Bad Nauheim
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Weißwasser

FÜCHSE SIEGEN WEITER

FÜNFTER SIEG IN FOLGE

Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber wenn man Spieler, Trainer Verantwortliche und Fans fragen würde, dann würde wohl heute niemand vor Scham in den Boden versinken wollen. Im Gegenteil, die Lausitzer Füchse stehen in der Tabelle der DEL 2 nach fünf Spieltagen ganz oben. WOW!

Aber langsam und eins nach dem anderen. Die Gäste aus der Lausitz kamen gleich mal mit dem ersten Angriff gefährlich vor das Tor von Jan Guryca, aber Feodor Boiarchinov, der die Scheibe im Nauheimer Drittel einem Verteidiger klaute, kam aus spitzem Winkel nicht am Goalie der Teufel vorbei. Damit war es aber auch schon fast mit der Herrlichkeit der in Gelb spielenden Füchse vorbei im ersten Drittel. Jeff Hayes hatte eine Minute später noch eine gute Idee, indem er die Scheibe hinter dem Guryca-Gehäuse in den Slot spielte, aber keiner seiner Mitspieler ging darauf ein.

Beide Mannschaften hatten sich wohl für das erste Drittel noch nicht sehr viel vorgenommen. Denn außer der einen oder anderen Chance auf beiden Seiten, bei denen ausnahmslos die Torhüter im Mittelpunkt standen, überboten sich die Kontrahenten im Fehlpassspiel und Puck verlieren. Bad Nauheim war zwar das aktivere Team, aber ohne wirklich gefährlich zu werden. So war es dann auch kein Wunder, dass alle zur Sirene sichtlich erleichtert in die Kabinen wanderten.

Wir werden es wohl nicht wirklich erfahren, was die Trainer ihren Protagonisten in der ersten Pause zugeflüstert haben, aber es hat Wirkung gezeigt. Die ersten, die die Initiative im zweiten Drittel ergriffen, waren die Füchse. Zuerst hatte Jordan Goerge gleich zwei Mal die Chance zur Führung. Erst steht Jan Guryca im Weg und dann ist das Tor zu klein, denn der Puck fliegt knapp am rechten Pfosten vorbei. Dann waren aber auch die Hausherren mal dran mit Daniel Ketter, der Olafr Schmidt prüfte. Das war in der 23. Minute. Und die Teufel ließen die Füchse nicht lange Luft holen. Marcel Kahle, der in Iserlohn schon DEL-Luft geschnuppert hat, haut einfach mal drauf, aber Schmidt ist da, muss zwar prallen lassen aber holt sich den Nachschuss. Überhaupt muss man sagen, dass beide Torhüter ein überragendes Spiel machten. Doch dann kam die 28. Spielminute. Jeff Hayes verliert die Scheibe an der Bande im eigenen Drittel an Maximilian Hadraschek. Der sieht Radek Krestan und der packt alles in den Schuss, was er hat. Die Hartgummischeibe hat gar keine Wahl und schlägt im rechten oberen Eck ein. Keine Chance für Olafr Schmidt. Für unsere Jungs war das dann aber auch so etwas, wie ein „los jetze“. Sie entwickelten viel Druck und ließen die Bad Nauheimer spüren, warum die Füchse aus der Lausitz als Tabellenzweiter nach Hessen kamen. Die Angriffe wurden geradliniger und das Spiel druckvoller. Und Jan Guryca rückte immer mehr in den Focus. Ein ums andere Mal war er der Retter in höchster Not. Erst hatte Fabian Dietz eine gute Möglichkeit (29.) und dann war es Cedric Schiemenz mit einer Riesenchance, schiebt den Puck am Tor vorbei. In der 38. Minute hatte Jeff Hayes, der einen straffen Schuß von Chris Owens abfälschte, den Ausgleich auf dem Schläger. Wenig später war es dann Chris Owens höchstpersönlich, der einen Querpass von Charly Jahnke perfekt abnahm und im Bad Nauheimer Tor versenkte. 1:1 Endlich, denn das hatten sich unsere Cracks erarbeitet und verdient. Aber damit nicht genug. Nach einem Puckverlust der Bad Nauheimer an der eigenen blauen Linie standen plötzlich drei Füchse einem Teufel-Verteidiger gegenüber und die nutzten die Chance in Person von Fabian Dietz, der seinen ersten Saisontreffer erzielte. Wir schreiben immer noch die 38. Minute. Damit war die Partie also innerhalb von 18 Sekunden gedreht. Und das auch völlig verdient, denn die Füchse investierten im zweiten Abschnitt mehr und waren dem dritten Treffer näher. Aber so ist Sport, denn das Tor machten die Teufel durch Cody Sylvester. Zuvor allerdings bekam erst Maxi Adam zwei Minuten und kurz darauf auch noch Thomas Reichel wegen hohen Stocks. Damit ging es mit drei gegen fünf in die letzten knapp zwei Minuten. Aber wie schon bemerkt, der Ausgleich für die Bad Nauheimer fiel 24 Sekunden vor der Drittelsirene. Sylvester bekam einen perfekten Pass von Neuzugang Mike Dahlhuisen und fand die kleine Lücke in der kurzen Ecke. Somit ging es mit 2:2 in die letzte Pause.

Das letzte Drittel ist kurz beschrieben und zusammengefasst. Tolles Eishockey von beiden Mannschaften. Endlich möchte man sagen, denn schließlich hat es zwei Drittel gedauert, bis die Visiere runter geklappt wurden. Und jetzt standen erneut beide Torleute im Focus der Spieler und Betrachter. Aber weder Olafr Schmidt, noch Jan Guryca ließen sich noch einmal überwinden. Schmidt auf der einen Seite mit Ruhe und Ausstrahlung und Guryca auf der anderen mit extremer Beweglichkeit und Können. Die besten Chancen hatten Daniel Stiefenhofer mit einem Pfostenknaller (47.) für die Roten Teufel und David Kuchejda für die Gäste, der aber völlig frei im Slot die Scheibe verpasste. Dann schien es den Schiedsrichtern zu langweilig zu werden und sie schickten Maximilian Hadraschek für ein vergleichsweise harmloses Foul 1:19 min vor Spielende auf die Strafbank. Bis zum Ende der regulären Spielzeit passierte aber nichts mehr. Also Overtime.

Und da hatten die Füchse in ihrer zweiten Verlängerung dieser Saison die Nase vorn. In Überzahl beginnend waren die Füchse die bessere Mannschaft in dieser Overtime. Und schließlich konnte der Kapitän, Anders Eriksson (Foto) den entscheidenden Treffer zum fünften Sieg in Folge erzielen. Das ist gleichbedeutend mit dem ersten Tabellenplatz vor Frankfurt, das sein Spiel in Freiburg mit 1:3 verloren hat.

Die Zusammenfassung des Spiels und die Pressekonferenz gibt es auf www.del-2.org/videos


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