KEINE PUNKTE - KEINE BESCHERUNG VOR HEILIG ABEND

Sonntag 22.12.2019・17:00 Uhr
Bayreuth Tigers - Lausitzer Füchse
6:3
0:1, 5:1, 1:1

SPIEL IN BAYREUTH IM ZWEITEN DRITTEL VERLOREN

DER BERICHT

Die Reise in die Wagnerstadt hat sich für die Füchse am letzten Spieltag vor Heilig Abend nicht gelohnt. Mit 3:6 gingen die Unsrigen im Kunsteisstadion der Stadt vor 2017 Zuschauern unter. Leider zeigten unsere Füchse im Bayreuther Kunsteisstadion wieder ein anderes Gesicht, als noch am Freitag gegen Kassel. Fünf Gegentore im zweiten Drittel zogen den Nerv der Angereisten und brachten die Heimischen auf die Siegerstraße. Das was am Freitag noch so hervorragend funktionierte, war – zumindest im zweiten Drittel - wie weggefegt und der Weg für die Bayreuther zum Tor der Füchse frei. Die Niederlage am Wechsel im Füchse-Tor festzumachen wäre die einfache Erklärung, trifft es aber nicht. Denn Niklas Zoschke hat seine Arbeit gut gemacht und wurde leider manchmal ziemlich allein gelassen – Die Bescherung jedenfalls müssen wir wohl erst einmal auf nach den Gänsebraten verschieben.

