Crimmitschau
3
1
Weißwasser

DIE EISPIRATEN NEHMEN REVANCHE

FÜCHSE VERLIEREN 1:3 UND RYLAN SCHWARTZ

Nur rund 500 Zuschauer statt der eingeplanten 1000 sahen das Rückspiel beim Nord-Ost-Pokal zwischen den Eispiraten und den Füchsen. Mehr durften an diesem Freitag im Sahnpark nicht dabei sein. Während bei uns im Vergleich zum 6:3 vom Mittwoch Eric Mik und Fabian Dietz fehlten, konnte der ETC Bestbesetzung aufbieten. Denn sowohl Lukas Lenk als auch Mario Scalzo und Dominik Walsh waren zurück. Das führte zu einem insgesamt nicht so geschmeidigen Vortrag wie in unserem Bau. Häufig neutralisierten sich die Mannschaften in der neutralen Zone und auch das permanente Schlägerklappern zeigte, dass es viel enger – und auch etwas verbissener – zuging. Zudem hatten die Angereisten heuer auch nicht den besseren Torwart, was ausschließlich an Mark Arnsperger lag, der unserem Hüter in nichts nachstand. Das bessere Ende hatten diesmal die Rot-Weißen, die 3:1 gewannen.

Das Spiel begann zunächst ähnlich wie in Weißwasser. Crimmitschau entwickelte mehr Angriffsbemühungen und demzufolge mehr Torabschlüsse. So konnte sich unser Goalie Mac Carruth bis zur fünften Minute bei Schüssen von Felix Thomas, Lukas Lenk und Ole Olleff mehrfach auszeichnen. Es dauerte bis zur 6. Minute, bis es den Füchsen gelang, mehr vom Spiel zu haben. Nach einer ersten Druckphase fanden die Unsrigen dann besser in die Partie. Zunächst probierte es Stephane Doering mit einem Bauerntrick (7.) und dann blieb Rylan Schwartz in der 8. und 9. Minute nur zweiter Sieger gegen Arnsperger. Dann musste Mac Carruth nach einem Vantuch-Solo unseren Jungs die „0“ retten (9.). Möglicherweise lag es auch am aufziehenden Nebel, dass der Tscheche nicht ins Schwarze traf. Den nächsten Aufreger gab es dann in der 16. Minute, als sich Mario Scalzio die Scheibe in der neutralen Zone eroberte und schnurstracks auf das Carruth-Gehäuse zulief. Nick Ross konnte den Stürmer nach Meinung der Referees nur regelwidrig behindern – Penalty. Aber den konnte der Gefoulte nicht im Tor unterbringen. Die Freude über den nicht verwandelten Strafschuss währte bei den Unsrigen nur kurz. Zuerst landete der Puck am Pfosten des Füchse-Kastens (17.) und wenig später im Tor. Andre Schietzold hatte getroffen. Er fing einen Pass von Nick Ross an der blauen Linie des Füchse-Drittels ab und versenkte das Spielgerät über die Fanghand von Carruth im Füchse-Tor. Zu dem Zeitpunkt waren die Eispiraten mit einem Mann mehr auf dem Eis, da nach einer kleinen Rangelei Andres und Farmer für die Füchse sowie Olleff wegen übertriebener Härte auf der Strafbank saßen. Die letzte Chance hatte dann Andres, der einen scharfen Pass allein vor dem Tor nicht verwerten konnte.

Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten die Hausherren. Sie hatten die Eishoheit, brachten viele Scheiben zum Tor – so wirklich gefährlich wurde es aber kaum. Ab Minute 25 waren die Weißwasseraner, bei denen Rylan Schwartz nicht mehr zurückkehrte, dann wieder mehr als nur ebenbürtig. Aber die Chancenverwertung… Bei einem Zwei-gegen-eins-Konter verzog Mac Howlett frei über das freie Eck (25.). Bei einem Powerplay schoss Kerbashian dem guten Mark Arnsperger fast die Maske vom Kopf (27.). Die Möglichkeiten häuften sich, ohne das Glasklares dabei gewesen wäre. So konnte der ETC-Goalie stets klären. Dann aber fiel endlich der Ausgleich. Robert Farmer lief ein Solo, scheiterte an Arnsperger, schob die Scheibe im Rebound Richtung Tor und der Schlussmann wischte das Spielgerät mit der Matratze ins Gehäuse. Klar, das Remis war verdient. Doch es währte nur 34 Sekunden, Da konnte unsere Defensive gegen Demmler und Schlenker nicht konsequent klären, das Hartgummiteil sprang zu Patrick Pohl und der nagelte es ins linke Kreuzeck. Auch nach der neuerlichen Führung agierten die Oberlausitzer zielstrebig, allerdings nicht zwingend genug. So ging es mit der Führung der Westsachsen in die zweite Pause.

Sogar in Unterzahl hatten die Schützlinge von Mario Richer die große Gelegenheit zum 3:1, als Dominik Walsh unseren Nick Ross überlief, aber am toll reagierenden Mac Carruth scheiterte. Beim folgenden Füchse-Powerplay traf Kale Kerbashian nur das Lattenkreuz (45.). Gestängetreffer: Konnte auch der ETC. Und auch in Überzahl. Kelly Summers war der Schütze (50.). Derweil bei den Gästen jetzt vieles Stückwerk blieb, kamen die Gastgeber doch immer wieder zu klaren Möglichkeiten. Mario Scalzo konnte ganz frei vor unserem Hüter diesen nicht überwinden (53.). Das schaffte er wenig später dann doch noch. Carruth musste einen Lemay-Schuss prallen lassen, Scalzo staubte ab und es hieß 3:1. So viel Zeit blieb nicht mehr. Und irgendwie vermisste man auch den letzten Tick Entschlossenheit. Zwei Minuten und 28 Sekunden vor Ultimo nahm Corey Neilson die Auszeit und sogleich den Hüter vom Eis. Es folgten noch sechs wirklich gute Schüsse – aber kein Tor mehr. Damit konnten sich die Eispiraten erfolgreich für das 3:6 am Mittwoch in unserem Bau revanchieren.

Und dem, der sich besonders darüber ärgert, dass dieses Vorbereitungsmatch in die Binsen ging, dem sei noch das Resultat aus der Energie VerbundArena verkündet: Dort unterlagen die Eislöwen den Rostock Piranhas mit 2:3.

Zur Pressekonferenz erschien nur ETC-Trainer Mario Richer. Der resümierte das Match so:

„Weißwasser hat eine gute Mannschaft. Sie spielen sehr schnell, machen viel Druck und sind immer unterwegs. Der Unterschied zum Mittwoch war, dass wir in unserer Zone besser verteidigt haben, wir im Spiel mit dem Puck besser agierten und kein Gegentor in Unterzahl bekamen, aber eins im Powerplay schossen. Es war eine richtig gute Mannschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute.“

Füchse-Trainer Corey Neilson analysierte das Spiel gegenüber dem Homepageteam: „Wir haben heute von Anfang an nicht gut ausgesehen. Es schien, als könnten die Jungs ihre Beine nicht so schnell zum Laufen bringen. Es wurde im zweiten und dritten Drittel etwas besser, aber immer noch nicht gut. Und einige der Kids waren wirklich nicht auf der Höhe. Unser Torwart war wie immer ausgezeichnet." Keinen Kommentar gab es zum Ausfall von Rylan Schwartz.

Und dann gibt es noch folgenden Hinweis: Das für Dienstag geplante Testspiel unserer Mannschaft in Bayreuth fällt dem Corona-Virus zum Opfer und findet nicht statt!

Die Statistik

1:0 (17:57) Andrè Schietzold, 1:1 (31:59) Robert Farmer (Tomas Andres), 2:1 (32:33) Patrick Pohl ( Marius Demmler , Vincent Schlenker ), 3:1 (54:54) Mario Scalzo ( Mathieu Lemay , Ole Olleff )

Strafminuten: Crimmitschau 10 - Weißwasser 8

Schiedsrichter: Markus Schütz, Jens Steinecke

Zuschauer: 500

Foto: Thomas Heide/DEL2

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