HEIMDEBAKEL

Samstag 03.04.2021・17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - ESV Kaufbeuren
5:9
0:3, 1:1, 4:5

FÜCHSE NACH 5:9-KLATSCHE GEGEN KAUFBEUREN NUR NOCH DREIZEHNTER

DER BERICHT

Es mag ja sein, dass nach dem Verpassen der Playoffs die Luft raus ist bei den Lausitzer Füchsen. Aber muss man sich deshalb gleich neun faule Eier ins Osternest legen lassen? Es hatte etwas von paradox: Da kriegen die Kaufbeurer am Donnerstag in Kassel beim 3:10 die Bude voll, um sich zwei Tage später in unserem Bau den Frust von der Seele schießen zu dürfen. Und wenn dann unser Goalie noch der beste Akteur des Teams war, sagt das viel über die heutige Darbietung. Eric Steffen bekam jedenfalls den Vorzug vor dem Angeschlagenen Mac Carruth. Brad Ross war – mal wieder – gesperrt. Für ihn trug Andrew Clark das „C“. Bennet Roßmy rückte in den ersten Sturm zu Rylan Schwartz und Tomas Andres. Im zweiten Angriff blieb es bei den bewährten Thomas Reichel, Clark und Jonathon Martin. Was aber nie wirklich klappte, war das Abwehrverhalten. Wann immer die Allgäuer es nur wollten, kamen sie zu gefährlichen Aktionen. Überhaupt hatte man schon nach der Hälfte des ersten Drittels den Eindruck, da spielt heuer ein Team, das richtig Lust auf Eishockey hat, gegen eins, das halt antreten musste.

Nach 100 Sekunden hatten die Blau-Gelben drei Icings produziert, ehe Florin Ketterer (2.) und Max Lukes (3.) bei den ersten guten Gästechancen unseren jungen Goalie auf die Probe stellten, der hellwach war. Die Heimischen antworteten mit einem Direktschuss von Korbinian Geibel, der über den Drahtkäfig von Maximilian Meier zischte. Stephane Döring bekam den Rebound nicht unter Kontrolle. Dann ging es ganz fix. Der ESVK konterte über rechts, Sami Blomqvist zielte schräg ins lange Eck und das Ding zappelte. Die Füchse schienen nicht wirklich geschockt. Martin bekam zu wenig Druck auf die Rückhand (5.), Roßmy klaute sich die Scheibe in der Angriffszone und versuchte es wie Blomqvist (7.). Doch Meier war jeweils zur Stelle. Vor unserem Gehäuse konnte der 0:1-Schütze im letzten Augenblick von Nick Walters geblockt werden (8.), ehe es Luis Rentsch und Martin (beide 12.) erfolglos gegen Meier probierten. Branden Gracels Schräg-Schlenzer verschwand nicht ganz in Steffens Fanghand, sprang aber hoch über unser Tor (13.). Und als dann Sami Blomqvist aus unmöglich spitzem Winkel zum Hochschuss ansetzte, zischte die Scheibe irgendwie ins kurze Eck. Die Zwei-Tore-Führung gab den Gästen Sicherheit. Nach 18 Minuten die erste Strafe des Tages gegen Jon Martin, der Max Oswald in die Bande gecheckt hatte. Als ein Direktschuss von John Lammers nur an den Außenpfosten knallte, schien die erste Pause mit nur 0:2 erreichbar. Doch noch einmal starteten die Rot-Gelben durch. Philipp Krauß war freigespielt und vollendete mühelos. Und nun?

