CHANCENLOS

Samstag 26.12.2020・14:00 Uhr
EC Kassel Huskies - Lausitzer Füchse
5:1
2:0, 2:0, 1:1

STARKE HUSKIES ZIEHEN DEN FÜCHSEN FRÜH DEN ZAHN

DER BERICHT

Nichts zu holen gab es am zweiten Weihnachtsfeiertag für unsere Lausitzer Füchse beim Team der Stunde und Spitzenreiter Kassel Huskies. Nun ist es ja immer Wirkung und Gegenwirkung, die so ein Eishockeymatch ausmachen. Und weil die Gegenwirkung weit weg von stark war, konnten die ohnehin guten Schlittenhunde besonders glänzen. Mit dem 1:5 aus blau-gelber Sicht war man noch gut bedient. Denn fast alle 50-zu-50-Situationen entschieden die Gastgeber für sich, die viel entschlossener wirkten und ersichtlich mehr Qualität in den Ring werfen konnten. Bei uns fehlte Bennet Roßmy mit einer Fußverletzung. Dafür debütierte mit Korbinian Geibel ein 18-jähriger Verteidiger, der bisher für das DNL-Team der Eisbären Berlin spielte. Einen Debütanten hatten auch die aufstiegsambitionierten Huskies: Philippe Cornet bestritt sein erstes DEL2-Spiel. In Norwegen und Finnland wurde der Kanadier schon Meister. Mit diesem Meister-Gen soll der 30-Jährige die Nordhessen, bei denen nun fünf Kontingentspieler unter Vertrag stehen, am besten direkt in die DEL hieven.

Sofort mit Spielbeginn entwickelte sich eine Art Einbahnstraßen-Eishockey. Alles fuhr in Richtung Mac Carruth. Und weil der Spielbericht viel zu lang würde, wenn man alle guten Torchancen der Gastgeber aufzählen würde, sollen nur die ganz klaren Erwähnung finden. Den Reigen der Top-Möglichkeiten eröffnete Troy Rutkowski, der das erste von diversen Malen viel zu frei zum Abschluss kam. Carruth mit langem Blocker verhinderte da ebenso den Einschlag (2.) wie gegen den allenfalls Eskortierten Lukas Laub (3.) und gegen Philippe Cornet, der beim Rebound am kurzen Pfosten eingeparkt hatte. Kassel machte viel Druck, unser Defensivverbund wirkte recht fragil, die zuweilen blind gespielten Pässe vor unser eigenes Tor bedeuteten immer wieder Riesengefahr und im Spielaufbau ging sehr wenig. War Cornet nach elf Minuten schräg noch an unserem Hüter gescheitert, so fiel etwas später mehr als folgerichtig das 1:0. Marc Schmidpeter übernahm an unserer blauen Linie die Scheibe, zog zwischen unseren Verteidigern auf und davon und tunnelte Carruth. Dann gab es erste Strafen zunächst gegen Jakub Kania, später gegen Nathan Burns. Im Powerplay der Hessen scheiterte erst Cornet, dann Laub an Mac Carruth (beide 14.). In der Füchse-Überzahl war ein Schrägschuss von Kale Kerbashian, bei dem Gerald Kuhn den Winkel toll verkürzte, die einzige und an sich auch erste EHC-Tormöglichkeit (16.). Gerade wieder komplett konterten die Schlittenhunde, legten zurück zum ungedeckten Troy Rutkowski, der aus fünf Metern allen Platz und alle Zeit der Welt hatte und unserem Goalie nicht die Spur einer Chance ließ. Die Zwei-Tore-Führung war allemal verdient. Kassel war nämlich drückend überlegen.

Der Mittelabschnitt begann etwas ausgeglichener, bis Lars Reuß auf die Strafbank musste. Dann spielten die Hausherren ein gutes Powerplay, trafen aber nicht. Ein schlechter Wechsel der Unsrigen führte schließlich doch zum 3:0. Wieder war es Rutkowski, der absolut unbedrängt zum zweiten Male einnetzen konnte. Nun gab es auch mal EHC-Torchancen. Rylan Schwartz scheiterte von der Blauen Line an Kuhn (27.). Und in Minute 29 fanden erst Thomas Reichel, der vor das Tor gezogen war, und sogleich auch Tomas Andres aus sechs Metern ihren Meister im Kasseler Torwart. Danach schalteten die Schlittenhunde wieder den Vorwärtsgang ein. Clarke Breitkreuz frei aus drei Metern (30.), Schmidpeter aus dem Slot (31.) oder auch Corey Trivino frei am kurzen Pfosten (32.) kamen nicht an Carruth vorbei, der auch heuer wieder bester Fuchs war. Als alle schon nur noch den zweiten Pausentee im Sinn zu haben schienen, zog Joel Keussen noch einmal los, scheiterte aber an Carruth. Doch Clarke Breitkreuz durfte sogar zweimal zum Nachschuss ansetzen. Und der zweite Versuch saß. 23 Sekunden vor der Sirene hieß es so 4:0.

