GROSSER KAMPF BLEIBT UNBELOHNT

Sonntag 03.11.2019・17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - Löwen Frankfurt
1:3
1:2, 0:0, 0:1

FRANKFURT GEWINNT DANK BESSERER CHANCENVERWERTUNG

DER BERICHT

Auch das letzte Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause brachte keinen Zuwachs mehr auf dem EHC-Punktekonto. Gegen die Frankfurter Löwen, gegen die es letztmals im Januar 2018 einen Sieg gab, unterlagen die Füchse mit 1:3. Die Niederlage war unnötig und unglücklich zugleich. Denn ab dem Mittelabschnitt hatten unsere Jungs über weite Strecken die klar besseren Tormöglichkeiten, trafen das Gehäuse aber nicht mehr. Vielleicht waren acht Spiele in den letzten 17 Tagen doch ein paar zu viel. Allerdings war man den Hessen heuer zumindest kräftemäßig nicht unterlegen. Ausschlaggebend war ein Stotterstart mit schneller Strafe und raschem Rückstand.

Spielverlauf

Die Partie war gerade 15 Sekunden alt, da schickten die Unparteiischen Oliver Granz wegen Stockchecks auf die Strafbank. Weitere 23 Sekunden später zappelte das Spielgerät in unserem Netz. Eduard Lewandowski hatte abgezogen, Adam Mitchell die Kelle reingehalten und unhaltbar abgefälscht. Das nennt man dann wohl einen Auftakt nach Maß – für die Gäste. Die hielten ihr Spiel durchweg einfach und sorgten damit immer wieder für Gefahr. Sebastian Streu, der zu nah an Löwen-Goalie Patrick Klein herangefahren war (4.) und Jordan George mit einem Schrägschuss in Überzahl, der am langen Eck vorbeiflog (7.), hatten die ersten guten Tormöglichkeiten für die Unsrigen. Und dann schepperte es. Daniel Schwamberger schleppte die Scheibe um das Klein-Gehäuse, passte zu Jakub Kania und der schoss sie hinein. Fortan war das Geschehen ausgeglichen wie das Spielresultat. Weil die Hessen aber bei fast jedem Angriff einen oder gar zwei Cracks vor unserem Hüter Mac Carruth platzierten, hatte der zumeist schlechte Sicht und jeder Schuss der Angereisten brachte Gefahr. Gegen Carter Proft, der sich diesmal immer wieder die Zähne am Ami in unserem Tor ausbiss, reagierte Mac Carruth stark (10.). Gegenüber fand Philip Kuschel beim Doppelversuch seinen Meister in Klein (13.). Dann schlug Maximilian Faber zu. Der ganz starke Verteidiger der Mannschaft aus der Mainmetropole sah die Lücke, zielte, zog ab und traf oben rechts. Keeper Carruth sah den Puck erst, als er schon im Netz lag. Gegen Roope Ranta (17.) und Martin Buchwieser (18.) bewahrte uns unser Hüter vor einem höheren Rückstand.

Mit Beginn des Mittelabschnitts holten die Oberlausitzer den Kontrahenten viel früher ab und verhinderten so Spaziergänge durch die neutrale Zone. Nach einem riskanten Pass von Olliver Granz schoss David Suvento unseren Nicolas Strodel ab, der erfolgreich den „menschlichen Block“ gab (22.). Routinier Lewandowski kam mit seinem Schrägschuss an Mac Carruth nicht vorbei (24.). Dann aber übernahm unser Team die Regie. Granz traf per Fernschuss nur den Pfosten (31.), Kapitän Breitkreuz verzog frei aus vier Metern nur ganz knapp (32.) und für Sebastian Streu war aus drei Metern der Winkel etwas zu ungünstig (33.). Bei vier gegen vier legten die Heimischen unfreiwillig für Max Faber auf, doch Carruth fuhr weit aus seinem Gehäuse und beschnitt dem Löwen-Scharfschützen so den Winkel (35.). Danach hätten Robert Farmer (36.), Mike Hammond und im Nachsetzen Jordan George (38.) sowie Jakub Kania, der herrlich freigespielt zum Schuss kam (39.), ausgleichen können, vielleicht sogar müssen. Inzwischen aber war Patrick Klein auf Betriebstemperatur und ließ unser Ensemble verzweifeln.

So ging es noch immer mit 1:2 in die letzte Periode, in der zunächst Stephen MacAulay den Puck an Jordan George überließ, der weder mit dem ersten noch dem Nachschuss Klein überwinden konnte (41.). Robert Farmer brachte das Hartgummiteil im Powerplay dann am Löwen-Schlussmann vorbei, doch es rutschte an den Innenpfosten und von dort wieder heraus (47.). Nun kamen die Gäste wieder. Proft zielte frei ein Stück zu hoch (48.). Und Roope Ranta, im Bau ja garantiert kein Unbekannter, rutschte nach Solo in Mac Carruth und mit diesem ins Tor. Der Videobeweis zeigte, dass der Puck aber nicht über der Linie war (50.). Den letzten Riesen der Füchse vergab George (53.). Weil aber auch Proft (55.) und das Duo Ranta/ Lewandowski an Carruth scheiterten, blieb es sehr eng. 79 Sekunden vor Ultimo machte Mac Carruth für den sechsten Feldspieler Platz. Doch es reichte nicht mehr für Geordnetes. Statt dessen erreichte die Scheibe MacAulay kurz nach der Mittellinie. Und der besorgte per empty-netter fünf Sekunden vor der Sirene den Endstand. Schade, denn heuer war für unsere Mannschaft definitiv mehr möglich.

