Fanmeile wird „Zum Fuchsbau“ genannt

Die neue Eisarena wird etwa 900000 Euro billiger als geplant. Damit ist 2013 auch eine Namensparty für die Fanmeile drin.

Die neue Eisarena in Weißwasser ist mit 16,2 Millionen Euro das größte und teuerste Bauprojekt der Stadt seit der Wende. Um die kalkulierten Kosten einzuhalten, herrschen strikte Kostenkontrolle und Baumanagement. Erklärtes Ziel der Stadt war es bislang, die Ausgaben auf 15,7 Millionen Euro zu drücken. Laut Bauamtsleiter Thomas Böse wurden bereits 900000 Euro eingespart, gewollt. Denn letztlich ist die dauerhafte Vergabe eines Straßennamens eine ernsthafte Angelegenheit, weshalb Stadt, Räte und Verein – im Gegensatz zu den Fans – die „Martin-Schulz-Straße“ favorisierten.

Mit dem Namen sollte dem Gründer des Eissportvereins postum ein ehrendes Andenken an seine Verdienste für Weißwasser und den Eissport gesetzt werden. Immerhin ist es seiner Idee zu verdanken, dass die auf dem Braunsteich in Weißwasser Eishockey spielenden „Jungs von der Osramstraße“ – zu ihnen zählten Helmut Bertko, Fritz Dutschke, Gerhard Röhler, Siegfried Rohrbach und später auch Günter Lehnigk – am 15. Dezember 1932 den ersten Eishockeyverein in Weißwasser gründeten und Schulz auch zum Vorsitzenden wählten. Nur vier Jahre später holten die Weißwasseraner Cracks den Titel „Schlesischer Meister“ und spielten in der Vorrunde der deutschen Meisterschaft in Nürnberg mit. Was folgte, ist eine bis heute andauernde Erfolgsgeschichte.

Zusatz Fanmeile ist möglich

Weil der Namensvorschlag Schulzstraße bei den Fans leider nur auf Platz zwei landete, ist sogar schon ein Kompromiss gefunden worden. Da im Rahmen der weiteren Erschließung des Komplexes „Sport- und Freizeitpark“ noch ein Verbindungsweg zwischen der künftigen Straße „Zum Fuchsbau“ hin zum Professor-Wagenfeld-Ring geplant ist, so Friebel, trägt dieser Weg nach seiner Fertigstellung den Namen des „Urvaters“ des Eishockeys in Weißwasser.

Dies wird nicht nur Klaus Hirche, den legendären Dynamo-Torhüter, freuen. Er gehört – wie die beiden noch in Weißwasser lebenden Nichten von Schulz – zu jenen 245, die den Vereinsgründer als Namensgeber favorisierten. Auf Platz drei landete die Bezeichnung „Dynamo-Allee“ mit 221 Stimmen.

Wann die neue Straße zur künftigen Eisarena offiziell „Zum Fuchsbau“ getauft wird, ist noch unklar. „Auf jeden Fall erfolgt es würdig und im nächsten Jahr, damit die Fans nicht über Baustellen laufen müssen“, so Friebel. Verlost werden bei der Namensweihe unter allen Einsendern Preise. Ob die Straße „Zum Fuchsbau“ künftig den Zusatz Fanmeile trägt, bleibt bis zur offiziellen Einweihung offen.
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