EINMAL MEHR: WEGWEISENDE SPIELE

FÜCHSE REISEN ALS NEUNTER NACH RAVENSBURG UND LANDSHUT, DERWEIL BIETIGHEIM KOMMT

Ja, die Lausitzer Füchse scheinen sich stabilisiert zu haben. Und ja: In den letzten reichlich 14 Tagen gab es aus sechs Spielen mit vier mehr Siege als (zwei) Niederlagen. Und ja: Die Unsrigen haben weder das Kämpfen noch das Schießen verlernt. Allerdings fehlt es irgendwie an der nötigen Konstanz. Und so wirkt ein Blick auf die Tabelle so gar nicht weihnachtlich beruhigend: Auf dem ersten Playdown-Platz liegt Dresden. Die haben ein Spiel mehr absolviert als die Oberlausitzer und sind (nur) fünf Punkte zurück. Als Zehnter davor rangiert Kaufbeuren mit einem Spiel und nur zwei Zählern weniger. Neunter ist unser EHC. Und auch die tabellarische Suche nach Landshut lohnt: Der EVL ist Zwölfter, hat zwei Partien weniger bestritten und einen Rückstand von acht Punkten. Ohne das große Mathematik-As zu sein, dürfte niemand verkennen, dass die Weißwasseraner dringend weiteren Zuwachs auf dem Punktekonto benötigen, um nicht in Abstiegsrundengefahr zu geraten. Dabei meint es das Jahr-2019-Rest-Programm gar nicht gut mit den Unsrigen. Erst warten am zweiten Weihnachtsfeiertag die Ravensburg Towerstars, dann reisen am 28. die Bietigheim Steelers im Fuchsbau an, ehe am Tag vor Silvester das Stadion am Gutenbergweg in Landshut das Ziel ist. Das vergangene Wochenende mit dem Sieg über Kassel und dem Spielverlust beim Schlusslicht in Bayreuth hat gezeigt, was die Papierform wirklich wert ist. Und nach dem Jahreswechsel steigt übrigens direkt das Hockey Open Air. Schon deshalb täte allseits eine breite Brust wirklich gut.

Gegen die Towerstars sind die Schützlinge von Trainer Corey Neilson noch ohne Sieg. In Oberschwaben wurde der Spielgewinn nach 4:1-Führung noch ziemlich leichtfertig verdaddelt. Und irgendwie könnten die Nachwirkungen dieses 5:6 nach Penaltyschießen nie richtig aus den Klamotten geschüttelt worden sein. In der weeEisArena siegte das Team von Trainer Rich Chernomaz jedenfalls mit 3:1. Momentan sind die Puzzlestädter Fünfter mit einem Spiel weniger und fünf Punkten mehr als der EHC. Personell ist der EVR stark gebeutelt. Die Ausfallliste ist mit Namen wie Pawel Dronia, Thomas Supis, Tero Koskiranta, David Zucker, Thomas Merl und Yannick Drews namhaft besetzt. Deshalb wurde mit der Nachverpflichtung von Timo Gams reagiert, der gegen die Füchse sein Debüt feiern wird. Und wie gefährlich die Towerstars trotz der Ausfälle sind, bewiesen sie kurz vor dem Fest beim 4:1 in Crimmitschau. Top-Scorer des EVR ist Sören Sturm (31 Punkte – neun Tore/ 25 Assists) vor Robin Just (30 – elf/ 19). Im Tor hat sich Olafr Schmidt als klare Nummer eins etabliert.

Gegen Bietigheim ist die blau-gelbe Bilanz bisher makellos. Erst gewannen unsere Jungs daheim mit 3:2. Dann wurde im Ellental ein 4:1-Auswärtserfolg geholt. Trotz zwischenzeitlichem Trainerwechsel sind die Steelers noch nicht wirklich in Fahrt gekommen. Sie sind Sechster und – bei gleicher Spieleanzahl – vier Punkte vor den Füchsen platziert. Dabei schien die Heimpleite gegen die Lausitzer (und ein 4:7 in Heilbronn) ein Wendepunkt zu werden. Die folgenden drei Matches gewannen die Cracks von Trainer Marc St-Jean jeweils zu null. Aber aus den acht Begegnungen seit der Falken-Pleite gab es auch drei Niederlagen, jeweils auswärts, in Kaufbeuren, Ravensburg und Freiburg. Mit Lukas Laub und Dennis Swinnen werden zwei grün-weiße Spieler gegen unser Team passen müssen. Top-Scorer ist – gefühlt seit Jahren – Matt McKnight mit 35 Punkten (12 Tore/ 23 Assists). Für unseren Schlussmann Mac Carruth könnte es zum Wiedersehen mit dem Bruder unseres Kapitäns Clarke, nämlich mit Brett Breitkreuz, kommen, mit dem er sich in Bietigheim irgendwann flachgepresst im Tor liegend wiederfand.

Schlussendlich geht es noch zu Ralf Hantschkes EV Landshut. Gegen den gewannen die Füchse bisher nur einen Punkt und (hoffentlich) jede Menge an Erfahrung. Die Niederbayern düpierten die Blau-Gelben nach einem 5:4 nach Verlängerung in unserer Heimspielstätte mit 7:1 am rekonstruierten Gutenbergweg. Glaubt man den Erzählungen gewöhnlich gut informierter Personen, dann haben uns die Aufsteiger im Transfergerangel sowohl Jeff Hayes als auch Dominik Bohac sozusagen „weggeschnappt“, was den Kern angesichts der sportlichen Grundausrichtung beider Vereine nur im äußeren Randbereich trifft. Ungeachtet dessen haben sich die Landshuter als eine tolle Bereicherung der DEL2 erwiesen und die letzten vier Heimspiele alle gewonnen. Auswärts lief es nicht ganz so rund. Da gingen drei von vier Matches verloren. Top-Scorer der Mannschaft von Trainer Axel Kammerer ist Mathieu Pompei mit 36 Punkten (17/ 19) vor Robbie Czarnik (32 –16/ 16). Jeff Hayes hat es nach 18 Begegnungen für die Rot-Weißen auf 13 Zähler gebracht. Mit Josh McFadden, Christian Ettwein und Mario Zimmermann stehen drei Akteure auf der Ausfallliste. Interessant wird, ob die Goalies der Niederbayern wieder stabiler agieren können, als zuletzt.

Zum Kader der Oberlausitzer gibt es aktuell – weihnachtsbedingt – wenig verlässliche Informationen. So ist offen, ob Luke Nogard erneut einem unserer Kontingentspieler eine Pause verschafft. Auch spricht heuer mehr dafür, dass es – wie gegen Kassel und in Bayreuth – nur für drei Spielformationen reichen dürfte. Vielleicht kann Tomas Andres „zwischen den Jahren“ wieder angreifen, was aber gleichfalls noch unklar ist. Zudem wird an weiteren Verstärkungen der Mannschaft gearbeitet. Informationen dazu sind allerdings erst möglich, wenn Fakten geschaffen wurden.

Dagegen steht fest, wer die Spielleiter der letzten drei Partien des Jahres 2019 sein werden:

In Ravensburg pfeifen Robert Paule und Erich Singaitis. Am 28. im Fuchsbau heißt das Duo der Unparteiischen Marc André Naust und Eugen Schmidt. In Landshut tragen Kilian Hinterdobler und Ulpi Sicorschi gestreift.

Achtung: Unser Heimspiel gegen die Steelers ist restlos ausverkauft. Eine Anreise ohne Tickets macht keinen Sinn.

SpradeTV, Radio WSW und der Liveticker übertragen jeweils.

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