DER AUFSTEIGER KOMMT

RALF HANTSCHKES EV LANDSHUT GASTIERT IM FUCHSBAU

Wiedersehen macht ja bekanntlich Freude. Wenn also der EVL am Mittwoch ab 19.30 Uhr in der weeEisArena aufspielt, dann trifft die alte Weisheit mindestens dreifach zu. Erstens sind die Niederbayern nach dem wirtschaftlichen Abstieg 2015 endlich zurück im Zweitligakonzert. Zweitens ist mit Ralf Hantschke der Geschäftsführer der Landshuter Eishockey Spielbetriebs-GmbH (LES) ein Ur-Weißwasseraner und drittens zählt auch Elia Ostwald, seit 2018 in Diensten der Rot-Weißen, in diese Kategorie. Um es vorweg zu nehmen: Der EV Landshut ist mitnichten ein „gewöhnlicher Aufsteiger“.

Nach dem Gewinn der Oberliga-Meisterschaft 2019 wurde der Kader beachtlich aufgerüstet; nicht unbedingt in der Quantität, sondern vielmehr in der Qualität. Neun Neuzugänge wurden geholt, wobei stets auch auf die richtige Mischung aus erfahrenen Cracks und jungen, talentierten Akteuren geachtet wurde. Zum Beispiel im Tor: Dort ist mit Jaroslav Hübl ein DEL-erprobter Routinier, der aus Bremerhaven kam, gesetzt. Backup ist der noch 21-jährige Patrick Berger, der im Frühjahr den Aufstiegshelden gab und bereits über eine bemerkenswerte Klasse verfügt. Zum Beispiel in der Verteidigung: Zum Kontingentdefender Josh McFadden gesellen sich die Abwehrhaudegen um Elia Ostwald oder Stephan Kronthaler, ergänzt mit Youngstern wie Christian Ettwein oder Mario Zimmermann. Zum Beispiel im Sturm: Da konnten mit Mathieu Pompei und Robbie Czarnik zwei Cracks mit eingebauter Torgarantie vom letztjährigen DEL2-Champion aus Ravensburg verpflichtet werden. Bestens bekannt dürfte auch noch Tadas Kumeliauskas sein. Der Litauer ging schon für die Eislöwen auf Torejagd. Zur Abteilung „Jugend forscht“ gehören dagegen Lukas Mühlbauer oder Marco Baßler – nicht zu verwechseln mit Mario Basler... Baßler ist einer von drei Akteuren, die es bisher auf zwei Scoringpunkte brachten. „Nur zwei Punkte...“ wird der eine oder andere denken. Aber Achtung: Da das Stadion Am Gutenbergweg generalsaniert wird, können die Ex-Kannibalen, die ihren Menschenfresser-Beinamen 2013 ablegten, erst ab 18. Oktober Heimspiele bestreiten. Insofern wurde bisher dreimal auswärts angetreten. In Dresden gelang ein 2:1-Sieg nach Verlängerung, dem ein 1:3 in Heilbronn und eine knappe 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen in Bietigheim folgten. Ergo: Wer die Schützlinge von Trainer Axel Kammerer auch nur ansatzweise unterschätzt, der kann ganz schnell die Quittung bekommen. Ob Maximilian Brandl mitwirken kann, ist fraglich. Auf der EVL-Ausfallliste sind Maximilian Hofbauer und Marco Sedlar vermerkt.

Für unsere Lausitzer Füchse wird es darum gehen, an die Leistung der ersten beiden Drittel in Bayreuth anzuknüpfen und endlich den zweiten Heimsieg unter Dach und Fach zu bringen. Geht es nach Trainer Corey Neilson, dann sollten unsere Jungs nicht zu „horny“ sein. „Druck zu machen ist wichtig, aber man muss auch clever spielen“, verlangte der Oberfuchs, der wieder auf den Kader vom vergangenen Sonntag setzt.

Geleitet wird die Partie von Mischa Apel und Fynn-Marek Falten.

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