In den Mittelabschnitt starteten unsere Jungs etwas energischer. Clark verzog aber aus nur vier Metern (22.). Und als dann Rylan Schwartz das Spielgerät vor unserem Tor an Fabian Voit verlor, bedankte der sich sofort und stellte auf 0:4. Nun nahm es peinliche Züge an. Die Partie verflachte etwas. Schwartz konnte seinen Fauxpas freistehend vor Meier nicht ausbügeln (30.), und Clark und unser Rothelm vermochten aus bester Position auch nach 32 Minuten den EHC (noch) nicht auf die Anzeigetafel zu bringen. Der hatte Glück, als Steffen ganz schnell im langen Eck war, um dort Lammers Geschoss zu stoppen (34.). Da saß Andrew Clark auf der Strafbank. Wieder komplett, erreichte ein langer Pass von Geibel genau die Kelle von Roßmy. Der stiefelte los und schloss überlegt mit der Rückhand ab. Würden nun die Weißwasseraner kommen? Nein! Schon im Gegenzug hatte Voit viel Platz vor Eric Steffen, der stark hielt (38.). Und auch gegen Lammers und Tyler Spurgeon verhinderte der 20-Jährige einen höheren Rückstand. Das 1:4 nach 40 Minuten verhieß dennoch nichts Gutes.

Das Schlussdrittel verkam dann zum „Tag der offenen Tore“. In Überzahl und von der Blauen Linie traf Julian Eichinger zum 5:1. Nur 36 Sekunden später versenkte Gracel nach Blomqvist-Kracher den Nachschuss. Ein bisschen wehrten sich die Füchse. Tomas Andres wurde bei einem Solo noch gestoppt – etwas regelwidrig (43.). Im Powerplay traf Clark erst die Oberkante des Torgestänges und wenig später fälschte Reichel eine Schwartz-Hereingabe in die Maschen ab. Die Resultatskosmetik ging weiter. Thomas Reichel durfte marschieren, machte das, verlud auch noch Max Meier und stellte auf 3:6. Jetzt witterte der eine oder andere Morgenluft. Und als Tobias Wöhrle zur Mitte der letzten Periode auf die Strafbank geschickt wurde, beorderte Coach Chris Straube unseren Keeper vom Eis. Mit sechs gegen vier erzwangen die Füchse das 4:6, weil Clark aus spitzem Winkel, gut freigespielt, einhob. Aber geradezu typisch vergaßen die Unsrigen noch immer das Verteidigen. Nur 45 Sekunden nach dem 4:6 lag der Puck wieder hinter Steffen im Netz. Blomqvist lenkte frei vor unserem Goalie ein. Nix also war es mit dem Momentum auf unserer Seite. Und es kam noch dicker. John Lammers bediente Tobi Wöhrle, der das 8:4 besorgte. Aus einem Bully heraus verkürzte Luis Rentsch postwendend auf 5:8. 226 Sekunden vor Ultimo machte Steffen wieder Platz für den zusätzlichen Feldspieler. Eine Strafe für Nick Ross beendete das Anrennen der Gastgeber. Nun hatte Eric Steffen wieder Gelegenheit, sich gegen Lammers, Joseph Lewis oder Gracel auszuzeichnen. Als ein Querpass Tyler Spurgeon am langen Pfosten erreichte, waren „alle Neune“ gefallen. Und das Gute zum Schluss: Es wurde nicht zweistellig… Was bleibt, ist die Frage: Wo sind unsere Führungsspieler, an denen sich unsere jungen Leute aufrichten können? Ein Blick auf die Torschützenliste heute gibt da interessante Antworten.

Schlüsselszene

Will man nicht das gesamte erste Drittel als Schlüsselszene nehmen, dann war es eben der Treffer zum 0:2. Danach waren die Messen an sich schon gelesen.

Österlicher Beistand

Familiäre „Unterstützung“ zu Ostern hatte unser Youngster Bennet Roßmy, der eine gute Partie machte und unter den Augen von Vater und Bruder sogar ein Tor erzielen konnte.

Positionsuntreue

Im Schlussabschnitt gab es eine Phase, da war alles anders: Plötzlich verteidigte mal Bennet Roßmy, dafür stürmte Nick Walters. Paul Reiner und Moritz Raab, bis dahin vorne unterwegs, standen nun als Abwehrpärchen auf dem Eis. Vielleicht hatte es etwas damit zu tun, dass Ondrej Pozivil nicht zu Ende spielen konnte. Insgesamt aber war es verwirrend.

