NICHT RECHNEN! PUNKTEN!

FÜCHSE BLEIBEN IN KASSEL UND GEGEN BAYREUTH UNTER ZUGZWANG

„Rechenspiele in Weißwasser“, titelte die Lausitzer Rundschau in dieser Woche. Tatsächlich gibt es auch Spieler, die ihre Mathematikkenntnisse bemühen und Sieganzahlprognosen für den direkten Klassenerhalt stellen. Zehn Spieltage vor dem Hauptrundenende ist das allemal legitim. Da in dieser vogelwilden DEL2 aber ohnehin an jedem Wochenende fast jeder Zweitligist zumindest eine Partie gewinnt, bleibt Rechnen die pure Theorie. Die Praxis dagegen besagt: Nur drei Zähler an einem Wochenende werden auf Dauer aus EHC-Sicht nicht ausreichen. Insofern heißt es Punkten, Punkten, Punkten – möglichst ohne Wenn und Aber!

Und da wartet am Freitag ab 19.30 Uhr mit den Kassel Huskies gleich der Ligenprimus auf unsere Mannschaft. Doch Bangemachen gilt nicht! Einerseits waren die letzten beiden Aufeinandertreffen der Nordhessen mit den Oberlausitzern verdammt eng. Erst siegte Kassel daheim mit 1:0. Im Fuchsbau revanchierten sich unsere Jungs gleichfalls mit dem knappsten aller Resultate. Das 1:0 vom 20. Dezember ist bis heute der einzige Shutout von unserem Hüter Mac Carruth. Andererseits haben die Schützlinge von Trainer Tim Kehler in den vergangenen Wochen ein paar Zähler liegengelassen und zuweilen reichlich Gegentore kassiert. So gingen zwei der letzten drei Heimspiele verloren. Freiburg siegte im Huskieszwinger mit 4:2. Und dem 7:5-Derbysieg über Frankfurt folgte ein 2:3 nach Verlängerung gegen Landshut. Im Rückspiel hielt man sich dafür bei den Niederbayern mit 6:5 nach Verlängerung einigermaßen schadlos. Die Wahrheit gebietet es allerdings darauf hinzuweisen, dass den Spitzenreiter mächtige Verletzungssorgen drücken. Michael Christ, Nathan Burns, Richard Mueller, Alexander Heinrich und Curtis Gedig, der aus gesundheitlichen Gründen in seine kanadische Heimat abreiste, werden fehlen. Möglicherweise feiert Derek Dinger sein Comeback. Und fest gerechnet wird mit der Entsendung zweier Förderlizenzspieler vom Kooperationspartner Wolfsburg: Jan Nijenhuis und ----- Maximilian Adam. Der ist ja in der Oberlausitz bestens bekannt. Top-Scorer der Kasseler ist Ben Duffy mit 55 Punkten (18 Tore/ 37 Assists). Im Tor wird Gerald Kuhn erwartet.

Am Sonntag gastieren die Bayreuth Tigers in der weeEisArena. Die befinden sich im erbitterten Kampf mit dem ETC Crimmitschau gegen die Rote Laterne. Und dieser Fight pusht beide Teams. Am besten zu erkennen ist das am schwindenden Vorsprung unserer Lausitzer Füchse auf die Plätze 13 und 14. Dazu dürften auch die Erinnerungen an das letzte Spiel der Blau-Gelben in der Wagnerstadt noch recht unverblasst sein. Zwei Tage nach dem glorreichen 1:0 über die Huskies setzte es am Roten Main ein 3:6. Es war die erste von fünf Niederlagen am Stück und forcierte den Absturz aus den Playoff-Rängen. Auf dem langen Weg zurück sollten es diesmal unbedingt drei Heimpunkte werden. Neun Spiele bestritten die Cracks von Petri Kujala im Jahr 2020. Deren vier davon gewannen die Tigers. Nur bei zwei der fünf Niederlagen blieben sie ohne Punkte. Allerdings sind sie in der Auswärtstabelle der DEL2 das Schlusslicht. Dennoch wird es nur mit der Einstellung und der spielerischen Leistung vom Frankfurt-Wochenende möglich sein, das Punktevorhaben wirklich in die Tat umzusetzen. Auch Bayreuth plagen ein paar Ausfallsorgen. So werden Martin Davidek, Martin Heider, Kevin Kunz und Michal Bartosch eher nicht mit von der Partie sein. Dazu ist Drew Melanson wegen eines Checks gegen den Kopf und Nacken im 0:5 verlorenen Match in Bietigheim für zwei Spiele, damit auch jenes bei uns, gesperrt worden. Top-Scorer der Oberfranken ist Juuso Rajala mit 54 Punkten (14/ 40). Im Tor wechselten sich Brett Jaeger und Timo Herden in Regelmäßigkeit ab. Die letzten drei Begegnungen bestritt alle Brett Jaeger.

Bei unseren Füchsen wird Ondrej Pozivil ins Line-up zurückkehren. Nicolas Strodel fällt mit einer Unterkörperverletzung weiter aus. Angesichts der „guten“ Besetzung in der Abwehr wird es, um vier Reihen aufbieten zu können, wohl stürmende Verteidiger zu erleben geben. Nach Lage der Dinge kehrt am Freitag Mac Carruth ins Tor zurück und Luke Nogard wird pausieren. Nur zur Erinnerung: Von den 78 Schüssen, die die Huskies in den letzten beiden Spielen auf unsere Nummer 78 abfeuerten, parierte diese 77! Für Sonntag ist dagegen ein Einsatz von Marvin Cüpper nicht unwahrscheinlich. Der könnte sich dann auch den etwa 160 CDU-Mitgliedern des CDU-Kreisverbandes mit Ministerpräsident Michael Kretschmar an der Spitze präsentieren, die gegen Bayreuth im Fuchsbau erwartet werden.

Das Match Huskies gegen Füchse am Freitag pfeifen die Herren Marc André Naust und Eugen Schmidt.

Am Sonntag ab 17 Uhr heißen die Spielleiter Mischa Apel und Seedo Janssen.

SpradeTV, Radio WSW und der Liveticker übertragen jeweils.

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