ZWEI COMEBACKER

FÜCHSE EMPFANGEN KASSEL UND MÜSSEN NACH BAYREUTH

Wenn am Freitag unsere Weißwasseraner die Kassel Huskies empfangen, dann wird Rico Rossi nicht mit im Fuchsbau aufschlagen. Der Ex-Coach und –Sportdirektor der Schlittenhunde heuerte inzwischen nämlich in der Landeshauptstadt an und soll dort die Eislöwen in die Erfolgsspur bringen. Dass der 54-Jährige sogar "Meisterschaft kann", hat er bei den Hessen unter Beweis gestellt. Die sind aktuell als Siebter unser Tabellennachbar und haben, wie die Blau-Gelben, erst drei Spiele absolviert. Mit zwei Siegen (3:2 gegen Frankfurt, 4:2 gegen Crimmitschau) bei einer Niederlage (2:4 in Bietigheim) stehen sie einen Punkt vor den Füchsen.

Im letzten Jahr lief es in Kassel ja alles andere als rund. Mithin hat man dort massiv in die neue Mannschaft investiert. Elf Cracks gingen, dreizehn Akteure wurden neu geholt. Von den Kontingentspielern blieb nur Corey Trivino. Und weil Mario Scalzo verletzt ist, stehen momentan sogar fünf Ausländer beim ECK unter Vertrag. Einer der Top-Neuzugänge ist sicherlich Justin Kirsch, dessen Abschlussqualitäten die Weißwasseraner, als dieser noch in Heilbronn spielte, nicht nur einmal anerkennen mussten. Und auch in dieser Spielzeit hat Kirsch bereits zweimal zugeschlagen und ist damit gegenwärtig Top-Torjäger und zugleich bester Scorer der Mannschaft von Trainer Tim Kehler. Schon dreimal gepunktet hat Richie Mueller, dessen Antrittsstärke legendär ist. Auf vorderen Plätzen in den Statistiken der noch jungen Saison ist Austin Carroll zu finden, der mit 35 Strafminuten die Liste der Spielerstrafen anführt – nach wohlgemerkt erst drei Partien. Derweil sind die Huskies mit im Schnitt 20,33 Strafminuten das Schlusslicht bei den Teamstrafen. Allerdings gehört es seit jeher zu den Spezialitäten der Schlittenhunde, über körperliche Präsenz und hartes Körperspiel zu kommen. Rein theoretisch könnte es am Freitag ein Wiedersehen mit Maximilian Adam geben. Denn Kassel kooperiert mit Maxis neuem Arbeitgeber, den Grizzlys aus Wolfsburg. Bisher hat der 21-Jährige aber nur für das DEL-Team gespielt. Mit Gerald Kuhn und Leon Hungerecker verfügt Kassel über zwei starke Schlussmänner, wobei bisher zweimal Kuhn und einmal Hungerecker die Pucks fangen durfte.

Am Sonntag kommt es dann zum Wiedersehen mit unserem ehemaligen Playdown-Gegner aus Bayreuth. Das über sieben Matches währende, intensive Duell ist inzwischen etwa eineinhalb Jahre her, hat aber zumindest akkustische Spuren auf lange Zeit hinterlassen. Die Tigers mussten auch in der letzten Spielzeit über die Playdowns den Klassenerhalt schaffen, was ihnen bereits in Runde eins gegen den Deggendorfer SC mit vier (!) Overtimesiegen und einem 4:0 gelang. Erfolgsgarant dürfte dabei vor allem Trainer Petri Kujala gewesen sein, den selbst bei den Oberfranken nichts aus der Ruhe zu bringen scheint. Eine seiner Vorgaben lautete: "Wir wollen in jedem Spiel ein unbequemer Gegner sein." Zumindest am ersten Pflichtspielwochenende machten die Wagnerstädter da Nägel mit Köpfen. Bad Tölz wurde mit 3:2 nach Verlängerung geschlagen, Crimmitschau im Sahnpark 6:3 abgefertigt. Der Lohn war Tabellenplatz eins. In der nächsten Runde aber war bei den Cracks vom Roten Main offenbar das Schießpulver nass geworden. Beim 1:4 in Bietigheim und 0:2 gegen Freiburg gelang nur ein Treffer – zu wenig für Zählbares. Einziger Torschütze war mit Simon Karlsson auch noch ein Verteidiger. Apropos Verteidiger: Der "einzig Wahre" Jozef Potac hat die Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Der 41-jährige Routinier, immer Sportsmann durch und durch, soll durch Tomas Schmidt ersetzt werden, der wie Martin Davidek aus dem Eislöwenland in den Tigerkäfig wechselte. Neu ist auch Tyler Gron, der Mann mit den vielen (sechs in den letzten vier Jahren) Vereinen. Die Kontingentspieler entstammen dem nordeuropäischen Eishockeykreis. Während Karlsson, Ville Järveläinen und Juuso Rajala blieben, wurde soeben noch der Tryout-Vertrag mit Roni Rukajärvi verlängert. Ausfallen wird Martin Heider mit einer Handverletzung. Den Platz im Tor teilen sich, wie im Vorjahr, Brett Jaeger und Timo Herden.

Zu den bereits unter der Woche vermeldeten Kaderveränderungen im Fuchsbau, wonach Marvin Cüpper verletzungsbedingt erneut länger ausfällt und Charlie Jahnke sein Glück bei der DEG in der DEL versucht, gibt es auch zwei Comebacks zu verkünden. So wird Fabian Dietz zumindest am Freitag mit der Nummer 87 wieder für unseren EHC stürmen, ehe am Sonntag die Leidenszeit von Feodor Boiarchinov endet. Backup-Goalie der Füchse ist (natürlich) Niklas Zoschke.

Das Spiel gegen Kassel ab 19.30 Uhr leiten die Herren Benjamin Hoppe und Georg-Rainer Köttstorfer.

In Bayreuth sind dann am Sonntag ab 17 Uhr Michael Klein und Christian Oswald an der Pfeife zu erleben.

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