DAS GLÜCK ERZWUNGEN

Freitag 21.10.2022・19:30 Uhr
Lausitzer Füchse - Bayreuth Tigers
3:2 n.V.
1:0, 0:2, 1:0 - 1:0

FÜCHSE GEWINNEN GEGEN DIE TIGERS NACH OVERTIME

DER BERICHT

Wer beim Duell unserer Lausitzer Füchse gegen das Tabellenschlusslicht aus Bayreuth eine eher leichtere Aufgabe antizipierte, dem müssen die Veränderungen im Staff und Kader der Tigers in den letzten Tagen entgangen sein; der dürfte auch die qualitativ hochwertige Besetzung der Wagnerstädter in diesem Jahr verkennen. Wie absehbar entwickelte sich einmal mehr ein Kampfspiel, bei dem die Gäste über längere Strecken der Partie weniger Fehler machten und mehr Zug zum Tor entwickelten. Unsere Jungs bauten den einen oder anderen Patzer zu viel ein, während nach vorne zu wenig die Post abging. Offensichtlich hatte der neue Coach Marc Vorderbrüggen seinen Schützlingen das richtige Konzept für sein Spiel eins verpasst. Und so ging es heute für die Heimischen lange über den Willen und die Moral. Weil beides stimmte, erzwang man das Glück, den späten Ausgleich und in der Overtime den Sieg. Unser Hüter Ville Kolppanen bilanzierte den Abend so: „Wir haben für den Erfolg hart gearbeitet. Aber das müssen wir sowieso in jedem Spiel. Es war heute nicht unsere beste Partie – nach meiner Meinung. Oft sind die scheinbar leichten Spiele die schwersten. Aber wir haben den Sieg geholt.“

Die Gäste zeigten gleich, dass sie unter dem neuen Coach hoch motiviert und auch gut strukturiert unbedingt Zählbares wollten. Petteri Nikkilä und Sami Blomqvist setzten in den ersten 120 Sekunden die ersten Achtungszeichen. Gerade, als es so schien, als würden die Tigers Powerplay bei fünf gegen fünf spielen, kassierten sie wegen Spielverzögerung die erste Strafe. Unser Überzahlspiel war gut. Es gab mehrere ganz gefährliche Abschlüsse. Der von Hunter Garlent zischte an die Latte (6.). Direkt vom Sünderbänkchen kommend hatte Jan-Luca Schumacher viel freies Eis. Maxi Adam und Keeper Kolppanen im Verbund klärten die Szenerie (7.). Bei wieder vollen Kapellen traf auch Kapitän Clarke Breitkreuz nur die Torumrandung, derweil Mike Mieszkowski gegenüber an unserem Hüter nicht vorbeikam (beides 8.). Sogleich folgte Strafe Nummer zwei für die Wagnerstädter. Diesmal gelang weniger. Breitkreuz und Eric Hördler hatten die verheißungsvollsten Möglichkeiten (10.). Als die Angereisten wieder alle Mann dabeihatten, bekamen sie die Spielhoheit. Blomqvist (13.), Mieszkowski (14.) und Schumacher (16.) scheiterten jeweils an Kolppanen. Dann gab es zwei mächtige Checks, die hätte sicher beide bestraft gehört. Dominik Bohacs Attacke auf Jesse Roach und die von Petteri Nikkilä gegen Louis Anders gingen beide Richtung Kopf. Dazwischen fälschte Roope Mäkitalo vor Schmidt ab, aber vorbei. Und als unser Stürmer Anders noch auf dem Eis lag, erspähte Hunter Garlent die Lücke und schoss zum 1:0 ein. So blieb es bis zur ersten Pause.

Aus der kamen die Füchse gut heraus. Lewis Zerter-Gossage lenkte das Spielgerät vor Schmidt ab. Der Kelch ging an den Gästen vorbei (23.). Sodann traf Jan Bednar schräg nur den Außenpfosten (24.). Jetzt waren aber die Tigers da. Sie sorgten für eine Druckphase, in der Kolppanen super gegen Kretschmann reagierte (26.). Travis Ewanyk probierte es dreimal. Nach Steckpass von Blomqvist rettete Eric Valentin auf Kosten einer Strafe (28.). Dann stocherte Bayreuths Nummer 21 vor Kolppanen, der noch zupacken konnte (29.). Der dritte Versuch als Tip-in am langen Pfosten brachte den Ausgleich. Und nur 82 Sekunden später verlor Marco Baßler vier Meter vor unserer Kiste die Scheibe an Christian Kretschmann, der das Geschenk dankend annahm. Die Führung der Mannschaft vom Roten Main ging durchaus in Ordnung. Erst jetzt berappelten sich die Füchse wieder etwas. Breitkreuz kam über halblinks, scheiterte aber an Schmidt (32.). Die Schwarz-Gelben sorgten nur noch durch Schumacher und Roach für Gefahr, als der Puck durch den Torraum rutschte (36.). Tim Detig musste die Übermacht von Schmidt ebenso anerkennen (37.) wie auch Eric Hördler (39.). Der semmelte auch in der Schlusssekunde noch ganz knapp vorbei (40.), als unsere Blau-Gelben Überzahl nach Strafe an Eric Stephan hatten. Aber: Spiel gedreht durch die Angereisten.

