FÜCHSE UNTER "DOPPEL-DRUCK"

ERST GUTES FRÜHSTÜCK, DANN FREIBURG UND SONNTAG DERBY

Da ist doch ganz schön was los in der DEL2: Der Aufsteiger aus Landshut hat sich trotz beachtlicher Leistungen – soweit man das aus Füchse-Sicht nach drei Niederlagen gegen den Liganeuling beurteilen kann – nach einem 3:1-Heimsieg gegen Freiburg von Aufstiegstrainer Axel Kammerer getrennt. Und der Aufsichtsratsvorsitzende der Bietigheim Steelers, Gerhard Kaufmann, gewährt allseits einen tiefen Einblick in die wirtschaftlichen Belange des DEL-ambitionierten Clubs, der soeben mit den Unsrigen am Playdown-Strich um die Meisterrunde kämpft, zuletzt aber fünfmal am Stück verlor. Da ist er also, der „Druck“ – zumindest was das Ringen um den vorzeitigen Klassenerhalt betrifft. Und dieser Druck ist (zumindest) von Rang sechs bis Rang zwölf, also von Bad Tölz bis nach Landshut, greifbar. Mittendrin findet sich auch Dresden, die nun ob der Verletzung von Florian Proske einen ausländischen Torhüter verpflichtet haben.

Für unsere Lausitzer Füchse gibt es am Freitag sogar „Doppel-Druck“. Nicht nur, dass die Blau-Gelben weiter jeden Punkt für einen Abschied aus den Tabellenniederungen benötigen. Ab 18 Uhr findet im Pückler-Schloss in Bad Muskau der EHC-Neujahrsempfang statt, zu dem die Geschäftsführung die Gönner unseres Teams geladen hat. Ab 19.30 Uhr wird man sich dann in großer Runde das Spiel der Oberlausitzer beim EHC Freiburg anschauen. Da sollte sich die Mannschaft keine Blöße geben sondern Argumente für ein weiteres, „reichhaltiges“ monetäres Miteinander liefern.

An die Freiburger Wölfe dürften die Neilson-Schützlinge gute Erinnerungen haben. Beide Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen an Weißwasser. Am ersten Spieltag hieß es im Fuchsbau 7:3. Im Breisgau setzten sich die Ostsachsen mit 3:2 nach Verlängerung durch. Damit konnte der Co-Trainer der britischen Nationalmannschaft, unser Corey Neilson, zweimal seinen Chef auscoachen. Schließlich ist Peter Russell der Anführer des Wolfsrudels im Schwarzwald. Und der hat die letzten neun Heimspiele (!) samt und sonders gewonnen. Das darf man getrost Heimstärke nennen. Auswärts lief es dagegen nicht derart optimal. Das aber wird erst am Dienstag interessant, wenn die Freiburger bei uns ran müssen. Jedenfalls rangiert der andere EHC sensationell auf Tabellenplatz drei! Top-Scorer ist Cam Spiro mit 47 Punkten (19 Tore/ 28 Assists), dicht gefolgt von Luke Pither mit 45 (14/ 31). Interessant wird sein, wer das Tor der Breisgauer hütet. Wegen einer Erkrankung von Stammgoalie Ben Meisner wurde am Dienstag für das Match in Landshut kurzerhand Ilya Sharipov aus Schwenningen losgeeist. Ist Meisner wieder fit, wird natürlich er die Pucks fangen. Spielbeginn in der Echte Helden Arena ist um 19.30 Uhr. Unsere Mannschaft wird auf dem Weg in den Schwarzwald einen Zwischenstopp im Best Western Hotel in Bautzen einlegen und sich dort gegen 7.45 Uhr am opulenten Frühstücksbüffet stärken.

Am Sonntag heißt es möglicherweise zum letzten Mal in dieser Spielzeit „Derbytime im Fuchsbau“. Die Eispiraten Crimmitschau geben sich die Ehre. Und bei den Westsachsen lief es zuletzt noch „unrunder“ als bei den Unsrigen. Die Folge: Der ETC ziert vor diesem Wochenende den Tabellenschluss. Am vergangenen Sonntag ließen die Cracks von Danny Naud aber nachdrücklich aufhorchen, als sie die Frankfurter Löwen mit 5:2 bezwingen konnten und damit eine Serie von neun Pleiten am Stück beendeten. Weißwasser gegen Crimmitschau hieß es in diesem Spieljahr bisher zweimal. Daheim gewann unser EHC mit 6:2. Im Sahnpark siegte der ETC mit 6:3. Weil mit Carl Hudson ein Verteidiger mit Fußbruch ausfällt, dürfte Dominic Walsh erneut im Defensivverbund aushelfen. Top-Scorer der Westsachsen ist Austin Fyten mit 30 Punkten (elf/ 19), dicht gefolgt von Alexander Widemann (28 – 12/ 16) und Adrian Grygiel (27 - 15/ 12).

Ein Großteil unserer Cracks weilte am Montag in Berlin und absolvierte dort eine intensive Athletik-Trainingseinheit mit dem Eisbären-Athletiktrainer Jake Jensen. „Das soll so fortgeführt werden“, verriet EHC-Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der prognostiziert: „Die nächsten fünf Partien werden für uns richtungsweisend. Jeder Zähler ist extrem wichtig, um sich an Platz zehn heranzunagen.“ Derweil gibt sich „Mr. Hockeyfuchs“, Heiko Rauhut, betont optimistisch: „Ich rechne aus den kommenden fünf Spielen mit 15 Punkten.“ Naja, ein kleineres Augenzwinkern war nicht zu übersehen…

Verteidiger Eric Mik wurde vom Hauptstadtclub nach Berlin berufen und deshalb am Wochenende nicht für die Oberlausitzer spielen. Dafür feiert Torhüter Marvin Cüpper in Freiburg (endlich) sein Comeback. Das verhilft Luke Nogard zur nächsten Einsatzchance. Neben Mac Carruth wird auch Nicolas Strodel die Reise in den Schwarzwald nicht antreten. Unser Youngster soll am Freitag den Kooperationspartner aus Hamburg in Halle verstärken. Läuft alles nach Plan, hütet beim Derby wieder Mac Carruth unser Heiligtum.

Für die Fans des ETC wird es erneut einen extra Eingang hinter Block L/M geben.

Spielleiter am Freitag in Freiburg sind Erich Singaitis und Sascha Westrich.

Am Sonntag ab 17 Uhr pfeifen Kevin Salewski und Jens Steinecke das Derby.

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