DERBY ZUM JAHRESAUSKLANG

GIBT'S DAS FEUERWERK SCHON AM 30.12.?

„Tut das Not, Werner?“, würde Meister Röhrich angesichts der Paarung zum letzten Spieltag des Jahres 2018 vermutlich fragen… Und nein, es sind nicht die Rrrussen, die kommen – sondern die Eislöwen. „Für dieses Spiel hätten wir weit über 5.000 Karten an den Mann bzw. die Frau bringen können“, berichtete unser Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Seit Wochen ist die Partie des 32. Spieltages ausverkauft, wenn am Sonntag ab 17 Uhr unsere Lausitzer Füchse den Erzrivalen aus der sächsischen Landeshauptstadt, der Metropole mit der besonderen Lebensqualität, empfangen. Damit wollten es die Spiel- und Hallenbelegungsplaner so, dass noch im alten Jahr alle vier Saisonduelle der aktuellen Spielzeit über die Bühne gehen. Zwar konnten die Weißwasseraner alle drei bisherigen Aufeinandertreffen mit den Dresdnern gewinnen. Allerdings wurde es von einem 1:0 daheim über ein 2:1 nach Verlängerung sowie einem 4:3 gar erst nach Penaltyschießen immer enger für die Unsrigen. Die haben sich inzwischen beim 3:4 in Crimmitschau auch die erste Niederlage in den sachseninternen Matches abgeholt. Und seit Heiligabend sind die Oberlausitzer sieglos. Bei den Pleiten in Kassel und Bad Nauheim offenbarte die Mannschaft von Trainer Corey Neilson bedenkliche Defensivschwächen, die hoffentlich schnell behoben werden können. Denn zwar langsam, aber ganz sicher, finden die Eislöwen in die Erfolgsspur. In den acht Begegnungen seit dem letzten Duell mit unseren Jungs verbuchten die Cracks von Trainer Bradley Gratton fünf Siege, u.a. in Kassel (2:0), in Ravensburg (3:2 n.V.) und auf eigenem Eis gegen Frankfurt (6:3). Eine der Niederlagen setzte es in Bad Nauheim (2:6), wo auch unser EHC gerade Lehrgeld (3:5) bezahlen musste. Am Freitag setzte Bietigheim in der EnergieVerbund Arena ein Stopp-Zeichen (2:5). Mithin werden sich zwei Clubs bekämpfen, die beide auf der Suche nach einem Erfolgserlebnis zum Jahresabschluss sind.

Die Blau-Weißen kommen dabei als Neunter in den Fuchsbau. Sie liegen aktuell 20 Zähler hinter den Füchsen und damit noch immer weit hinter den eigenen Erwartungen. Nach Lage der Dinge kann Brad Gratton Bestbesetzung aufbieten. Denn die als angeschlagen bzw. erkrankt Vermeldeten Rene Kramer und Tom Knobloch waren gegen die Steelers schon wieder mit an Bord. Unsere Weißwasseraner werden in einer Partie gegen die Eislöwen erstmals ohne Verstärkungen vom Kooperationspartner Eisbären Berlin auskommen und auch weiter auf Cederic Schiemenz (erkrankt) verzichten müssen. „Es wird zum Nauheim-Spiel wohl keine Veränderungen geben“, blickt Dirk Rohrbach voraus, der – wie schon von zahlreichen Fans in den Foren diskutiert – der Ansetzung wenig Positives abgewinnen kann. Schließlich sind die „Feiertagsspiele“ dank der zahlreichen Heimkehrer stets Publikumsselbstläufer, wie allein die ausverkaufte Begegnung am 23. Dezember gegen Deggendorf belegte. Und welche zusätzliche „Dynamik“ Duelle sächsischer Erzrivalen in sich bergen (können), ist sicher noch allen Besuchern des Derbys gegen Crimmitschau am 28. Dezember 2014 in Erinnerung. Kurz vor Schluss zündelten „Fans“ der Westsachsen mit Pyrotechnik, wodurch Feueralarm ausgelöst und die Eisarena 61 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 3:3 evakuiert wurde. Scott King war es dann, der in der restlichen Spielzeit das 4:3 erzielte und für Füchse-Fröhlichkeit allenthalben sorgte. Möge diesmal der Sportsgeist auf dem Eis und den Rängen die Oberhand behalten. „Aus Sicherheitsgründen wird es für die Gäste-Fans einen separaten Eingang geben“, ließ Dirk Rohrbach noch wissen.

Und weil wir schon über die Spielplaner philosophierten: Wenn die Eislöwen-Anhänger die Schiedsrichtereinteilung kritisch sehen, dann ist das mehr als nachvollziehbar, wenn man neben Marc-André Naust mit Jens Steinecke einen Ex-Weißwasseraner ansetzt. Schließlich wird der gebürtige Jenaer damit auch unter massiven „Neutralitätsdruck“ gebracht.

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