VERSCHLAFENES ERSTES DRITTEL KOSTET PUNKTE

Sonntag 08.12.2019・17:00 Uhr
Heilbronner Falken - Lausitzer Füchse
7:1
5:0, 1:1, 1:0

OHNE "DRIVE" NICHT INS SPIEL GEKOMMEN

DER BERICHT

Am Familientag und in Sondertrikots traten die Falken gegen die Füchse in der Kolbenschmidt Arena an. Ob es an den Spezialtrikots lag, dass die Falken heute ein völlig anderes Gesicht zeigten, als am Freitag - vielleicht. Unsere Füchse jedoch schienen im ersten Drittel in der Käthchenstadt nur ein Sparringpartner für die Falken zu sein und zeigten auch ein anderes Gesicht als noch am Freitag. 0:5(!) nach den ersten 20 Minuten, Mac Carruth nach 14 Minuten ersetzt durch Niklas Zoschke. Symptomatisch für das Spiel der Unsrigen am heutigen Tag die Schussstatistik nach dem ersten Drittel - 20:4. Auch wenn das Spiel ab dem zweiten Drittel offener war, da war der Drops schon lange gelutscht. Am Ende gewannen die Heilbronner Falken vor 2.482 Zuschauern deutlich und völlig verdient mit 7:1.

Das erste Drittel begann mit einer kalten Dusche für die Füchse. Genau 59 Sekunden waren gespielt, da stand es 1:0 für Heilbronn. Der Top-Scorer Dylan Wruck schlug zu. Er konnte sich ohne viel Gegenwehr die linke obere Torecke aussuchen und schoss den Puck genau dahin. Mac Carruth blieb nur noch, die Scheibe aus dem Netz zu holen. Corey Mapes hatte in der dritten Minute die nächste Chance für Heilbronn, verzog nur knapp. Dann musste Robert Farmer wegen Check gegen Kopf und Nacken 2+10 Minuten auf die Strafbank (4.). Eddy Rinke-Leitans saß die zwei Minuten ab und die Heimischen schlugen erneut zu. Davis Koch entwischte seinem Gegenspieler Clarke Breitkreuz und schob zum 2:0 ein. Chancen der Füchse bis dahin Mangelware. Erst in der 6. Minute die erste halbe Möglichkeit für die Unsrigen. Darcy Murphy konnte ein Fehlabspiel der Falken nicht nutzen, auf der Gegenseite klärte Mac Carruth artistisch bei einem Konter der Heimischen. In der 7. Minute war es dann erneut Darcy Murphy der nicht an Matthias Nemec im Falken-Tor vorbei kam. Im Gegenzug klärte Mac Carruth einmal mehr glänzend gegen Dylan Wruck, der den Puck in Baseballmanier ins Tor drücken wollte. Die Füchse taten sich enorm schwer, überhaupt ins Spiel zu kommen. Unnötige und schnelle Scheibenverluste schon im Aufbau und Ungenauigkeiten machten den Gegner wieder einmal stark. Und so nutzten die Kätchenstädter jede Möglichkeit zum Torschuß und letztlich zum Torerfolg. In der 11.Minute schlug Youngster Yannick Valenti zu, nachdem die Falken die Füchse schwindelig kombiniert haben. In Unterzahl, Moritz Wirth saß wegen Ellbogen-Check auf der Strafbank, erzielten die Falken einen weiteren Treffer. Ein Fehler beim Powerplay, Eddy Rinke Leitans spielte Keussen an der blauen Linie im Angriffsdrittel unsauber an, Derek Damon ging mit dem Schläger dazwischen und machte sich auf und davon. Beim zwei-auf-eins Konter sah er den mitgelaufenen Alexander Nikiforuk und der machte das 4:0 in Unterzahl (14.). Danach holte Corey Neilson Mac Carruth vom Eis und Niklas Zoschke kam zu seiner ersten Eiszeit in der DEL2 in dieser Saison. Aber auch er konnte gegen das 5:0 (15.) durch Dylan Wruck nichts ausrichten. Bei diesem Gegentreffer hatten die Füchse wieder einmal die Strafbank vergessen, wo ja noch Moritz Wirth saß. Seine Strafe lief genau in dem Moment ab, als die Falken in Puckbesitz kamen. Kaum auf dem Eis zurück holte er sich die Scheibe im Angriffsdrittel, schob sie auf den mitgelaufenen Dylan Wruck und sein Schuss flutschte Niklas Zoschke durch die Schoner. Kein guter Einstand für Niklas, aber in der 17. Minute konnte unser Goalie dann seinen ersten Safe bei einem Schuss von Kevin Maginot verbuchen. Auch zehn Sekunden vor der Drittelsirene musste er gegen den Falken-Stürmer noch einmal eingreifen. Um es vorweg zu nehmen. Niklas Zoschke musste zwar drei Schüsse passieren lassen, hielt aber auch 31, was eine Fangquote von 91.8 % macht.

