Überzahl konnten die Steelers nicht nutzen, also ging es mit einem Unentschieden zum zweiten Pausentee.

Auch die noch verbliebenen Sieben Sekunden Überzahl brachten zu Beginn des letzten Drittel nichts Zählbares mehr für die Steelers ein. Jeff Hayes hatte die erste Chance im Schlussabschnitt mit einem Schuss aus kurzer Distanz, aber Sharipov war auf dem Posten. Die nächste gute Möglichkeit(46.) gab es für Oliver Granz, der einen Pass von Anders Eriksson mit einem One-Timer abschloss, aber seinen Meister in Ilja Sharipov fand. Eine Minute später war es wieder Sharipov im Steelers-Gehäuse, der eine Kombination über Hayes, Dietz und Owens zunichte machte. Jetzt häuften sich die Chancen auf beiden Seiten, denn auch die Angereisten machten ihre Ambitionen auf einen weiteren Treffer geltend. Max Pommersberger zog von der blauen Linie ab, aber seine Schuss „flatterte“ in Richtung Franzreb. Der war sichtlich überrascht, denn der Puck „rasierte“ die Querlatte des Füchse-Gehäuses. Kurz darauf hatte Jake Ustorf gleich zwei Mal die Möglichkeit zum Torerfolg, scheiterte aber an Sharipov. In der 52. Minute war es Willie Corrin, der Maxi Franzreb prüfte. Seinen Schuss konnte unser Goalie aber nur mit dem Schoner zur anderen Seite lenken, wo Dennis Swinnen stand und nicht lange fackelte. Franzi blockte den Schuss per „Becker-Hechtsprung“ und konnte die kleine schwarze Scheibe unter sich begraben. Nur zwei Minuten später konnte sich unser Keeper erneut auszeichnen, als Alexander Preibisch frei vor ihm stehend die Scheibe in seine Arme spielte. In der 57. Minute hatten die Füchse gleich drei Mal hintereinander die Möglichkeit zur Führung, vergaben aber diese guten Chancen. Im Gegenzug brannte es lichterloh vor dem Füchse-Kasten, als McKnight einen Konter der Steelers an den Pfosten des Drahtkäfigs von Maxi Franzreb setzte. Die Scheibe lag frei vor der Torlinie und Jake Ustorf befördete sie gedankenschnell aus der Gefahrenzone. Dies sollte die letzte Chance der Gäste gewesen sein, denn was jetzt kam war schlichtweg grotesk. Im Forechecking checkte Alexander Preibisch im Drittel der Füchse einen der Blauen völlig unmotiviert gegen die Bande. Die logische Konsequenz der Unpartiischen war eine Fünf Minuten- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Allerdings kam der Pfiff zu diesem Foul ziemlich spät. In der Folge diese Fouls gab es noch eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Markus Sommerfeld und Oliver Granz, die dafür auch zwei Minuten zuschauen mussten. Es waren nun noch genau Zwei Minuten und 52 Sekunden zu spielen und die Füchse in Überzahl. Bietigheim wollte es aber wissen und die Schiedsrichter griffen erst jetzt zum Spielende durch. Nach nur 36 Sekunden Fünf gegen Vier musste Benjamin Zientek wegen Unerlaubten Körperangriffs auf die Strafbank. Damit taten sich die Schwaben nun wahrlich keinen Gefallen, denn es ging Fünf gegen Drei weiter. Und da waren die Füchse in dieser Saison fast immer erfolgreich. So auch diesmal. Es dauerte gerade einmal 17 Sekunden, da zappelte die Scheibe im Tor der Steelers. Jeff Hayes zog von halblinks ab und Sharipov konnte nur prallen lassen. Den Abpraller von der Bande nahm Feo Boiarchinov auf und sah den am langen Pfosten postierten Steve Saviano. Der knallte die Scheibe kompromißlos in die Maschen. 3:2 und dem Sieg ganz nah. Noch waren knapp zwei Minuten zu spielen. Für Bietigheim ging es jetzt nur noch darum das Gesicht zu wahren. Aber auch das misslang. Sowohl Rene Schoofs, als auch Ilja Sharipov kassierten noch jeweils Zwei-Minuten Strafen, so dass die Chancen der Schwaben auf einen Punktgewinn auf ein Minimum sanken. So war es dann auch. Bietigheim konnte nicht und die Füchse trafen nicht. So blieb es beim hochverdienten 3:2 Erfolg der Unsrigen gegen den amtierenden Meister. Damit klettern unsere Jungs wieder auf den zweiten Platz in der Tabelle und fahren am Sonntag zum nächsten „Gipfeltreffen“ nach Ravensburg. Denn auch die Puzzlestädter gewannen ihr heutiges Spiel in Bad Tölz mit 4:1 und grüßen nach der Niederlage der Frankfurter zu Hause gegen Bayreuth (3:4) wieder von ganz oben.

Die Trainerstimmen

Hugo Boisvert: „Glückwunsch an Corey und seine Mannschaft. In meinen Augen ist das ganz einfach. Es ist sehr sehr schade, ein Spiel so zu verlieren. Das geht nicht, Entschuldigung, aber das geht nicht.“

Corey Neilson: „Bietigheim war sehr gut. Sie sind groß und gut trainiert. Trotzdem haben wir gut gespielt. Wir haben eine junge Mannschaft, die noch ein wenig von der Krankheit der letzten Tage gezeichnet ist, Joel Keussen hat heute auch gefehlt. Trotzdem war es ein gutes Spiel, besonders bei Unterzahl. Zum Schluss hatten wir das Glück lange im Powerplay zu spielen und konnten das Match somit entscheiden.“

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