LANDSHUT GNADENLOS

Montag 28.12.2020・19:30 Uhr
Lausitzer Füchse - EV Landshut
1:3
1:1, 0:0, 0:2

EVL BESTRAFT EHC-FEHLER UND SIEGT MIT 3:1

DER BERICHT

Es war ein Spiel, das mehrere Eishockey-Weisheiten bediente: Wenn du sie vorne nicht machst, bekommst du sie irgendwann hinten. Ein gutes Drittel ist zu wenig. Wer weniger Fehler macht, wird gewinnen. Und: Abgerechnet wird zum Schluss! Zum Schluss siegten die Niederbayern nach dem 4:2 daheim nun auch im Fuchsbau mit 3:1, wobei es ein sehr enges Match mit zwei ganz starken Torhütern war. Die Lausitzer Füchse dominierten die ersten 18 Minuten fast nach Belieben, machten aus 12:4 Schüssen aber viel zu wenig und mussten für die Fehler, die sie auch diesmal nicht abstellen konnten, noch bitter büßen. Coach Corey Neilson schickte heute unsere zweite Reihe als Starting Six in das Match, vermutlich in der Hoffnung, somit den Landshuter Paradeblock zu eliminieren und mit der nominell ersten Sturmlinie dann zuzuschlagen. Mangelnde Effizienz und eine immer sicherer werdende Gästemannschaft durchkreuzten den Plan, der hätte aufgehen können, wenn die nach 20 Minuten durchaus realistische Zwei-Tore-Führung auch von der Anzeigetafel geleuchtet hätte. So aber stand da ein 1:1 und Aufwand und Nutzen außer Verhältnis.

Nach kurzer Abtastphase erzwangen die Heimischen schon nach nicht einmal drei Minuten das erste Powerplay. Die Scheibe lief gut. Mal wieder wurde „der Schirm“ gespielt. Rylan Schwartz halbrechts, Nick Ross oben an der Blauen, Kale Kerbashian halblinks – und dann der „Stab“ mit Brad Ross und Tomas Andres in der Zentrale. Bei den insgesamt vier gefährlichen Abschlüssen war der Gäste-Torwart Dimitri Pätzold dreimal zur Stelle, ein Fernschuss zischte knapp vorbei (4./ 5.). Als sich unsere Verteidiger hinter dem eigenen Tor selbst in größte Gefahr brachten, stand Robin Palka plötzlich frei vor Mac Carruth, der aber stoisch parierte (7.). Danach drückte nur Weißwasser. Bei einer feinen Hereingabe von Thomas Reichel war Philip Kuschels Schläger etwa 7 Zentimeter zu kurz (8.). Spätestens in Minute 12 war das 1:0 fällig. Doch Jonathon Martin und dann auch Eric Mik mit dem Rebound scheiterten an Pätzold. Jakub Kania jagte das Spielgerät anschließend aus acht Metern und bester Position über das Tor. Auch Nick Ross schräg und Bruder Brad beim Nachsetzer aus dem Slot blieben am Landshuter Hüter hängen (15.). Der war dann endlich geschlagen, als Eric Mik im Powerplay abzog und der Puck mit Klingelingeling hinter der Linie verschwand. Da hatten auch die Unparteiischen nach Videobeweis nichts mehr auszusetzen. Jedenfalls war es die zweite Überzahlformation, die heuer traf. Nur 85 Sekunden später aber kassierten die Gastgeber das 1:1 – wie aus dem Nichts, jedoch unter gütiger Mithilfe. Denn wieder wurde das Spielgerät hinter dem Tor vertändelt. Den ersten Versuch von Zach O’Brien hielt Carruth noch. Beim zweiten stand der Top-Scorer aber noch viel freier und klinkte ohne Mühe ein. Dieser Gegentreffer schien die Füchse zu lähmen und die Niederbayern zu beflügeln…

