DEFENSIVE STABILISIERT = 6 PUNKTE

Sonntag 20.10.2019・17:00 Uhr
Lausitzer Füchse - Heilbronner Falken
2:1
1:0, 0:1, 1:0

JORDAN GEORGE TRIFFT GEGEN HEILBRONN DOPPELT

DER BERICHT

Vorteil Heilbronn? Diesmal nicht! Obwohl sich die Käthchenstädter bereits gestern auf den Weg in die Lausitz gemacht und eine Nacht im Hotel „Kristall“ verbracht hatten, waren sie zum Spielbeginn nicht wach genug. Mit einem ganz schnellen Tor und danach richtig starkem Eishockey bogen unsere Jungs recht früh auf die Siegerstraße ein. Ohne den Verletzten Tomas Andres (Fuß) und den Gesperrten Oliver Granz (nach Kniecheck gegen Max Lukes, der übrigens heute bereits wieder spielen konnte) lieferten die Blau-Gelben das vielleicht bisher beste Heimspiel der noch immer jungen Saison ab. Zwei Dinge fielen jedenfalls auf: Der Defensivverbund funktionierte endlich besser und vorne wurde viel öfter geschossen, als ab und an zuvor.

Spielverlauf

Kaum hatte Hauptschiedsrichter Florian Fauerbach die Scheibe eingeworfen, da stürmten die Füchse vehement los. Konnte Jordan George nach etwa 20 Sekunden Heilbronns Keeper Matthias Nemec aus Nahdistanz noch nicht überwinden, so machte er es wenige Augenblicke später besser. In der Mitte herrlich freigespielt, jagte unsere 28 das Spielgerät hoch ins Falken-Heiligtum und stellte die Weichen früh auf Sieg. Was fehlte, das war Treffer Nummer zwei. Den hatten Sebastian Streu (5.), Darcy Murphy (8.), Käpt’n Clarke (13.) und Nicolas Strodel (14.) auf dem Schläger. Spätestens da wurde den 2.351 Besuchern klar, dass sich der Schlussmann der Gäste nicht „einfach so“ überlisten lassen würde. Mit Top-Paraden hielt Nemec seine Farben im Spiel. Die Gäste konnten an sich nur in Überzahl für Gefahr sorgen. Als Mychal Monteith mal pausieren musste, da setzte es einige gute Schüsse auf das Tor von Mac Carruth, der seine tolle Form einmal mehr unter Beweis stellte (15.).Der letzte Hochkaräter der ersten 20 Minuten ging auf das Konto von Joel Keussen, der nach beachtlicher Scheibenannahme von Robert Farmer – aus dieser Höhe muss man den Hartgummi erst einmal kontrollieren – an Nemec hängenblieb.

Beinahe hätte sich die nicht optimale Chancenverwertung zu Beginn des Mittelabschnittes schon gerächt. Gerade zehn Sekunden waren absolviert, da hämmerte Shootingstar Yannik Valenti den Puck im Nachschuss am leeren EHC-Tor vorbei (21.). Jetzt war die Begegnung viel ausgeglichener. Erst scheiterte Daniel Schwamberger an Nemec (26.), dann wurde Murphy nach einmal mehr toller Vorarbeit von Mike Hammond zu nahe am kurzen Pfosten angespielt. Aus diesem Winkel war der Torabschluss einfach höchst kompliziert (27.). Auf der anderen Seite killte Mac Carruth einen ganz gefährlichen Schrägschuss von Dylan Wruck mit der Stockhand (31.). Und auch als Sebastian Hon frei aus vier Metern abzog, war Carruth cool auf dem Posten (33.). Derweil unsere Top-Reihe das Spielgerät über die Stationen Hammond und George wieder etwas lange laufen ließ und der Schlenzer von Darcy Murphy eine sichere Beute von Nemec wurde (34.), kreiselten sich die Falken in unserer Verteidigungszone fest, bis Valenti die Lücke sah und mächtig gewaltig und platziert zum 1:1 traf. Fast hätte es ein Doppelschlag werden können. Stefan Della Roevere, im Vorjahr noch in Diensten der heute 3:6-Eislöwen gegen Ravensburg, musste frei vor unserem Drahtkäfig die Überlegenheit von Carruth anerkennen (noch 37.). Kurz vor dem zweiten Pausentee wurde Robert Farmer, von der Strafbank kommend, fein in Szene gesetzt. Doch Matthias Nemec verhinderte die neuerliche Füchse-Führung (40.).