Der Spielverlauf

Mit einer frühen Strafe gegen Jordan George wegen Haken (1.) begannen die Füchse das Spiel und brachten die Bayreuth Tigers zunächst in numerischen Vorteil. Martin Heider hatte dann im Powerplay die erste Möglichkeit (3.), aber Niklas Zoschke war von Beginn an hellwach. Die Füchse brauchten ein paar Minuten, um erstmals vor das Tor von Timo Herden zu kommen. Ein Schuss von Oliver Granz(4.), der noch abgefälscht wurde, ging aber vorbei. Auf der anderen Seite war wiederum Niklas Zoschke bei einem Schuss von Thomas Schmidt auf der Höhe(5.). In Minute sechs versuchte sich ertsmals auch Ville Järveläinen, scheiterte aber an unserem Goalie. Und erneut vereitelt er eine gute Chance von Tylor Gron, der den Puck durch seine Matten spielen wollte(7.) Auch bei einem geschlänzten Schuss von Henry Martens(8.) war er auf der Hut. Philip Kuschel sorgte zwischenzeitlich für Entlastung aber sein Schuss auf das Tiger-Tor(10.) war kein Problem für Timo Herden, der auch einen Monteith-Schuss aus spitzem Winkel(11.)parierte. Dann so etwas, wie eine kleine Drucksituation in der 12. Minute, wo sich die Unsrigen mal im Bayreuther Drittel festsetzen konnten, aber die Tigers konnten sich befreien. In der 13. Minute schnappte sich Daniel Schwamberger das Spielgerät, fuhr ins Drittel der Gastgeber, um den Bayreuther Kasten herum, aber sein Pass kam bei Feo Boiarchinov am langen Pfosten nicht an. Dann ein langer Pass der Tigers, den sich Drew Melanson erlief, der auf Rajala passte und Zoschke mit einem Schuss aus ganz spitzem Winkel prüfte(15.). Kurz darauf eine Riesenchance für Nikolas Strodel, der einen Pass von Joel Keussen frei im Slot nicht verwerten kann. Herden bekam gerade noch so die Schonerspitze an die Scheibe(16.) Und dann wackelte das Tornetz der Tiger doch noch. Der Käpt’n Clarke Breitkreuz nahm die Hartgummischeibe von Jakub Kania auf, fuhr unter freundlicher Begleitung durch das Drittel der Franken und um das Bayreuther Tor. Seinen Querpass legte Mike Hammond dann den Bayreuthern ins Netz. Somit ging es mit einer 1:0 Führung in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit Überzahl der Füchse. Es dauerte jedoch fast anderthalb Minuten bis die Aufstellung gefunden war, aber Bayreuth überstand die Unterzahl ohne Schaden. In der 23. Minute gab es für Daniel Schwamberger im Eins gegen Eins die Chance zur Zwei-Tore Führung, aber Herden blieb Sieger. Und erneut musste der Tiger-Goalie eine Minute später im Nachfassen die nächste brenzlige Situation bereinigen. Die Füchse jetzt zu Beginn des Drittels die druckvollere Mannschaft, aber (noch) ohne Erfolg. Nur wenig später versenkte Darcy Murphy auf Vorlage von Robert Farmer nach einem Fehler von Pascal Grosse im eigenen Drittel die Scheibe zum 2:0 (25.). Aber schon nach dem Anstoßbully und dem Gegenangriff fiel der Anschlusstreffer durch Juuso Rajala, der einen Blueliner von Grosse ins lange Eck abfälschte. Dann gab es gleich mehrere Strafzeiten. Zuerst ging Jordan George wegen Stockschlag für zwei Minuten aufs Sünderbänkchen und kurz danach war es Drew Melanson, der wegen Haken auf die Strafbank musste. Beim Vier gegen Vier fiel der Ausgleich. Der Treffer in der 27. Minute war eine tolle Einzelaktion von Tylor Gron, der von der Mittellinie aus alle sich vor ihm befindlichen Füchse-Spieler umkurvte und auch noch Niklas Zoschke verlud. Das waren jetzt die Minuten der Tigers, denn genau 45 Sekunden später fiel die 3:2 Führung für Bayreuth. Simon Karlsson zog ab und die Scheibe beendet ihre Flugbahn im Füchse-Tor. Keinen Vorwurf an Niklas Zoschke, der in dieser Partie hielt, was zu halten war. Somit hatten die Oberfranken die Partie in 127 Sekunden gedreht. Und die Wagner-Städter machten weiter. 4:2 durch Thomas Schmidt, der einen Querpass von Melanson ins lange Eck versenkte. Die Füchse wirkten plötzlich wie gelähmt und es lief nichts mehr zusammen. Jetzt war es an Niklas Zoschke, den Rückstand bei einem Rückhandschuss von Sebastian Busch nicht größer werden zu lassen. In der 31. Minute musste Ondrej Pozivil wegen Spielverzögerung zwei Minuten absitzen.Zumindest jetzt hielten sich die Füchse schadlos. Tormöglichkeiten durch Gästeangriffe waren nicht zu verzeichnen. Chancen gab es nur auf der anderen Seiten. Ville Järveläinen traf erst das Quergestänge (35.) und in Überzahl, Luke Nogard sass wegen hohen Stocks auf der Strafbank, zum 5:2 (37.). Danach passierte nichts mehr und die Sirene erlöste die Angereisten erst einmal.

Blitzstart der Füchse dann ins letzte Drittel und Hoffnung keimte bei den rund 200 mitgereisten Fans und der Mannschaft. Robert Farmer überraschte mit einem Schlagschuss von der blauen Linie Timo Herden zum 3:5. Da waren gerade 16 Sekunden abgelaufen. Doch es war nicht mehr als ein Strohfeuer, denn es ging fortan wieder Richtung Niklas Zoschke, der auch im letzten Abschnitt reichlich Arbeit bekam. Juuso Rajala verpasste frei vor dem Tor (42.) und Markus Lillich versuchte es mit dem Bauerntrick (45.), scheiterte aber an unserem Hüter. Zwischenzeitlich verzog Mychal Monteith auf der Gegenseite knapp. Auch Clarke Breitkreuz blieb gegen Herden nur zweiter Sieger. Ab etwa der 50. Minute lief bei beiden Mannschaften nicht mehr wirklich viel zusammen und es sah teilweise spielerisch etwas wild aus. Tylor Gron hatte in der 52. Minute den sechsten Treffer auf dem Schläger, legte sich die Schiebe jedoch einen Tick zu weit vor und im Eins gegen Eins blieb unser Goalie Sieger. Auch wenn die Füchse auf den vierten Treffer spielten, die besseren Chancen hatten die Gastgeber. Ivan Kolozvary und Michal Bartosch scheiterten an Zoschke (53.).Und erneut musste er parieren, als Kolozvary fast allein aufs Tor zulief und nur noch von Ondrej Pozivil regelwidrig am Torschuss gehindert werden konnte. Die beste Chance zur Vorentscheidung hatte Tylor Gron, der das leere Tor nach einem Querpass verfehlte (55.). Dann mussten die Tigers noch einmal einen Spieler auf die Strafbank entsenden, weil sie sich beim Wechseln verzählt hatten (56.). Clarke Breitkreuz mit der Chance auf dem Schläger, die Partie noch einmal spannend zu machen, aber Herden hielt sicher. Auch die Auszeit von Corey Neilson und ein leeres Tor knapp drei Minuten vor Ende nutzte nur den Tigers, denn Sebastian Busch nutzte ein ungenaues Zuspiel in der neutralen Zone und beförderte das Spielgerät ins leere Tor. Damit war der berühmte Deckel drauf.