…wie der Beginn der zweiten Periode belegte: Schon nach nur sieben Sekunden und dummem Scheibenverlust stand O’Brien wieder einschussbereit, musste aber die Klasse von Carruths Fanghand anerkennen. Und nach 46 Sekunden klärte unser Tor-Ami gegen den am langen Pfosten freigespielten Drew Melanson. Dann durfte Sebastian Busch zum Solo ansetzen, zielte aber etwas zu hoch (25.). Derweil die Blau-Gelben in dieser Phase wenig Konstruktives zustande brachten, hatten sie Glück bei einem Lattentreffer von Alexander Dersch (29.). Und als Arturs Kruminsch gegen Carruth nachstocherte, bekam er ziemlichen Ärger (31.). Und die Oberlausitzer? Jon Martin und Philip Kuschel sorgten endlich wieder für Gefahr auf der anderen Seite. Keeper Pätzold parierte zwar, aber es gab Strafe gegen Max Hofbauer (32.). Die erste Minute des Powerplays hatte es in sich: Rylan Schwartz verzog per Direktabnahme ganz knapp, Nick Ross hämmerte drüber und Kale Kerbashian traf nur den Außenpfosten. So blieb es beim 1:1 – auch, weil Dominic Bohac aus knapp sieben Metern frei an Carruth scheiterte (36.), Jakub Kania nur den Pfosten traf (39.) und Hofbauer sowie Kronthaler direkt vor unserem Tor die Scheibe nicht über die Linie bekamen (40.).

Im letzten Drittel neutralisierten sich die Mannschaften zunächst weitestgehend. Dann hatte Max Hofbauer die dicke Möglichkeit zur Gästeführung, schob einen Rebound aber knapp vorbei (45.). Jetzt endlich tourten auch die Füchse hoch. Luis Rentsch, doch sehr frei, zielte zu zentral (47.). Dann startete Brad Ross zum Solo und wollte Pätzold umspielen. Irgendwie blieb der Puck unter der linken Schiene und wohl auch vor der Linie klemmen. Sekunden später zog Tomas Andres links auf und davon und bugsierte das Hartgummiteil an die Latte (beides 48.). Die Landshuter blieben auch gefährlich. Mit einem Hechtsprung verhinderte Kuschel den Querpass von Marcus Power zum Freien O’Brien (49.). Dass Hofbauer in Minute 53 unsere Abwehr inklusive Luis Müller überlief, blieb insofern folgenlos, dass Mac Carruth den Puck stoppte. Aber es gab Strafe für unseren Youngster, der nachgehakt hatte. Die Unterzahl war fast überstanden, da bekam Tim Detig unbedrängt die Scheibe nicht aus der Verteidigungszone. Den Fernschuss von Robin Weihager konnte Carruth nicht festhalten, O’Brien stand goldrichtig und staubte ab – 1:2. Wenig später hätten erst Thomas Brandl frei aus vier Metern und Busch per Tip-in den Sack zumachen können. Das ließ Carruth nicht zu (56.). Nach Stockschlag gegen Kuschel bekam Power eine kleine Strafe. Jetzt aber, in Überzahl! Erwähnenswert ist nur ein Mik-Schuss, den Pätzold sicher wegfing (58.). Wieder komplett starteten die Ex-Cannibals den tödlichen Konter. Hofbauer legte schön zurück zu Maximilian Forster, der ganz genau ins linke untere Eck einschoss. Trotz gezogenem Torwart und Auszeit 1:29 min. vor der Schlusssirene ging nichts mehr für unsere Jungs. So konnte der EV Landshut seine Fünf-Spiele-erfolglos-Serie beenden, während Weißwasser wieder (zu) viel Lehrgeld zahlte. Schon am Mittwoch ab 19.30 Uhr gegen Bietigheim gibt es die Gelegenheit, das Eishockeyjahr 2020 mit einem Erfolg versöhnlich abzuschließen.