Schlüsselszene

Das war die erste Minute! Nach dem ersten Drittel in Bad Tölz, das 0:3 aus Füchse-Sicht ausging, startete Weißwasser wieder nicht wach genug, lag schnell hinten und war wieder zum Aufholen gezwungen. Dazu kam, dass man den Gästen anfangs viel zu viel Platz für deren einfaches und schnelles Spiel ließ.

Umstellungen

Sebastian Streu in Reihe eins, Clarke Breitkreuz in Reihe drei – es schien so, als wolle Coach Corey Neilson ausgeglichenere Reihen sehen. Allerdings begründete der Oberfuchs die Umstellungen so: „Wer gut spielt, rutscht in den Reihen nach oben, wer schlecht ist, eben runter.“

Schmerzhaft

Nach 15 Minuten flog der Puck in unmöglich spitzem Winkel über die Löwen-Bank aus dem Spielfeld und traf einen Sanitäter, der hinter der Scheibe am Spielereingang stand. Der Mann musste mit einer stark blutenden und schweren Kopfverletzung nach Görlitz ins Krankenhaus gebracht werden. Gute und schnelle Besserung!!!

Faustkampf

Nach 31 Minuten gab Darren Mieszkowski in der Eismaschinen-Bandenecke den „sterbenden Löwen“. Martin Buchwieser sann auf Rache und legte sich mit Jakub Kania an, der das folgende Faustduell deutlich für sich entschied. Dass Buchwieser mit nur leichter Blessur davon kam, verdankt er den Linesmen, die unseren Abwehrmann vehement stoppten.

Ungerecht

Es lief Minute 34, als sich Robert Farmer schützend vor unserem Torhüter aufbaute und dafür von David Suvanto einen Schlag verpasst bekam. Unsere Nummer 19 haute nicht zurück – und musste dennoch mit auf die Strafbank. Regelverstoß: Halten des Schlägers… Solche Entscheidungen provozieren Selbstjustiz.

Der Top-Spieler: Maximilian Faber

Die Gäste hatten mehrere Ausfälle im Defensivverbund zu beklagen. Da schwang sich Faber zu einer ganz starken Leistung auf. Der 26-Jährige nahm jede Menge Eiszeit, kurbelte immer wieder das Spiel der Hessen an und war an allen drei Toren, von denen er das zweite selbst erzielte, beteiligt.

Die Trainerstimmen:

Matti Tiilikainen: „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet und auch die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel waren in Ordnung. Danach hatte Weißwasser viele gute Chancen. Beide Torhüter haben stark gehalten. Das Match war sehr eng. Wir haben defensiv sehr gut gestanden. Das war heute auch dem Teamgeist geschuldet, denn alle haben auch nach hinten gearbeitet.“

Corey Neilson: „Ich will ja immer gewinnen und es war wirklich hart, heute zu verlieren. Aber die Mannschaft hat sich gut verkauft. Wir haben gut gespielt, waren stark in den Zweikämpfen und haben stets dagegengehalten. Frankfurt ist aber auch ein richtig tolles Team. Dazu hatten wir wieder wenig Glück im Abschluss, wie schon in den letzten Spielen. Und wenn dann ein Spieler wie Joel Keussen fehlt, der den Unterschied ausmachen kann, ist das schlecht für uns. So hatten wir mit Kuschel, Karrer und Granz eine sehr junge Verteidigung. Wegen der vielen Spiele in den letzten beiden Wochen blieb uns auch keine Zeit, gezielt zu trainieren und etwas einzustudieren.“

Die Statistik

0:1 (1.) Adam Mitchell ( Eduard Lewandowski , Maximilian Faber - PP1), 1:1 (9.) Jakub Kania ( Daniel Schwamberger , Philip Kuschel ), 1:2 (15.) Maximilian Faber ( Lukas Koziol , Luis Schinko ), 1:3 (60.) Stephen MacAulay ( Carter Proft , Martin Buchwieser EN EQ)

Es gibt übrigens noch ein zweites wichtiges Ergebnis am heutigen Abend. Die von den Fans initiierte Tombola bei der Aktion #fürgerrit war ein großartiger Sieg für den guten Zweck, denn alle 500 Preise wurden noch vor Spielbeginn verkauft. Somit sind bis jetzt mindestens 2.500 Euro für Gerrit eingenommen worden. Ein großes DANKE dafür an euch alle!

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