Die fiel dann im dritten Powerplay der Heimischen gegen das beste Unterzahlteam der Liga, nachdem zuvor Kevin Maginot mit seinem verdeckten Schuss nicht an Mac Carruth vorbei kam (43.). Das kongeniale Duo Hammond – George hatte sich einmal mehr gefunden. Unser Top-Torschütze brachte die Scheibe so „verdeckt“ über die Linie, dass sich die Unparteiischen per Videobeweis von der Rechtmäßigkeit unseres Siegtores überzeugen mussten. Fortan waren die Hausherren dem dritten Treffer deutlich näher als die Cracks vom Neckarursprung dem 2:2. Obwohl gut und schnell der Abschluss gesucht wurde, traf Murphy nur den Außenpfosten (45.), während Robert Farmer lediglich Ian Bradys Schläger zerschoss (54.) und Strodel und Breitkreuz (beide 55.) in Nemec ihren Meister fanden. Selbst mit dem sechsten Feldspieler für den Goalie brachten die Falken nur noch einen gefährlichen Schuss durch Derek Damon zustande (60.). So blieb es beim (zu) knappen 2:1 nach einem richtig guten Zweitligaspiel.

Schlüsselszene

In Minute eins erbrachte der „Schönspielversuch“ über Murphy, Hammond, Keussen und George zunächst zwar eine gute Torchance, aber keinen Treffer. Sekunden später nahm Jordan George dann einfach mal den Direktschuss und stellte auf 1:0.

Belächelt

Als Robert Farmer nach 49 Minuten wegen eines vermeintlichen Beinstellens auf die Strafbank musste und an sich die Welt nicht mehr verstand, kehrte das „Opfer“, Corey Mapes, lächelnd auf die Wechselbank zurück.

„Spaßverderber“

Das höchst kurzweilige Eishockeyspiel hätte viel mehr als nur drei Tore verdient. Aber da standen zwei echte Meister ihres Fachs zwischen den Pfosten.

„Spaßmacher“

Das Zusammenspiel in unserer ersten Sturmreihe, besetzt mit Jordan George, Mike Hammond und Darcy Murphy, war wiederholt eine Augenweide. Da hat sich ein Trio gefunden, dass noch öfter für das berühmte „Zungeschnalzen“ sorgen wird. Hammonds Zuspiele waren heute schon einen Großteil des Eintrittsgeldes wert.

Der Top-Spieler:Mac Carruth

Man hätte auch Jordan George küren können, der nicht nur vorne zweimal traf, sondern mehrfach auch hinten erster Feuerwehrmann war. Unser Keeper allerdings machte in dem ergebnismäßig engen Match den Unterschied aus, weil er stets zur Stelle war, wenn die Gäste hätten das Momentum auf ihre Seite ziehen können.

Die Trainerstimmen

Alexander Mellitzer: „Wir haben nicht so gut begonnen. Im ersten Drittel hat uns unser Torhüter Matthias Nemec mit klasse Paraden im Spiel gehalten. Dann haben wir immer besser in die Partie gefunden und eine Reihe guter Chancen erspielt. Am Ende hat uns der schlechte Start und die nicht so gute Chancenverwertung die Punkte gekostet.“

Corey Neilson: „Ich freue mich sehr über die drei Punkte und die tolle Unterstützung durch die Zuschauer. Heilbronn spielt viel disziplinierter und strukturierter als im Vorjahr. Deren Torwart war auch sehr stark. Bei uns ist die Harmonie zwischen Hammond und George herausragend. Mac Carruth hat auch wieder gut gehalten. Überhaupt stehen wir defensiv besser, lassen nicht so viele Gegenstöße zu und sind auch im Penaltykilling stabiler. Es braucht halt seine Zeit – aber es kommt.“

Die Statistik

1:0 (1.) George J. (Farmer R. - Hammond M.), 1:1 (37.) Valenti Y. (Mapes C.- Preto P.), 2:1 (45.) George J. (Hammond M. - Farmer R. PP-1)

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