REIZENDE HUSKIES, UNBERECHENBARE WÖLFE

PUNKTE - WIR BRAUCHEN PUNKTE

…und Eier! Denn nach Ravensburg und Bietigheim wartet am Wochenende ein weiterer der dicken Brocken der DEL2 auf unsere Füchse – die Kassel Huskies. Und die werden mit neuem Trainer im Fuchsbau vorstellig: Bobby Carpenter wird erstmals für die Schlittenhunde hinter der Bande stehen. Weil sich Geschichte wiederholt: Der omnipräsente Rico Rossi coachte von 2004 bis 2013 die Heilbronner Falken. Als es unüberhörbar mächtig zu knirschen begann bei den „fränkischen Schwaben“, da wurde der Kanadier flugs zum sportlichen Leiter befördert. Mit dem Start in die Saison 2014/15 heuerte Rossi als „Oberhuskie“ bei den Hessen an. Schon zum Ende der vergangenen Spielzeit häuften sich im Umfeld der Blau-Weißen die kritischen Trainerstimmen. Nach zuletzt nur zwei Siegen aus sieben Spielen war die Trainer-Zeit für den 53-Jährigen abgelaufen. Und er wurde ----- > richtig: sportlicher Leiter. Mithin ist die Gelegenheit für unsere Anhänger, den Huskies einmal mehr typisches „Rossi-Eishockey“ (wie auch immer das definiert werden möge) zu unterstellen, vorbei.

Insofern treten am Freitag ab 19.30 Uhr zwei Teams gegeneinander an, bei denen es auf dem kühlen Grund zuletzt nicht optimal lief. Denn auch die Unsrigen haben de facto nur zwei der letzten sieben Spiele gewonnen – oder eben nun fünfmal am Stück verloren. Und Kassel kommt mit dem „Mentalschub“ des Trainerwechsels. Jedenfalls bringt Bobby Carpenter geballte NHL-Erfahrung mit in die Oberlausitz. Insgesamt in 1318 NHL-Spielen stand der heute 55-Jährige auf dem Eis. 1995 gewann er mit den New Jersey Devils gar den Stanley-Cup. Über derartige Meriten verfügten nicht einmal die legendären Ex-EHC-Cracks Todd Gill und Bates Battaglia. Bester Scorer der Hessen ist aktuell der auch in Weißwasser bekannte Richie Mueller mit 13 Zählern (7 Tore/6 Assists), dicht gefolgt von Tyler Gron (12 – 6/6) und dem Längerzeit-Husky Jens Meilleur (10 – 7/3). Ein Wiedersehen gibt es zudem mit dem Einheimischen Toni Ritter. Ihm mag man zurufen: „TR-fashion-Toni – mach diesmal langsam…“ Das Heiligtum des gegenwärtigen Tabellensiebten hütet mit Marcel Melichercik ein Neuzugang aus Heilbronn.

Am Sonntag geht es nach Freiburg. Die Wölfe waren unser Auftaktgegner, führten nach 16 Minuten mit 3:0 und unterlagen noch 4:5 nach Verlängerung. Vor den Wochenendspielen sind die Breisgauer respektabler Neunter. Im Verlaufe der Saison wechselten allerdings öfter Licht und Schatten. Beachtlichen Siegen wie denen daheim gegen Bad Nauheim (4:0), Frankfurt (3:1) oder zuletzt Dresden (5:4) steht aber auch ein 1:3 in der Franz-Siegel-Halle gegen Deggendorf gegenüber. In Kassel beispielsweise holten die Schwarzwälder beim 2:1 nach Penaltyschießen zwei Punkte, was zugleich den bisher einzigen Auswärtssieg bedeutete. Starker Rückhalt der Wölfe ist Goalie Matthias Nemec, derweil die Kontingentspieler ob mangelnder Produktivität in der Kritik stehen. Die teaminterne Scorerwertung führt Nikolas Linsenmaier mit 14 Punkten (je 7 Tore und Assists) vor Marc Wittfoth und Alexander Brückmann an, die es auf je 10 Zähler brachten.

Bei unseren Blau-Gelben gibt es personell kaum Neues. Der Kader zum kommenden Wochenende reduziert sich um Eric Mik, der nach seinem kurzen Gastspiel in der Lausitz wieder abgereist ist. Weiter in der Hauptstadt werden unsere drei FöLis Maximilian Adam, Vincent Hessler und Charlie Jahnke benötigt. Nur Maximilian Franzreb stellen die verletzungsbedingt gebeutelten Eisbären zumindest am Freitag zu den Füchsen ab. Dafür wird Konstantin Kessler noch einmal DEL-Luft schnuppern und Erfahrungen sammeln, auch wenn es nur von der Bank aus sein dürfte. Philip Kuschel bekommt erneut bei uns eine Chance. Und vielleicht kann Ryan Warttig nach seiner Fußverletzung endlich in die Saison starten. Er steht seit dieser Woche wieder auf dem Eis und hat mit seinen Kollegen trainiert. Ob es dann letztlich auch für einen Einsatz am Wochenende reicht, wird sich kurzfristig entscheiden.

Das Heimspiel am Freitag steht unter der Leitung von Dominic Erdle und Seedo Janssen.

Die Partie am Sonntag ab 18.30 Uhr im Breisgau pfeifen Marcus Brill und Robert Paule.

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