KLAPPE - DIE ERSTE!

FÜCHSE EMPFANGEN (WIE IMMER) FREIBURG

Was macht der den Lausitzer Füchsen gewogene Eishockeyfan am 11. September 2020? Korrekt: Er schaut sich zum Saisonauftakt das Heimspiel der Weißwasseraner gegen die Wölfe Freiburg an. Der dann schon vierjährigen Tradition folgend ist es den vor Kreativität nur so strotzenden DEL2-Spielplanern nämlich gelungen, erneut das Duell der Oberlausitzer mit den Schwarzwäldern auf den Punktspielauftakt zu terminieren. Nur zur Erinnerung: 2017 gewannen die Unsrigen mit 2:0. Und der Korrektheit halber sei auch angemerkt, dass die Blau-Gelben da erst an Spieltag zwei den Saisonstart vollzogen. 2018 siegten die Füchse nach 0:3-Rückstand und einem mitreißenden Match noch mit 5:4 nach Verlängerung. 2019 folgte ein … ???

Willkommen zurück in der Gegenwart. Endlich ist es wieder so weit! Endlich dürfen die zahlreichen Fanutensilien ihr Schattendasein beenden; endlich knarzt und spritzt das Eis wieder unter den scharfen, flitzenden Kufen; endlich hört man sie wieder, die vertrauten Geräusche: wenn der Puck gegen das Plexiglas kracht, oder das Torgestänge sein "Pling" verkündet, oder wenn nach einem Treffer der Heimischen einmal mehr Bayreuth in aller Munde ist. Endlich sind sie zurück – die DEL2 und die Lausitzer Füchse im Pflichtspielmodus.

Der Gegner also ist Freiburg. Damit treffen – sehr reizvoll – der Chef und sein Gehilfe aufeinander. Denn Wölfe-Trainer Peter Russel, ein ehemaliger Torwart, ist der Headcoach von Team UK. Unser "Oberfuchs" Corey Neilson, ein ehemaliger Verteidiger, ist Russels Co im Brexit-Land. Wer also hat am Ende die Nase vorn? Als das Homepageteam am Mittwoch bei Corey nachfragte, ob er glaube, seinen britischen Vorgesetzten schlagen zu können, da drehte sich unser Trainer kopfschüttelnd um und verschwand lächelnd. Was auch immer das bedeuten könnte…

Zuvor hatte der EHC-Coach mit bemerkenswerten Aussagen für noch mehr Vorfreude auf die neue Spielzeit in der DEL2 gesorgt: "Ich denke, dass wir nach der Vorbereitung weiter sind, als im Vorjahr. Beim letzten Mal ging es für alle bei Null los. Diesmal ist ein Stamm von zehn/zwölf Spielern geblieben, die unser System kennen. Natürlich ist es noch ein langer Weg. Aber wir sind bereit!", sagte Neilson – und kündigte an: "Wir werden ein hartes Eishockey spielen, dass aber den Jungs und auch den Besuchern viel Spaß machen wird. Unser Team wird vieles anders machen, als ihre Gegner. Das wird uns die Gelegenheit geben, das Match zu kontrollieren."

Zum ersten nun also Freiburg. Auch sie kommen mit einem stark veränderten Kader in die Lausitz. Elf neue Cracks muss Peter Russel integrieren. Die klare Nummer eins im Tor ist Ben Meisner, der 2018/19 die Pucks noch für die Tölzer Löwen fing. Die "tschechoslowakische" Schiene hat man im Breisgau fast völlig verlassen. Nur der Slowake Jozef Balej erinnert noch an Zeiten, da – glaubt man Gerüchten – in der Franz-Siegel-Halle selbst der Fahrer der Eismaschine ein eingedeutschter Tscheche gewesen sein soll. Mit Luke Pither stürmt nun ein Kanadier für die Wölfe, den Corey Neilson noch von seiner Tätigkeit in Nottingham her kennen sollte. Die weiteren Kontingentstellen besetzen der Amerikaner Cam Spiro (kommt aus Frederikshavn/ DEN) und der Kanadier Nick Pageau (Karlskrona/ SWE). Freiburger Dauerbrenner wie Philip Rießle, Tobias Kunz oder Niko Linsenmaier sind geblieben, während Chris Billich nach einem weniger erbaulichen Jahr in Elbflorenz zurückkehrte. Mit ca. 1,5 Mio. Euro müssen die Schwarzwälder mit einem der kleinsten Etats der Liga auskommen. Nur schießt Geld ja bekanntlich allein keine Tore.

"Wir sind in diesem Match sicherlich der Favorit", räumte unser Geschäftsführer Dirk Rohrbach ein, der nach wie vor um den deutschen Pass von Tomas Andres kämpft und am Mittwoch auf die Frage, ob unser tschechischer Neuzugang am Spieltag noch Ausländer oder doch schon Deutscher sei, viel- oder auch nichtssagend antwortete: "Heute ist ja noch nicht Freitag". Derweil also unklar bleibt, ob unsere 92 gegen die Freiburger auf dem Eis stehen kann oder auf der Tribüne sitzen muss, gilt als sicher, dass von den Eisbären-Förderlizenzlern Charlie Jahnke und Thomas Reichel in unserem Aufgebot stehen werden. Und für das generelle Verständnis: Jake Ustorf und Julius Karrer sind bei den Füchsen unter Vertrag, während Eric Mik mit dem U21-Fördervertrag, der für alle DEL2-Clubs Pflicht ist, ausgestattet wurde. Mac Carruth startet als Nummer eins im Tor. Und weil alle Lausitzer Cracks fit und an Bord sind, kann Corey Neilson Bestbesetzung aufbieten.

Macht also hoch die Tür, die Tor macht weit – s'ist endlich wieder Hockeyzeit!

Spiel eins im Fuchsbau wird präsentiert von wee. An Infoständen in und außerhalb der weeEisArena sind Informationen über das bargeldlose Bezahlen zu bekommen. Das Ehrenbully wirft um 19.30 Uhr der wee-Regionalleiter Mirko Scheffler.

SpradeTV, der Liveticker und Radio WSW übertragen die Partie.

Am Sonntag hat unsere Mannschaft dann spielfrei, weil in Landshut der Umbau des Eisstadions am Gutenbergweg noch andauert. Die Begegnung des 2. Spieltags wird nachgeholt am 22. Oktober, 19.30 Uhr.

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