Die letzte Periode begann mit noch 17 Sekunden Füchse-Powerplay und vom Coach leicht adaptierten Reihen. Schnell flipperte das Spielgerät durch den Bayreuther Torraum, aber nicht ins Netz (41.). Mehr passierte lange nicht. Das Match war zerfahren. Der EHC hatte Schwierigkeiten im Spielaufbau, die Tigers machten die Räume eng und chippten den Puck einfach aus dem Drittel. Nur Zerter-Gossage hatte eine bessere Einschussmöglichkeit. Gerret Pruden aber blockte (46.). Ja, die Oberlausitzer wollten den Ausgleich. Aber es plätscherte eher so dahin. Mäkitalo und Sebastian Zauner produzierten schöne Distanzschüsse, die Olafr Schmidt stoppte (53.). Nach Scheibenverlust von Lane Scheidl an der gegnerischen Blauen starteten die Gäste einen Zwei-gegen-eins-Konter. Ewanyk nahm den Schuss und den eigenen Rebound – Kolppanen blieb stoisch ruhig (54.). Jetzt näherte sich die Begegnung dem ersten Kulminationspunkt. Nikkilä foulte Garlent beim Rebound und musste zwei Minuten zuschauen. Einmal Breitkreuz und zweimal Mäkitalo hatten das 2:2 auf dem Schläger. Es fiel aber noch nicht. Dann musste auch Stephan wegen Spielverzögerung raus. Auszeit Weißwasser, 47 Sekunden doppelter Spielervorteil – es brachte nichts. Bei nur noch einem Mann mehr rutschte das Hartgummiteil plötzlich vor den Schläger von Maxi Adam, der in unnachahmlicher Art und Weise einkanonierte, weil Schmidt auch nur wenig sehen konnte. Dass sich Lane Scheidl kurz nach dem 2:2 in der offensiven Zone eine Strafe abholte, verschweigen wir lieber. Ziemlich gekonnt retteten sich unsere Jungs in die Overtime.

Die acht Sekunden drei gegen vier waren ohne Spektakuläres. Dann aber verschaffte sich Hunter Garlent selbst den von ihm benötigten Raum und jagte den Puck zum sudden death der Tigers unter das Gebälk. Vater des Siegtreffers war Lewis Zerter-Gossage, der Olafr Schmidt die Sicht komplett versperrte. So standen schlussendlich zwei Punkte auf der Habenseite, die angesichts des Spielverlaufes nicht zwingend im Fuchsbau bleiben mussten.

Ville Kolppanen, der wieder stark hielt und so auch einen großen Anteil am Erfolg hatte, feierte zunächst mit den Schlachtenbummlern, die er dann ganz sehr lobte: „Die Fans sind unglaublich und machen mich sehr glücklich. Sie geben mir persönlich viel Energie. Aber sie tragen auch die Mannschaft an Tagen wie heute, an denen es nicht optimal läuft.“

Die Statistik

1:0 (19.) Hunter Garlent ( Louis Anders , Lewis Zerter-Gossage ), 1:1 (30.) Travis Ewanyk ( Tobias Meier , Sami Blomqvist ) PP1, 1:2 (31.) Christian Kretschmann ( Ville Järveläinen , Dani Bindels ), 2:2 (58.) Maximilian Adam ( Tim Detig , Marco Baßler ), 3:2 (61.) Hunter Garlent ( Lewis Zerter-Gossage , Sebastian Zauner )

Strafminuten

Weißwasser: 4 (0-2-2) Bayreuth: 10 (4-2-4)

Schiedsrichter

Alexander Singer - Vladislav Gossmann ; Michael Zettl - Matthäus Rieml

Zuschauer: 2212

Eisarena Weißwasser


DIE STIMMEN DER TRAINER

Marc Vorderbrüggen: „In Weißwasser wurde heute ein sehr gutes Spiel von beiden Seiten geboten. Beide Mannschaften haben offensiv und mit fairer Aggressivität agiert. Es gab viele Torchancen auf beiden Seiten. Am Schluss muss halt eine Mannschaft das Spiel gewinnen. Wir waren am Ende etwas unglücklich. Wir nehmen aber trotzdem einen Punkt mit und werden auf diesen aufbauen. Glückwunsch an Weißwasser!“

Petteri Väkiparta: „Jedes Spiel hat seine Vorgeschichte. Es ist ja momentan viel los in Bayreuth, weil man da nach der Wende sucht. Wir wussten also, was auf uns zukommen würde. Wir haben ja zuletzt auch sehr gut gespielt. Heute aber waren wir anfangs zu langsam und haben zu viele offene Chancen zugelassen. Ich denke, dass der Gegner in den ersten 30 Minuten besser war. Vielleicht hätten wir in Überzahl ja auch noch ein Tor schießen können. Aber wir waren bei fünf gegen fünf nicht gut genug. Dann wird es schwierig. Die Mannschaft hat einen guten Charakter gezeigt, zusammengehalten und füreinander gekämpft. Als bei fünf gegen drei kein Tor fiel, wurde der Kopf nicht hängengelassen sondern bei fünf gegen vier das Tor gemacht. Das war so eine kleine Episode, über die man Spiele gewinnt. Das 3:2 war eine schöne Einzelleistung. Ich bin heute sehr glücklich über die zwei Punkte. In Heilbronn aber ist defensiv eine bessere Leistung nötig.“

Foto/Galerie: Thomas Heide/DEL2

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