EIN ROHRKREPIERER

Sonntag 02.01.2022・17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - Tölzer Löwen
0:4
0:1, 0:2, 0:1

FÜCHSE BLEIBEN BEIM 0:4 GEGEN 12 TÖLZER FELDSPIELER ERSTMALS OHNE EIGENEN TREFFER

DER BERICHT

Wer gehofft hatte, unsere Lausitzer Füchse würden nach dem 2:0-Auswärtserfolg im letzten Spiel des alten Jahres in Selb nun daheim gegen Bad Tölz eine Neujahrsrakete zünden, der wurde bitter enttäuscht. Das Unterfangen, mal eine Siegesserie zu starten, ging nach hinten los – mit Vehemenz! Dabei brachten die Buam nur 12 Feldspieler mit in die Oberlausitz. Okay: Bei den Unsrigen fehlten neben Clarke Breitkreuz und Richard Mueller auch (erneut) Stéphane Döring und Eric Valentin (erkältet). Trotzdem wurden mit Daniel Visner und Ilya Fleischmann vier Sturmreihen gebaut. Das Ziel war ja klar: Mit schnellem Spiel und Druck in der gegnerischen Zone sollte das „Häuflein der aufrechten 12“ müde gekämpft werden. Doch nicht die Gäste fielen in Lethargie. Bis auf den Schlussabschnitt war die Performance unserer Blau-Gelben erschreckend schwach. Bad Tölz spielte einfach, Weißwasser „wenig“…

Coach Chris Straube schickte Roope Mäkitalo mit Peter Quenneville und Hunter Garlent in das Neujahrsspiel. Luis Rentsch, Toni Ritter und Philip Kuschel kamen als zweiter Sturm, Ilja Fleischmann, Tim Detig und Paul Reiner als dritter sowie Daniel Visner und Luis Müller im vierten Angriff. Das Match begann mit derart „viel“ Tempo und Intensität, dass man sich knapp zur Hälfte der ersten Periode fragte, ob das Einspielen schon vorbei sei. Tölz hielt die eigene Blaue Linie und setzte auf schnelle Konter. Die Füchse versuchten den sicheren Spielaufbau, der derart langsam war, dass es zunächst gar keine Torchancen gab. Erst als Oliver Ott direkt vor Leon Hungerecker einen Schuss von Markus Eberhardt abfälschte, wurde es brenzlig (9.). Und auch fortan kam nur Bad Tölz. Bei angezeigter Strafe für Mäkitalo zog Philipp Schlager schräg ab. Hungerecker parierte mit der Stockhand (10.). Während der Überzahl probierte es Tim Miller vom Ende des linken Bullypunktes. Unser Goalie fing die Scheibe sicher weg. Und als wir gerade wieder komplett waren, lenkte Ott frei vor Hungerecker knapp am Tor vorbei (beides 13.). Bei einem verdeckten Schuss von Miller war unser Hüter auch noch zur Stelle (15.) – wenig später aber machtlos. Nach einem unnötigen Scheibenverlust in der EHC-Verteidigungszone kam das Spielgerät zu Schlager, der von der Blauen Linie abzog. Miller hielt die Kelle dazwischen und das Hartgummiteil schlug ein. Zweifelsohne: Die Führung der Kurstädter war verdient. Deren nächstes Powerplay verteidigten die Füchse gut. Und dann – fast mit der ersten Pausensirene – gab es doch noch eine Tormöglichkeit für Weißwasser. Hunter Garlent tankte sich in Unterzahl über links durch, verzog aber vor Keeper Jimmy Hertel (20.).

Auch die zweiten 20 Minuten begannen mit einer Strafe gegen die Heimischen. Tim Detig musste wegen Beinstellens gegen Nico Kolb raus. Einen Schrägschuss von Cam Spiro krallte sich Leon Hungerecker (22.). Und als Philipp Schlager einschussbereit am langen Eck lauerte, war unser Torwart ganz schnell da (23.). Wieder komplett, lebte das blau-gelbe Spiel von Einzelaktionen. In der ersten Füchse-Überzahl versuchte es erst Mäkitalo alleine, ehe Peter Quenneville zwei Gewaltschüsse auspackte. Hertel war da auf dem Posten (alles 28.). Von der Strafbank kommend durfte Ott ein Solo laufen, kam an Hungerecker jedoch nicht vorbei (29.). Das glückte Schlager, der von der Blauen Linie knallte und Garlents Bein traf. Die Scheibe, so abgefälscht, zischte ins Netz. Danach hätten Spiro ganz frei vor unserem Goalie (31.) und Ian Brady im Powerplay (33.) schon erhöhen können. Nun endlich berappelten sich die Füchse etwas. Quenneville wurde beim Unterzahl-Solo beim Abschluss gerade noch so (erfolgreich) gestört, ehe ein Schuss von Brett Carson durch Hertels Beine rutschte, aber von Marcus Götz von der Linie gewischt werden konnte (beides 35.), wie der Videobeweis zeigte. Dann hatte Brady wieder viel Platz, kam aber nur bis zu Hungerecker (37.). Gegenüber probierte Quenneville nach Schuss von Jens Baxmann den Nachsetzer, schoss aber nur Hertel an (38.). Wenig später bekam Toni Ritter wegen eines Haltens in der neutralen Zone zwei Strafminuten. Und diesmal konnten es die Oberbayern nutzen. Markus Eberhardt fälschte einen Brady-Schuss ganz geschickt zum dritten EHC-Gegentreffer ab. War das kurz vor der Pause praktisch schon der Knockout? Hunter Garlent feuerte noch einen Gewaltschuss ab, den Hertel parierte (40.).

