ZUSAMMENFASSUNG DER SAISONERÖFFNUNGS-PRESSEKONFERENZ

AM 11.09.2019 FAND IN DER WEEEISARENA DIE SAISONERÖFFNUNGS-PRESSEKONFERENZ DER LAUSITZER FÜCHSE STATT


Am 11. September fand im VIP-Raum der weeEisarena Weißwasser die Saisoneröffnungs-Pressekonferenz der Lausitzer Füchse statt. Den Fragen der anwesenden Journalisten stellten sich Geschäftsführer Dirk Rohrbach, Trainer Corey Neilson, Co-Trainer Chris Straube sowie die beiden Spieler Clarke Breitkreuz und Oliver Granz. Durch das Gespräch führte Stadionsprecher Branko Frischke in Vertretung des abwesenden Pressesprechers Ronald Byron.

In den ersten Statements gab Dirk Einblicke in die Unterschiede der Saisonvorbereitung, die er schon als Spieler, als Trainer und als Geschäftsführer erlebt hat. Am einfachsten war es eindeutig als Spieler während man als Trainer schon dauerhaft ausgelastet ist – dennoch aber die Chance hat, sich im Sommer Auszeiten zu nehmen. Der Posten des Geschäftsführers verlangt im Prinzip zwölf Monate kontinuierliches Arbeiten und ist somit der forderndste.

Anschließend kam Corey zu Wort. Er ist glücklich mit seinem Team, die Spieler haben in der Vorbereitung hart gearbeitet. Ein konkretes Saisonziel wollte er nicht nennen – wie schon in der letzten Saison will er einfach jedes Spiel gewinnen. Die Frage, ob er aufgrund des Titel „Coach des Jahres der DEL2“ und der Möglichkeit, seine Wunschspieler zu verpflichten, mehr Druck als in der letzten Saison verspürt, verneinte er. Den Titel konnte er nur dank der Leistung seines Teams gewinnen und generell macht er sich den meisten Druck selbst. Letztendlich ist er glücklich, wenn man das Spiel gewinnt und unglücklich, wenn man verliert. Und diese Mentalität zeigt auch das Team.

Corey ist auch überrascht, dass das Team im Zusammenspiel schon besser ist, als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison – trotz der vielen Veränderungen. Die Erklärung hatte er aber auch gleichparat: In der letzten Saison haben alle Spieler bei „Null“ angefangen, da jeder das System von Corey und Chris lernen musste. In dieser Saison gibt es Spieler, die das schon kennen und somit die Neuen führen können.

Der neue Kapitän der Mannschaft ist Clarke Breitkreuz. Seine Assistenten sind Oliver Granz und Ondrej Pozivil. Corey betonte, dass er Spieler auf diesen Posten sehen will, die so spielen, wie er sich das für das ganze Team vorstellt. Bei diesen weiß er, dass er ganz besonders auf sie zählen und ihnen vertrauen kann.

Die Frage, ob man sich für das Auftaktwochenende anders vorbereitet (das Sonntagsspiel ist aufgrund von Bauarbeiten im Landshuter Eisstadion auf den 22. Oktober verschoben) hat Chris Straube verneint. Es macht keinen Unterschied, ob man an einem Wochenende ein oder zwei Spiele hat.

Chris konnte auch die anwesenden Berliner Förderlizenzspieler für Freitag benennen: Charlie Jahnke, Thomas Reichel, Jake Ustorf und Eric Mik. Dirk hat in dem Zuge gleich bekannt gegeben, dass Eric Mikmit dem neu eingeführten DEL2-Fördervertrag ausgestattet wird. Somit ist er offiziell Spieler der Füchse – erhält aber dennoch eine Förderlizenz für die Eisbären und ist für diese spielberechtigt.

Clarke Breitkreuz hat vor dem Eröffnungsspiel gegen die Eisbären das Ziel „Meisterschaft“ ausgerufen. Das ist auch immer noch aktuell – das Ziel muss immer sein, Meister zu werden, oder man ist in der falschen Sportart. Er sagt, dass Dirk, Corey und Chris das Team gut zusammengestellt haben. Die neuen Spieler passen sehr gut in die Kabine und wenn es dennoch Anpassungsschwierigkeiten gibt, helfen die „alten Hasen“.