Goalierochade

„Jetzt, da die Playoffs auch rechnerisch nicht mehr möglich sind, haben wir uns entschieden, Mac Carruth eine Pause zu geben. Er hat eine Fußverletzung, mit der er bisher aber gespielt hat. So hatte Eric Steffen die Gelegenheit, mal von Anfang an im Tor zu stehen“, erklärte Trainer Straube die Besetzung der Torhüterposition.

Kapitänsamt

Heute lief Andrew Clark als Mannschaftskapitän auf. Gut möglich, dass er Brad Ross als „C“ beerbt. Trainer Straube auf die Frage, ob Clark Kapitän bleibt: „Das werden wir sehen und intern entscheiden.“

Ostergeschenk

Nach der Schlusssirene wurde Mac Carruth doch noch aktiv. Er krallte sich den Spielpuck und warf ihn über die Bande zum Nachwuchs von Nick Ross.

Der Top-Spieler: Sami Blomqvist

Drei Tore, eine Vorlage – so sieht ein Spieler aus, der den Unterschied ausmacht. Und der Finne sprühte auch nur so vor Spielfreude.

Die Trainerstimmen

Rob Pallin: „Das erste und zweite Drittel von uns haben mir gefallen. Aber im dritten war ich gar nicht mehr zufrieden. Es war heute das erste Spiel nach über zwei Monaten Pause für unseren Torhüter Max Meier. Er hat das stark gemacht. Aber im letzten Drittel hat ihn die Mannschaft nicht mehr unterstützt. So kann man defensiv nicht spielen. Über die drei Punkte bin ich froh. Es ist immer gut, wenn du Auswärtspunkte holst. Und in der letzten Zeit haben wir auch viele gute Spiele abgeliefert.“

Chris Straube: „Das waren heute zu viele individuelle Fehler zur falschen Zeit! Sicher ist es ein Luxus, einen Mac Carruth im Tor zu haben. Heute aber hätten die Jungs den Eric Steffen besser unterstützen müssen. Wenn du solchen Klassespielern wie Blomqvist zu viel Zeit und Raum gibst, um auf’s Tor zu schießen, dann könnte das auch Carruth nicht retten. Wir haben uns bis zum 4:6 zurückgekämpft, dann aber schlimme Fehler gemacht, die zum 4:7 und 4:8 führten. Die haben uns letztlich das Spiel gekostet.“

Die Statistik

0:1 (03:21) Sami Blomqvist ( Branden Gracel , Fabian Koziol ), 0:2 (15:22) Sami Blomqvist ( Branden Gracel , Julian Eichinger ), 0:3 (19:39) Philipp Krauß ( Florian Thomas , Max Lukes ), 0:4 (24:08) Fabian Voit ( Florin Ketterer ) 1:4 (37:23) Bennet Roßmy ( Korbinian Geibel , Stephane Döring ), 1:5 (41:15) Julian Eichinger ( John Lammers , Daniel Oppolzer ) PP-1, 1:6 (41:51) Branden Gracel ( Joseph Lewis , Sami Blomqvist ), 2:6 (43:52) Thomas Reichel ( Rylan Schwartz , Nicholas Ross ) PP-1, 3:6 (46:55) Thomas Reichel ( Jonathon Martin , Rylan Schwartz ), 4:6 (50:56) Andrew Clark ( Jonathon Martin , Nicholas Ross ) EA PP-1, 4:7 (51:21) Sami Blomqvist ( Branden Gracel , Joseph Lewis ), 4:8 (53:03) Sami Blomqvist ( Branden Gracel , Joseph Lewis ), 5:8 (54:18) Luis Rentsch ( Tomas Andres ), 5:9 (59:04) Tyler Spurgeon ( John Lammers , Tobias Wörle ) PP-1

Strafminuten

Weißwasser 6-20 (2-14-4) Kaufbeuren 3-6 (0-2-4)

Schiedsrichter

Marc-Andre Naust - Michael Klein (John-Darren Laudan - Julian Laudan)

weeEisArena Weißwasser O./L.

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