Die Schlüsselszene

Entschieden wurde das Spiel zwischen der 26. und 29. Spielminute. Hier kassierten die Füchse vier Gegentreffer und verloren komplett den Spielfaden.

Top-Spieler: Tylor Gron

Der Stürmer fiel nicht nur wegen seines Tores auf, was eine Augenweide war. Er war immer und überall auf dem Eis zu finden und ein Garant für den Erfolg der Tigers.

Durchblick:

Heute war es für die Zuschauer von Sprade TV recht schwer, alle Szenen zu verfolgen, da die Führungskamera hier und da nicht immer auf der Höhe des Geschehens war, aber dem Kameramann sei zu Gute gehalten, dass die wichtigen Szenen im Kasten waren.

Debüt:

Luke Nogarn war bei seinem ersten Einsatz relativ unauffällig, zeigte aber auch, dass er durch seine hohe Laufbereitschaft sowohl offensiv als auch defensiv präsent war.

Support:

Der Support der Lausitzer Füchse ist ungebrochen. Im Städtischen Kunsteisstadion Bayreuth wurde mit 2017 offiziellen Zuschauern endlich die 2000er Marke geknackt – Dank der rund 200 angereisten Füchse-Fans!

Die Trainerstimmen

Corey Neilson: „Das erste Drittel war geprägt von schlechten Pässen, auch von uns. Im zweiten Drittel sind die Tigers wach geworden und auch ihre Fans. Das hat die Tigers gepuscht. Das Spiel gegen Kassel könnte uns noch in den Knochen und in den Köpfen gesteckt haben. Im letzten Drittel haben wir ganz gut gedrückt, aber uns hat dann doch die Energie gefehlt, um das Spiel herumzureißen.“

Petri Kujala: „ In den ersten zehn Minuten waren wir sehr konzentriert und haben gut gespielt. Das Gegentor hat uns ein bisschen aus der Fassung gebracht. Wir wollten das dann zu schnell wieder gut machen und waren ein bisschen durcheinander. Im zweiten Drittel geht der Dank an die Fans. Die haben uns gepuscht und wir haben das Spiel zurück geholt. Nach dem frühen Gegentor im letzten Drittel haben wir gedacht, dass Weißwasser mehr Energie kriegt, Aber die Jungs sind nicht nervös geworden und haben das gut rüber gebracht.“

Die Statistik

0:1 (18.) Mike Hammond ( Clarke Breitkreuz , Ondrej Pozivil ), 0:2 (25.) Darcy Murphy ( Robert Farmer , Philip Kuschel ), 1:2 (26.) Juuso Rajala ( Pascal Grosse , Tyler Gron ), 2:2 ( 27.) Tyler Gron ( Martin Heider ), 3:2 (28.) Simon Karlsson ( Ivan Kolozvary , Michal Bartosch ), 4:2 (29.) Tomas Schmidt ( Drew Melanson , Martin Heider ) 5:2 (37.) Ville Järveläinen ( Michal Bartosch , Ivan Kolozvary PP-1), 5:3 (41.) Robert Farmer ( Philip Kuschel , Joel Keussen ), 6:3 (58.) Sebastian Busch EN EQ

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