BELOHNT EUCH ENDLICH WIEDER

VIERTES DERBY - VIERTER SIEG?

Was soll man davon halten: Ein Derby, angesetzt an einem der wenig beliebten Dienstag-Spieltage, um so zumindest einen einigermaßen Zuschauerschnitt zu erreichen!? Dabei scheinen die sachseninternen Duelle in dieser Saison ohnehin an Zugkraft eingebüßt zu haben. Nicht einmal 3.000 Besucher (2.923) wollten die Dresdner im Sahnpark sehen. Wer daheim geblieben war, verpasste eine historische Klatsche der Eislöwen (4:11). Als die Anfang Oktober den ETC (3:4) empfingen, kamen auch nur 3.210 Zahlungswillige. Zum Zahlenwerk gehört aber schon, dass der Betonpalast in der Landeshauptstadt ausverkauft (4.412) war, als vor zehn Tagen unsere Jungs dort gastierten und 2:1 nach Verlängerung gewannen. Es war für die Füchse der dritte Sieg im dritten Derby. Einem 4:1 in Crimmitschau folgten ein 1:0 und nun das 2:1 über Dresden. Hält die Weißwasseraner Derby-Serie? Zu wünschen wäre es unseren Ostsachsen allemal. Denn die letzten beiden Spiele gegen Kaufbeuren und in Frankfurt zeigten, dass die Blau-Gelben mit jedem Kontrahenten mithalten können. Allerdings gingen beide Matches verloren. Viel Aufwand, wenig Ertrag, könnte man bilanzieren. Insofern wäre es schon für das Mentale gut, blieben die Zähler am Dienstag im Fuchsbau.

Mit zwei Siegen am Wochenende haben sich die Eispiraten inzwischen still und heimlich auf einen Play-Off-Platz vorgearbeitet. Derweil unsere Mannschaft auf Rang fünf abgerutscht ist, kletterten die Westsachsen auf sechs und liegen nun auch nur noch sechs Punkte hinter unseren Füchsen. Um bei sechs zu bleiben: Es steht ein Sechs-Punkte-Spiel an, das zumindest tendenzielle Fingerzeige geben könnte. Klar, dass die Schützlinge von Coach Kim Collins nach dem 1:4 gleich zum Saisonstart auf Revanche sinnen. Was allerdings im Ohr blieb, war das Statement des Piraten-Schiffsführers nach der Heimpleite: "Phasenweise ging es für meine Mannschaft heute zu schnell." Womit wir beim Spieltempo und dem Personal wären. Unsere Gäste werden nach Lage der Dinge die Bestbesetzung des letzten Wochenendes aufbieten können, als u.a. ein 2:1-Sieg in Kassel gelang. Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften haben sich die Eispiraten noch mit Christoph Körner (Bremerhaven) verstärkt, während Patch Alber im Gegenzug noch bei den Norddeutschen weilt. Im Tor bestritt Brett Kilar das Gros der Spiele, wobei er auf die beachtliche Fangquote von 91,36 % verweisen kann. Drei der fünf letzten Auswärtsspiele haben die Cracks aus dem "Sahn" verloren, das aber bei den bekanntermaßen Top-Teams aus Ravensburg, Bietigheim und Frankfurt. Übrigens: Bei Siegen gegen Bad Nauheim und Kassel verloren unsere Füchse drei der letzten fünf Heimspiele: gegen Bietigheim, Bayreuth und Kaufbeuren. Mithin sollte ein enges Match vorprogrammiert sein.

Wer für die Heimischen auf Punktepirsch geht bzw. gehen kann, wird sich mehrfach kurzfristig entscheiden. Denn ob die Erkrankten Mychal Monteith, Jordan George und Olafr Schmidt schon wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, ist offen. Sicherheitshalber hat man bei den Eisbären angefragt, ob im Fall der Fälle Maximilian Franzreb für Blau-Gelb die Pucks stoppen könnte. Und welche Förderlizenzfeldspieler in der Bundeshauptstadt gegebenenfalls entbehrlich sein würden, wird auch noch geprüft.

Sicher ist daher nur: Wer am Dienstag um 19.30 Uhr auf's Eis läuft, kann mitwirken.

Das echte Sachsenderby steht unter der Leitung der Herren Kevin Salewski und Jens Steinecke.


Foto: Thomas Heide: Steve Saviano beim ersten Derby im Sahnpark

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