Im zweiten Drittel hatten die Füchse die erste Chance durch Tomas Andres, der aber an Matthias Nemec scheiterte. Dann erneut Überzahl für die Füchse (24.), Michael Knaub musste wegen hohen Stocks zwei Minuten zuschauen. Es war zwar ein druckvolles Powerplay, aber es gab kaum Schüsse auf das Nemec-Gehäuse, so blieb die Möglichkeit ungenutzt. Großchance dann wieder für die Gastgeber (26.). Zu viel Platz für die Heilbronner Stürmer vor dem Füchse-Kasten und Miller mit dem Queranspiel auf Nikiforuk, der aber die Scheibe vor dem leeren Tor nicht traf. In der 31. Minute leistet sich Brock Maschmeyer einen Fehlpass im eigenen Drittel, aber George der die Scheibe aufnahm mit zu viel Kleinklein und die Chance war dahin. Thomas Reichel hatte in der 32. Minute mit einem Break in Unterzahl, Jakub Kania saß wegen Halten zwei Strafminuten ab, die Möglichkeit zum ersten Treffer, verzog aber bei seinem Abschluss. Besser machten es kurz darauf die Falken durch Davis Koch, der alle Freiheiten der Welt vor dem Tor hatte und sich die Ecke aussuchen konnte (32.). Auch danach viel Arbeit für unseren Keeper, weil Heilbronn weiter Druck machte. Chancenmäßig glänzten die Füchse auch in diesem zweiten Abschnitt nicht. Ein Schuss von Monteith (35.) soll hier Erwähnung finden, der aber in den Fängen von Matthias Nemec landetet. Rinke-Leitans noch mit einer guten Aktion, beim zwei-auf-eins Konter, aber er wartete einen Tick zu lange mit dem Abspiel und dann war der Passweg zu Hammond zu (35.). Kurz darauf aber doch der erste Treffer der Füchse durch Jordan George, der einen Rebound nach Breitkreuz-Schuss zum 1:6 nutzte (36.). Eine weitere Unterzahl mussten die Angereisten (36.) überstehen, weil Feodor Boiarchinov seinen Stock zu hoch einsetzte. Gut 90 Sekunden standen die Gelben während der Unterzahl unter Dauerdruck der Falken bis sie sich befreien konnten. Die beste Chance gab es für Davis Koch. Kurz darauf, Weißwasser war wieder vollzählig, parierte der Falken-Schlussmann einen Keussen-Schuss mit der Schulter. Die letzte Chance für die Füchse hatte Mike Hammond, der einen Querschuss von Boiarchinov, im Slot verpasste (40.).

Ins letzte Drittel starteten die Füchse zwar mit dem Bullygewinn, aber die erste Chance hatten die Falken durch Valenti, Niklas Zoschke war jedoch wachsam. Zumindest merkte man den Unsrigen an, hier und jetzt am Ergebnis noch etwas ändern zu wollen. So hatte Jordan George meine gute Möglichkeit (43.), sein Schuss verfehlte allerdings das Ziel. Dann wieder Unterzahl für die Füchse. Clarke Breitkreuz musste wegen Stockschlags auf die Strafbank (45.) und es dauerte genau 18 Sekunden bis die Falken ihren dritten Überzahltreffer erzielten. Torschütze war erneut Yannick Valenti. Weißwasser konnte nun nicht mehr so richtig und Heilbronn musste nicht mehr. So hatten Robert Farmer noch eine Einschussmöglichkeit nach einem Pass von Feodor Baoirchinov, fuhr aber zu dicht vor das Nemec-Gehäuse(50.) sodass der Abschluss verpuffte. Dann durfte sich auch Niklas Zoschke wieder auszeichnen bei einem Torschuss von Pierre Preto (50.). In der 51. Minute gab es noch einmal Überzahl für die Füchse. Alexander Nikiforuk musste wegen Stockschlag auf das Sünderbänkchen. Eine gute Möglichkeit für Mike Hammond, aber das war‘s dann auch. Dafür waren die Falken immer wieder gefährlich. Die Füchse kamen jetzt nur noch sporadisch vor das Heilbronner Tor. So noch einmal in der 55. Minute, als Oliver Granz einen Querpass in den Slot spielt und Breitkreuz nur knapp verpasste. Dann musste auf der Gegenseite Niklas Zoschke Kopf und Kragen riskieren bei einem Angriff der Falken. Plötzlich gab es einen Pfiff der Referees und eine Bankstrafe gegen die Füchse wegen unsportlichem Verhalten. Was auch immer der Grund dafür war, sollte sich in der Pressekonferenz zeigen. 23 Sekunden später ging auch noch Daniel Schwamberger wegen Stockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank. Das hieß noch einmal 3 gegen 5 für knapp 100 Sekunden (56.). Hier konnte sich Niklas Zoschke mehrmals bei Schüssen von Valenti und Gervais auszeichnen (57.). Mike Hammond suchte noch einmal den Abschluss (58.), scheiterte aber an Matthias Nemec. Die letzte Möglichkeit gab es für Heilbronns Davis Koch, aber Niklas Zoschke ließ nichts mehr zu (59.).

