DEFEKTHEXE ZU BESUCH IM FUCHSBAU

MIT RUMPFKADER INS WOCHENENDE

Bisher sind wir von derartigen Meldungen überwiegend verschont geblieben. Nun aber, da die Crunch time der DEL2-Hauptrunde beginnt, scheint sich die Defekthexe in der Oberlausitz eingenistet zu haben. Deshalb müssen wir heuer zunächst die personelle Situation beleuchten, ehe wir uns den Kontrahenten widmen.

Die gute Nachricht: Cederic Schiemenz wird am Wochenende für unseren EHC stürmen. Es folgen die schlechten! Joel Keussen laboriert noch immer an einer Virusinfektion und muss weiter passen. Clarke Breitkreuz hat sich in Cottbus einer Gesichtsoperation unterziehen müssen und fällt auf gegenwärtig noch nicht absehbare Zeit aus. Jakub Kania leidet weiter an den Folgen des schweren Bandenchecks von Bietigheims Alexander Preibisch. Bei unserem Deutsch-Tschechen stehen weitere Untersuchungen an. Eine Rückkehr in den Wettkampfbetrieb scheint frühestens in etwa drei Wochen realistisch. Noch schlimmer hat es Jake Ustorf erwischt. Für den 21-Jährigen wird die Saison mit einer Schulterverletzung wohl beendet sein. Da ist schon fast nebensächlich, dass auch Niklas Zoschke wegen Kniebeschwerden nicht einsatzfähig ist. Der „Rest“ unserer Förderlizenzler wird bei den gleichfalls verletzungsgebeutelten Eisbären benötigt. „Wir müssen schauen, wie wir wenigstens dreieinhalb Reihen zusammengestellt bekommen“, stöhnt Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Der „Kadernotstand“ bei den Blau-Gelben gibt Brian Bölke, der vor einer Woche den 20. Geburtstag feierte, die Chance auf sein DEL2-Debüt.

Das findet dann wohl in Freiburg statt. Mit dem Match im Breisgau endet für die Weißwasseraner das Auswärtstriple Ravensburg, Deggendorf, Freiburg. Knapp 1.600 Kilometer werden die Unsrigen für das Duell mit den Schwarzwäldern im Bus zubringen. Beim Team aus der Franz-Siegel-Halle drehte sich das Personalkarussell zuletzt verdammt schnell. Am zweiten Weihnachtsfeiertag nahm der langjährige und zudem dereinst auch Füchse-Coach Leos Sulak seinen Hut. Für ihn rückte – zunächst interimsmäßig – Co-Trainer Jan Melichar als Chef hinter die Bande. Inzwischen wurde entschieden, dem 40-Jährigen die Verantwortung bis Saisonende zu überlassen. Und Rawil Khaidarov, sogenannte „Clublegende“ bei den Wölfen, fungiert nun als sportlicher Leiter. Neu an der Dreisam ist auch der finnische Verteidiger Antti Kauppila, ganz neu Brad McGowan. Der Kanadier stürmte bisher in Hamburg und wird nun auf seine Zweitligatauglichkeit – erstmals gegen unsere Füchse – getestet. Mit denen gab es am 16. Dezember 2018 das letzte Kräftemessen. In den folgenden zwölf Partien kassierten die Wölfe neun Niederlagen. Der letzte Sieg wurde am 13. Januar mit 4:2 über die Bayreuth Tigers eingefahren. Top-Scorer der Schwarzwälder, die gegenwärtig auf Tabellenplatz zwölf rangieren, ist Nikolas Linsenmaier mit 43 Punkten (20 Tore/ 23 Assists).

Am Sonntag im eigenen Bau ist dann „Nachwuchs-Spieltag“. In den Drittelpausen werden die Jungfüchse der U11 und der U13 Kostproben ihres zweifellos schon vorhandenen Könnens abliefern. Rund um die ESW-Youngsters messen sich die Profis mit den Kassel Huskies. Die werden inzwischen von Tim Kehler trainiert, der die Hessen einigermaßen auf Kurs bringen konnte. Als Achter liegen die Schlittenhunde aber noch immer weit hinter den eigenen Erwartungen. Klar, dass das auch immer zu personellen Konsequenzen führt. Letztes Opfer wurde Tyler Gron – immerhin zweitbester Scorer der Schützlinge von Tim Kehler – den die Huskies-Verantwortlichen um Sportdirektor Rico Rossi am Montag beurlaubten. Neu im Kader steht Mark Ledlin, der zuletzt inaktiv war. Eine der wenigen Verpflichtungen der Kasseler, die zündeten, war die von Richie Mueller, der mit 37 Punkten den Goldhelm trägt. Noch nicht vergessen ist das letzte Duell unserer Füchse mit den Schlittenhunden, das einen unglaublichen Verlauf nahm und sehr, sehr glücklich mit 5:2 an die „aus der Hundehütte“ ging. Seither gewannen die Sonntagsgäste vier der fünf Heimspiele, zuletzt am Dienstag das Hessenderby gegen Frankfurt. Auswärts dagegen siegten sie nur zu Jahresbeginn in Bad Tölz und Crimmitschau. Die letzten Begegnungen auf fremdem Eis gingen in Bayreuth (1:4) und Dresden (1:6) verloren. Jedenfalls fehlt es den ambitionierten Huskies noch immer an Konstanz. An guten Tagen aber können sie jeden Gegner schlagen.

Für unsere Jungs wird es darum gehen, die zahlreichen Ausfälle bestmöglich zu kompensieren und im DEL2-Ranking nicht zu viel Boden preiszugeben.

Spielleiter am Freitag sind die Herren Martin Holzer und Cori Müns.

Am Sonntag sehen wir Marcus Brill und SaschaWestrich an den Pfeifen.

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