Oliver Granz erlebt zum ersten Mal ein Eventgame und ist natürlich voller Vorfreude auf das Hockey Open Air in Dresden. Für die Spieler ist das etwas ganz besonderes, selbst für Spieler wie Clarke Breitkreuz, der sowas mit Frankfurt bereits erlebt hat. Als persönliches Ziel möchte er seinen Stammplatz weiter festigen und natürlich mit dem Team ganz weit kommen.

Auf die Frage, ob es Konfliktpotential auf der Torhüterposition gibt (Maximilian Franzreb war nicht glücklich über die Verpflichtung eines weiteren Torhüters), antwortete Corey, dass es in der letzten Saison Spiele mit Licht und Schatten gab – selbst Situationen in denen man offensiv und defensiv gut stand, haben zu Gegentoren geführt. Über die gesamte Saison gesehen standen sieben Goalies zwischen den Pfosten, was keine einfache Situation war. Daher hat man jetzt besonderes Augenmerk auf diese Position gelegt und sich für die Verpflichtung von Mac Carruth entschieden, welcher auch als Nummer 1 in die Saison starten wird. Sollte das nicht funktionieren oder Mac eine Pause brauchen, ist Corey froh, auf starke Backup-Goalies zurückgreifen zu können. Hierzu gab es auch eine Neuigkeit: da sich Maximilian Franzreb mit starken Leistungen in Berlin empfohlen hat, wird Marvin Cüpper ab sofort für die Lausitzer Füchse lizenziert und voraussichtlich schon am Freitag als Backup auf der Füchse-Bank Platz nehmen. Da eine Förderlizenz für ihn nicht mehr möglich ist, steht noch nicht fest, wie lange er in Weißwasser bleibt – hier ist man in ständigem Austausch mit den Verantwortlichen der Eisbären.

Beim Thema „Deutscher Pass für Tomas Andres“ gibt es noch keine Neuigkeiten. Die Kommunikation mit den tschechischen Behörden ist nicht sehr einfach und man muss des Öfteren sehr lange auf Antworten warten. Ob er zum Saisonauftakt den Pass in der Tasche hat, konnte Dirk weder bestätigennoch dementieren.

Eine weitere Frage für Dirk bezog sich auf einheimische Nachwuchskräfte. Aktuell sind mit Philip Kuschel und Luis Rentsch zwei Spieler im Kader, welche das ABC des Eishockeys in Weißwasser erlernthaben. Dirk machte klar, dass Eishockey ein Business ist, in welchem das Leistungsprinzip zählt. Es gabin den letzten Jahren viele Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, welche die Möglichkeit gehabt hätten, für die Füchse in der DEL2 zu spielen, sich jedoch für eine andere Herausforderung entschieden haben. In Weißwasser haben wir nicht die Rahmenbedingungen, die bei anderen Vereinen gegeben sind, was es teilweise schwierig macht, Nachwuchsspieler zu halten. Sportlich gesehen ist es aber auch nicht selbstverständlich, dass fünf Spieler der U20-Mannschaft bei den Profismittrainieren dürfen und dann auch zu Testspielen mitgenommen werden. Bei den Füchsen ist diese Möglichkeit gegeben und somit steht für jeden Nachwuchsspieler die Tür für die DEL2-Mannschaft weit offen.

Auch der bevorstehende Auf- und Abstieg zur DEL (ab der Saison 2020/21) wurde thematisiert. Dirk betonte, dass das kein Thema für die Füchse sein kann. Sowohl die Anforderungen an das Stadion sowie die finanziellen Gegebenheiten machen dieses Thema unmöglich. Dennoch erwartet er, dass Klubs, die den Aufstieg stemmen können, ab der kommenden Saison aufrüsten werden, um diesen auch zu realisieren. Was das für die Liga insgesamt bedeutet kann natürlich niemand vorhersagen.

Nach einer Stunde war die Pressekonferenz beendet. Jetzt kann es endlich wieder losgehen. Scharfer Start ist ausgerechnet an Freitag dem 13. um 19:30 Uhr gegen die Wölfe Freiburg. Aberglaube zählt im Sport aber nichts – genauso wenig, wie die Tatsache, dass man in den letzten beiden Jahren das erste Heimspiel (ebenfalls gegen Freiburg) gewinnen konnte. Also gehen die Füchse am Freitag auf das Eis und werden gemäß Coreys Anweisungen hart arbeiten, schnell spielen und am Ende glücklich sein – sofern man den Sieg holt.
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