Schlüsselszene

Die 14./15.Minute mit dem „Doppelschlag“ zum 4:0 und 5:0 der Falken. Erst kassierten die Füchse den Treffer bei eigener Überzahl durch Alexander Nikiforuk und 50 Sekunden später der nächste Treffer durch Dylan Wruck. Der Pass kam übrigens von Moritz Wirth, der gerade von der Strafbank kommend, einem Puck hinterher sprintete und mustergültig auflegte.

Erster Einsatz

Niklas Zoschke kam in der 14. Minute zu seinem ersten DEL2-Einsatz. Er kassierte zwar in den verbleibenden 46 Minuten drei Gegentore, hielt aber 31 Schüsse auf seinen Kasten. Fangquote: 91,8 %.

Spieler des Tages: Dylan Wruck

Mit seinen beiden Treffern zum 1:0 und zum 5:0 war er wesentlich am Erfolg der Falken beteiligt. Er sorgte über die gesamte Spielzeit für viel Unruhe vor dem Tor unserer Hüter und war ständig präsent und anspielbar.

Unsportlich?

In der 55. Minute gab es eine Bankstrafe gegen die Lausitzer Füchse wegen unsportlichem Verhalten. Wer und was auch immer auf Füchse-Seite in Richtung Referees gesagt wurde und zu bestrafen war, Corey Neilson entschuldigte sich auf der Pressekonferenz dafür. Das war dann wiederum sportlich korrekt.

Jubiläum

Ein sportlich wohl seltenes Jubiläum beging HSR Stefan Vogl, der heute sein 1.000. Spiel leitete. Herzlichen Glückwunsch!

Die Trainerstimmen

Corey Neilson: „ Es war ein unglaublicher Start der Heilbronner Falken. Es ist ein technisch unglaublich beschlagenes Team mit einer hervorragenden Puckkontrolle. Im Normalfall gibt ein Team zu Hause eine 5:0 Führung auch nicht mehr ab. Ich habe dann den Torhüter gewechselt, weil er heute nicht den Zugriff auf das Spiel hatte und ich ihn schützen wollte für die nächsten Spiele. Jedes Mal wenn wir hierher kommen, kriegen wir nicht den Drive und kommen nicht ins Spiel. Ich muss mich fragen, was ich das nächste Mal anders machen muss. Im zweiten und dritten Drittel war es ein offeneres Spiel, wo wir mehr Spielanteile hatten. Heilbronn hat heute verdient gewonnen. Ich möchte zur Bankstrafe wegen unsportlichem Verhalten noch sagen, dass es überhaupt nicht unser Ansatz ist, unsportlich zu sein oder Schiedsrichter zu beschimpfen. Im Gegenteil, wir wollen mit Freundlichkeit und Fairness überzeugen. Es ist passiert, war aber nicht im Sinne des Teams sich so zu verhalten und Offizielle zu beschimpfen.“

Alexander Mellitzer: „ Nach dem Freitag wollten wir heute eine Antwort zeigen und es nach den 8 Gegentoren anpacken und das ist uns geglückt. Es ist eine lange Busfahrt von Weißwasser und wir wollten einen schnellen Start haben und dass wir nach dem ersten Drittel mit 5:0 führen, war jetzt so nicht geplant aber wir nehmen es natürlich auch. Die Art und Weise wie wir gespielt haben, mir hat sehr gut das Tempo gefallen, mir haben die Spielzüge gefallen, wir haben viel Nord-Süd gespielt haben. Mir hat gefallen, wie wir vor dem eigenen Tor hart verteidigt haben. Dort haben wir keinen Gefangenen gemacht. Ja, wir haben drei Punkte. Am wertvollsten ist aber die Antwort auf Freitag, wie das Team heute gespielt hat.“

Die Statistik

1:0 (1.) Dylan Wruck ( Yannik Valenti, Brock Maschmeyer), 2:0 (5.) Davis Koch ( Bryce Gervais , Brock Maschmeyer PP-1), 3:0 (11.) Yannik Valenti ( Ian Brady , Bryce Gervais ), 4:0 (14.) Alexander Nikiforuk ( Derek Damon SH-1), 5:0 (15.) Dylan Wruck ( Moritz Wirth , Davis Koch ), 6:0 (33.) Davis Koch ( Alexander Nikiforuk , Derek Damon PP-1 ), 6:1 (36.) Jordan George ( Clarke Breitkreuz , Joel Keussen ), 7:1 (45.) Yannik Valenti ( Ian Brady , Alexander Nikiforuk PP-1)

Foto: PMFDesign/DEL2

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