Schlüsselszene

Das hingeschenkte 1:1 schmeichelte den Gästen zwar, nahm unserem Team aber den Schwung und gab den Landshutern viel neue Energie.

„Fußpucker“

Nach 50 Minuten verlor Jakub Kania seinen Schläger – und klärte elegant mit dem Fuß. Erst klemmte er den Puck zwischen Schlittschuh und Bande, dann unter die Kufe und legte anschließend per Hacke auf Eric Mik ab.

Überlastet?

Ist es eventuell eine Frage der Kraft, dass unsere Top-Reihe zu wenig produziert? Der Block schrubbt in jedem Spiel Eiszeit en masse. Gegen den EVL mussten Kerbashian & Co. auch in Unterzahl oder nach Icing der Gäste ran. Irgendwie kostet das vielleicht die entscheidenden Körner.

Gestöhnt

Dank leerer Halle ist ja fast alles zu hören, was sich auf dem Eis so abspielt. Als Hofbauer und Kronthaler kurz vor der zweiten Sirene die dicke, dicke Chance zum 2:1 vergeigten, stöhnte Landshuts Goalie Pätzold auf der anderen Seite der Eisfläche hörbar laut auf.

Der Top-Spieler: Zach O’Brien

Er fordert die Scheiben, er verteilt die Scheiben, er scheint auf dem Spielfeld überall omnipräsent – und er trifft. Der Kanadier zeigte eindrucksvoll, warum er der DEL2-Top-Scorer (27 Punkte – 12 Tore/ 15 Assists) ist.

Die Trainerstimmen

Leif Carlsson: „Ich muss sagen, dass die Lausitzer Füchse im ersten Drittel viel besser waren als wir. Sie waren schneller, hatten mehr Scheibenbesitz und viele Chancen. Mit dem 1:1 waren wir gut bedient und wollten ab dem zweiten Drittel selbst mehr Scheibenbesitz haben. Das hat gut geklappt. Vor allem im zweiten Drittel hatten wir auch selbst viele Chancen. Es war das Spiel zweier guter Mannschaften, die viel gekämpft haben. Wir konnten zum Schluss zwei Möglichkeiten zu den entscheidenden Toren nutzen. Unser Torhüter Dimitri Pätzold hat über 60 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Aber es war heute auch insgesamt eine starke Mannschaftsleistung.“

Corey Neilson: „Es war an sich ein gutes Spiel von uns. Vor allem im ersten Drittel war es fantastisch – viele Schüsse, viele Chancen. Nur beim Abschluss hatten wir zu wenig Glück. Wir dürfen halt dem Torhüter auch nicht so viel Sicht geben, müssen im Slot besser stehen. Die Jungs haben hart gearbeitet, da kann ich ihnen nichts vorwerfen. Am Ende waren es ein paar Fehler zu viel und dann kamen dumme Strafen dazu. Unsere Kids haben sich durchaus verbessert. Aber sie machen noch ihre Fehler. Wenn also die erfahrenen Spieler nicht treffen und die jungen ihre Fehler machen, kann man so ein Spiel nicht gewinnen. Unser Überzahlspiel fand ich heute schon kreativ. Aber der Ertrag war nicht da.“

Die Statistik

1:0 (15:40) Eric Mik ( Ludwig Nirschl , Philip Kuschel ) PP-1, 1:1 (17:05) Zach O'Brien ( Marcus Power ), 1:2 (54:22) Zach O'Brien ( Robin Weihager , Drew Melanson ) PP-1, 1:3 (58:19) Maximilian Forster ( Thomas Brandl , Drew Melanson )

Strafminuten:

Weißwasser 2 - 4 (0-2-2) Landshut 6-12 (3-1-2)

Schiedsrichter: Tony Engelmann - Jens Steinecke

Linesman: Markus Paulick - Lukas Pfriem

weeEisArena Weißwasser O./L.

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