Zum Schlussabschnitt stellte Trainer Straube Steve Hanusch als Stürmer zu Toni Ritter und Tim Detig. Und tatsächlich: Jetzt endlich wurde das Spiel der Heimischen schneller. Ab und an sah es aus wie Powerplay bei fünf gegen fünf. Allerdings kamen allenfalls Halbchancen heraus. Denn die Gäste verteidigten geschickt und hielten den Slot fast durchweg sauber. Zudem gewannen sie fast alle Gefechte an der Bande. Zwischendurch war Miller einmal frei vor Hungerecker aufgetaucht (49.). Unser Goalie blieb stabil. Ein Schuss von Jakub Kania von kurz hinter der Mittellinie war irgendwie bezeichnend für die offensive Ratlosigkeit der Unsrigen (50.), derweil weiter Tölz die Hochkaräter hatte. Gegen Ott und Maximilian Leitner (beides 54. – in Unterzahl) hielt Hungerecker bravourös. Als noch fünf Minuten zu gehen waren, kam der sechste Feldspieler für unseren Keeper. Nach Baxmann-Schuss kam Garlent nicht zum Rebound (56.). Und dann versenkte Top-Scorer Lubor Dibelka ins empty net.

Erstmals in dieser Spielzeit blieben die Füchse ohne Tor. Aber die Art und Weise des heutigen Auftritts, der in Vielem an das 2:8 gegen Heilbronn erinnerte, lässt eine Menge Fragen offen.

Schlüsselszene

Schon das 1:0 der Buam im ersten Drittel raubte den Hausherren jegliche Inspiration.

Schlagfertig

Marcus Götz im Pauseninterview auf die Frage, man führe ja 1:0, wie mache man jetzt weiter? „Wir machen jetzt Pause und erholen uns. Wir haben ja nur eine kurze Bank…“

Energisch

Immer wenn Leon Hungerecker zwischen den Pfosten hin und zurück arbeiten muss, läuft der Drahtkäfig Gefahr, aus den Ankern zu rutschen – so auch heute wieder passiert. Derart Energie hätte man auch unserem Angriffsspiel gewünscht.

Ersatzkapitän

…war heute Jens Baxmann.

Lobenswert

Auf der Suche nach dem Guten im heutigen Füchse-Spiel kommt man problemlos zum Penaltykilling. Fünf von sechs Unterzahlspielen wurden gut verteidigt.

Der Top-Spieler: Philipp Schlager

Normal müsste bei einem zu Null der Goalie bester Spieler werden. Der hatte heuer aber nur wenig echte Bewährungsproben zu bestehen. Mit „eineinhalb“ Toren und zwei Assists war der Tölzer Stürmer Schlager heuer der spielentscheidende Mann.

Die Statistik

0:1 (16.) Dennis Miller ( Philipp Schlager , Tom Horschel ), 0:2 (30.) Philipp Schlager ( Tom Horschel , Maximilian Leitner ), 0:3 (39.) Markus Eberhardt ( Ian Brady , Cam Spiro ) PP1, 0:4 (58.) Lubor Dibelka ( Philipp Schlager , Nico Kolb ) EN EQ

Strafminuten

Weißwasser: 12 (4-6-2) Bad Tölz: 2 (0-2-0)

Schiedsrichter

Christopher Schadewaldt - Daniel Ratz - Kenneth Englisch - Markus Paulick

Zuschauer: 0

weeEisArena Weißwasser / O.L.


DIE STIMMEN DER TRAINER

Kevin Gaudet: „Um heute auswärts mit dem kleinen Kader zu gewinnen, haben wir ein perfektes Spiel gebraucht. Das haben wir die meiste Zeit auch erreicht. Zudem hatten wir mit Jimmy Hertel den nötigen, starken Rückhalt. Ich freue mich sehr für seinen ersten Shutout. Wir haben wenig Strafen genommen, viele Schüsse geblockt und auch etwas Puckglück gehabt. Aber das braucht man halt, um in unserer Lage so ein Spiel zu gewinnen.“

André Mücke: „Wir sind ganz schlecht gestartet. Wir wollten viel schießen und das Spiel schnell gestalten, um Tölz die Kräfte zu rauben. Das haben wir nicht geschafft. Auch im zweiten Drittel war der Spielaufbau noch viel zu langsam. Im letzten Drittel haben wir dann alles probiert, auch schnell gespielt und viel geschossen. Aber es hat nicht gereicht. Wir können die Niederlage nicht auf unsere vier Ausfälle schieben. Was soll denn Bad Tölz dann erst sagen?“

Foto: Thomas Heide / DEL2

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