BEIM RE-START ZUM SPITZENREITER

GESTOCHEN SCHARF DAHEIM GEGEN BAYREUTH

Im Rahmen des Charity-Dinners am Mittwoch bewährten sich die Cracks der Lausitzer Füchse u.a. als Köche und Konditoren. Das wirft die Frage auf: Gibt es am Wochenende eventuell "Kalten Hund"? Schließlich müssen die Weißwasseraner am Freitag bei den Kassel Huskies antreten. Die erklommen vor der Länderspielpause die Tabellenspitze und hatten unserer Mannschaft beim ersten Aufeinandertreffen im Fuchsbau mit 5:2 den Schneid abgekauft. Nach der Länderspielpause ergibt sich nun die Gelegenheit zur Revanche. Und wenn am Sonntag die Bayreuth Tigers bei uns zu Gast sind, dann werden nicht nur jede Menge fliegende Plüschtiere zu bestaunen sein, sondern auch richtig klare Bilder. Denn zwei neue und größere Videowände feiern ihre Heimspielpremiere.

Dass die Trauben in diesem Jahr in der Kasseler Eissporthalle besonders hoch hängen, ist garantiert kein besonders gut gehütetes DEL2-Geheimnis. Der Blick auf die Heimtabelle der Liga verrät alles: Neun Spiele, 27 Punkte, Quotient 100 %, Torverhältnis 50:22. Sollten unsere Blau-Gelben also Zählbares aus Hessen mitbringen, dann wären sie die ersten der Liga, die das schaffen. Im Vergleich zu unserer Mannschaft haben die Schützlinge von Trainer Tim Kehler auch noch zwei Partien weniger absolviert. Mit Gerald Kuhn verfügen die Schlittenhunde über eine sichere Bank im Gehäuse. Damit der Schlussmann nicht zu viel zu tun bekommt, verhindern seine Vorderleute mit gutem Erfolg zu viele Schüsse. Im Schnitt 30,4mal pro Spiel fliegt die Scheibe auf das ECK-Heiligtum. Nur drei Teams haben weniger zugelassen. Die Quote der Füchse lautet übrigens 40,5. Das ist in diesem Ranking mit Abstand die Führung. Top-Scorer der Huskies ist Corey Trivino mit 20 Punkten (5 Tore/ 15 Assists). Allerdings ballern sie ziemlich ausgeglichen. Denn Ben Duffy und Justin Kirsch scorten 19mal, Evergreen Richie Mueller brachte es auf 16 Zähler. Letztgenannter wird aber wohl ebenso fehlen wie Mario Scalzo (Knie). Dafür soll Eric Valentin vom Kooperationspartner aus Wolfsburg die Mannschaft verstärken. Einen weiteren Top-Platz haben die Nordhessen übrigens inne: Mit 51 Strafminuten ist Austin Carroll das „DEL2-Rauhbein“.

Die Bayreuth Tigers rangieren momentan auf Tabellenplatz 12. Auf fremdem Eis konnten die Cracks vom Roten Main erst vier Zähler holen. Der einzige Auswärtssieg gelang bisher am zweiten Spieltag beim 6:3 in Crimmitschau. Dabei erzielten die Wagner-Städter eine ganze Reihe achtbare Auswärts-Resultate: In Kassel wurde knapp mit 2:3 verloren, in Bad Tölz mit 4:5. Bei den Löwen Frankfurt konnte gar ein Punkt geholt werden (3:4 n.P.). Allerdings gelingt es der Tigers-Offensive zu selten, ein Feuerwerk abzubrennen. Bisher nur 50 eigene Treffer sind einer der schlechteren Ligawerte. Mit einem Spiel mehr trafen unsere Füchse immerhin 60mal, kassierten aber schon 64 Buden. Hinter dem starken Torhüterduo Brett Jaeger und Timo Herden schepperte es erst 60mal. Dass die Defensive zumeist nicht schlecht steht, geht mit Simon Karlsson heim, einem der Top-Verteidiger der DEL2. Top-Scorer des Teams von Trainer Petri Kujala ist Juuso Rajala mit 21 Punkten (5/16), gefolgt von Tyler Gron (18 – 11/ 7) und Ville Järveläinen (16 – 5/ 11). Wenn man bei Bayreuth von „aktuell alle Mann an Bord“ schreibt, trifft das auf Roni Rukajärvi nicht mehr zu. Der Tryout-Vertrag des Verteidigers wurde nicht verlängert. Bei der Partie am Sonntag feiern dann die neuen Videowände im Fuchsbau ihre Feuertaufe, die auch etwas größer sind als ihre Vorgänger. Gestochen scharfe Bilder werden erwartet, die u.a. Sequenzen aus der SpradeTV-Übertragung viel besser als bisher sichtbar werden lassen.

Entschieden ist inzwischen, dass die Kuscheltiere erst nach der Schlusssirene des Matches gegen unseren Ex-Playdown-Kontrahenten fliegen werden. Dennoch kann nach den Erfahrungen der letzten Jahre davon ausgegangen werden, dass der Teddybär-Toss auch diesmal wieder ein voller Erfolg werden wird.

Womit wir bei unserer Mannschaft angekommen wären. Die hatte bis inclusive letzten Sonntag frei und damit eine Menge Zeit zum Regenerieren. Für Verteidiger Joel Keussen war die Länderspielpause allerdings dennoch zu kurz, um wieder einsatzfähig zu werden. Unsere Nummer sieben laboriert nach wie vor an einer nach dem Spiel gegen Crimmitschau erlittenen Rückverletzung. Jegliche anderslautenden Meldungen entbehren einer zutreffenden Grundlage. Joel Keussen ist ein Fuchs mit Herz und Seele – und bleibt es auch. Nur braucht der Genesungsprozess länger, als zunächst angenommen. Alle anderen Spieler, die vor dem freien Wochenende (zuletzt dreimal vergeblich) um Punkte kämpften, sind am Start. Das bedeutet auch, dass sich ein Comeback von Vincent Hessler weiter verzögert. Nach Lage der Dinge lässt die Handverletzung des Stürmers einen Einsatz in diesem Jahr nicht mehr zu.

Die Begegnung am Freitag ab 19.30 Uhr in Kassel wird geleitet von den Herren Razvan Gavrilas und Seedo Janssen.

Am Sonntag ab 17 Uhr in der weeEisArena pfeifen Fynn-Marek Falten und Sven Fischer.

SpradeTV, Radio WSW und der Liveticker berichten.

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