Weil Ryon Moser noch in der 40. Minute zwei Strafminuten wegen Haltens kassierte, starteten die Unsrigen mit Powerplay ins Schlussdrittel. Das sah sich gar nicht so schlecht an. Andres lenkte einen Fernschuss von Nick Ross nur knapp vorbei (41.). Und Kerbashian verfehlte beim Tip-in-Versuch um Millimeter (42.). In Minute 46 brach vor unserem Tor das Chaos aus. Aber Philip Kuschel behielt den Durchblick und schob den Puck noch vor der Linie weg und unter Carruth (46.). Letztgenannter war gegen Corey Trivino zur Stelle, der ihn im kurzen Eck erwischen wollte (48.). Auf der Gegenseite fiel dann der Ehrentreffer. Thomas Reichel legte zurück auf Lars Reuß und der knallte den Puck hoch in den linken Winkel. Jetzt folgte die beste Phase der Ostsachsen, die plötzlich energischer in den Zweikämpfen agierten, die Scheibe besser zum Mitspieler bekamen und mehr Zug zum Tor entwickelten. Glück hatten die Füchse, als Lukas Laub ein Solo laufen konnte, aber zu hoch abschloss (54.). Schwartz und Andres besaßen die Doppelchance zur Ergebniskorrektur, scheiterten aber beide an Kuhn (55.). Als die letzten drei Spielminuten anbrachen, zog unser Trainer den Torwart für den sechsten Feldspieler. Carruth war noch gar nicht vollständig über die Bande geklettert, da lief Kassel ein Zwei gegen eins. Trivino bediente Brett Cameron, der zum Endstand einschob. Es gab ein letztes Powerplay für die Lausitzer, das ohne Zählbares blieb, weil man – wie zu oft – das Spielgerät bis ins Gehäuse kombinieren wollte.

Schlüsselszene

Das 1:0 belohnte die bis dahin pausenlos anrennenden Gastgeber und nahm den Weißwasseranern irgendwie die letzte Zuversicht, dass heute etwas zu holen sein könnte.

Lehrstunde

Für das jüngste Team der Liga war die Partie bei den Huskies eine wichtige Lehrstunde. Denn während beim 4:3-Heimsieg unbändiger Kampf den Weg zum Erfolg ebnete, fehlte diesmal auch die nötige Konsequenz.

Ausgetrickst?

Normalerweise hoffen am 2. Weihnachtsfeiertag immer die Auswärtsteams auf Gastgeber mit noch vollem Magen vom mittäglichen Festbraten an den heimischen Tafeln. Angesichts der gewählten frühen Anstoßzeit heute (14 Uhr) blieb den Hausherren offenbar nicht die Gelegenheit zum Schlemmen. Kassel war vom Anstoßbully weg spritzig und konzentriert.

Abwehrverhalten

Zuweilen schien unsere Defensive heute von allen guten Geistern verlassen. Das betraf allerdings nicht vordergründig das Spiel der Verteidiger, sondern vor allem das Rückzugsverhalten und die Art und Weise, das Spielgerät aus der Verteidigungszone zu befördern.

Serienkiller

Lars Reuß zerschoss mit seinem Treffer zum 1:4 die „Zu-Null-Serie“ von Huskies-Schlussmann Gerald Kuhn. Nach 220 gegentorlosen Minuten musste der Keeper wieder hinter sich greifen.

Der Top-Spieler: Troy Rutkowski

Kassels kanadischer Abwehrrecke hielt den Laden hinten bestens zusammen, schaltete sich in jede sich bietende Offensivaktion ein und erzielte die wichtigen Tore zum 2:0 und 3:0.

Die Trainerstimmen

Tim Kehler: „Wir waren sehr gut vorbereitet auf dieses Spiel. Weißwasser ist eine Mannschaft, die immer ehrliches Eishockey spielt. Du musst ihnen die Stärken nehmen, um selbst erfolgreich zu sein. Das ist uns heute sehr gut gelungen. Wir waren heiß, hungrig auf jeden Puck, haben gut verteidigt und nötigenfalls auch die Schüsse geblockt. Es waren 60 starke Minuten. Bei den Füchsen fehlt hinter der Top-Reihe etwas die Qualität. Dagegen läuft es bei uns gerade richtig gut. Von Philippe Cornet war es ein dynamisches Debüt, nachdem er acht Monate nicht professionell Eishockey spielen konnte.“

Corey Neilson: „Es war ein verdienter Sieg von Kassel. Die haben ein fantastisches Team: groß, schnell, sehr talentiert. Und sie spielen sehr strukturiert. Wenn du gegen die eine Chance haben willst, musst du nahe dran sein an der besten Leistung. Davon waren wir aber heute viel zu weit entfernt. Ich habe es als Trainer mit Plan A, Plan B und auch Plan C versucht. Ich hätte auch noch Plan D gehabt. Aber es hat nichts wirklich funktioniert. Die klar bessere Mannschaft hat gewonnen.“

Die Statistik

1:0 (12:31) Marc Schmidpeter ( Paul Kranz , Derek Dinger ), 2:0 (16:49) Troy Rutkowski ( Nathan Burns , Paul Kranz ), 3:0 (24:19) Troy Rutkowski ( Brett Cameron , Ryon Moser ), 4:0 (39:37) Clarke Breitkreuz ( Corey Trivino , Joel Keussen ), 4:1 (50:27) Lars Reuß ( Nicholas Ross , Jakub Kania ), 5:1 (57:02) Brett Cameron ( Corey Trivino , Derek Dinger ) EN EQ

Strafminuten

Kassel 3 - 6 (2-0-4) Weißwasser 4 - 8 (2-4-2)

Schiedsrichter: Fynn-Marek Falten / Mischa Apel - Linesman: Dominik Borger / Dominik Kontny

Eissporthalle am Auestadion

Foto: JMD-Fotografie


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