"STRAFFT EUCH!"

FÜCHSE VOR WEGWEISENDEM WOCHENENDE GEGEN DRESDEN UND IN BAD NAUHEIM

In unserer Wortwahl bedienen wir uns heute einmal beim Manager von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, der im Rahmen der BVB-Mitgliederversammlung vor Wochenfrist von seinen etwas schwächelnden Profis gefordert hatte: „Ihr müsst euch straffen.“ Nimmt man den Mikrofon-Vergleich, den unser Trainer Corey Neilson in der Pressekonferenz nach dem 3:6 am Dienstag in Crimmitschau bemühte („Wenn wir beide um dieses Mikrofon kämpfen und ich will es mehr, dann wird es mein Mikrofon.“), dann heißt das für unsere Füchse: Ihr müsst die Punkte mehr wollen, dafür mehr kämpfen und mehr investieren. Gelegenheit, es wesentlich besser zu machen als im Sahnpark, besteht am Freitag ab 19.30 Uhr, wenn die blau-weißen Cracks aus der Stadt mit dem geschröpften Grünen Gewölbe im Fuchsbau auflaufen.

Derweil bei uns das Mikrofon als Metapher zur Verdeutlichung der momentanen Situation herhalten muss, wird in der Landeshauptstadt die Pralinenschachtel bemüht. Glaubt man der Berichterstattung in den EishockeyNEWS, dann führe die fehlende Konstanz dort dazu, dass man von Spiel zu Spiel bzw. Drittel zu Drittel nie wisse, was man bekomme – wie eben auch aus einer Schachtel Pralinen. Nimmt man die Resultate der letzten Spiele, dann wechselten sich lichte Momente wie der 7:4-Erfolg in Landshut, das 5:4 nach Verlängerung daheim gegen Frankfurt, das wilde 7:5 nach 1:4-Rückstand gegen Bietigheim oder das beachtliche 3:2 nach Verlängerung in Bad Nauheim mit eher düsteren wie dem 2:3 daheim gegen Freiburg, einem 2:3 in Crimmitschau oder dem 1:4 daheim gegen Kassel ab. Am Dienstag mussten sich die Elbflorenzer mit 2:3 in Frankfurt geschlagen geben. Unstrittig aber hat sich die Mannschaft unter Coach Rico Rossi als Team stabilisiert. Wie die Füchse holten auch die Eislöwen seit der Länderspielpause zwei Siege aus fünf Partien, die ihnen fünf Zähler (Weißwasser sechs) bescherten. Zudem dürfte allen Eishockeyfans das letzte Match der Ost- gegen die Mittelsachsen in Erinnerung geblieben sein, dass die Elbestädter vor vier Wochen mit 6:5 im Fuchsbau gewannen. Top-Scorer ist inzwischen Mario Lamoureux mit 28 Punkten (neun Tore/ 19 Assists) vor Dale Mitchell (24 - zehn/ 14). Die Scorerliste führen übrigens alle vier Kontingentspieler an. Nach Lage der Dinge können die Dresdner in Bestbesetzung spielen.

Der Sonntags-Gegner aus Bad Nauheim gehört zu den großen Überraschungen der bisherigen Saison. Denn die Kurstädter haben sich an der Tabellenspitze festgesetzt und gehen als Vierter ins Wochenende. Vor dem Dienstags-Spieltag waren die Roten Teufel noch auf Rang zwei, auf den ihnen nach dem 0:4 in Bad Tölz nur zwei Punkte fehlen. Ließen die Cracks von Trainer Christof Kreutzer letzten Freitag mit einem 3:2-Auswärtssieg beim Tabellenführer in Kassel noch aufhorchen, so gingen die letzten beiden Partien – eben gegen Dresden und in Bad Tölz – verloren. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison gab es am 11. Spieltag in der Lausitz. Die Gäste gewannen mit 2:1 und Coach Kreutzer freute sich über das Ende der „Gegentorgrippe“. Inzwischen sind die Nauheimer unserer Mannschaft um neun Zähler enteilt, und das bei zwei weniger absolvierten Spielen. Top-Scorer des Teams aus der Wetterau ist André Bires mit 22 Punkten (13/ neun) vor Zach Hamill (20 – sechs/ 14) und Andreas Pauli (19 – fünf/ 14). An guten Tag fast unbezwingbar ist Torhüter Felix Bick, der schon einen Shutout feiern konnte. Ausfallen werden bei den Nauheimern die Verteidiger Aaron Reinig (Knie) und Mike Card sowie Stürmer Tyler Fiddler (Knie).

Bei unseren Jungs kehrt Keeper Mac Carruth ins Line-up zurück. Auch Sebastian Streu kann wieder bzw. weiter für Blau-Gelb wirbeln. Ein Einsatz von Joel Keussen, der unter der Woche erneut ärztlich untersucht wurde, ist weiterhin unwahrscheinlich. Jedenfalls könnte das Wochenende ein richtungsweisendes werden, denn der Vorsprung der Füchse auf Tabellenplatz elf ist – bei einem mehr absolvierten Spiel – auf acht Zähler geschrumpft. Mithin gilt es, den aus dem Tabellenkeller heranstürmenden Mannschaften wieder mehr zu enteilen.

Zu beachten ist, dass am Freitag die Türen in der weeEisArena hinter den Blöcken L und M nur für die Gästefans aus der Landeshauptstadt geöffnet sind. Die ursprünglich für diesen Tag geplante Scheckübergabe der Fan-Aktion „#fürgerrit“ muss leider verschoben werden, da der Junge aktuell im Krankenhaus weilt.

Das Sachsen-Duell am Freitag ab 19.30 Uhr leiten die Herren Razvan Gavrilas und Seedo Janssen. Hauptschiedsrichter am Sonntag in Bad Nauheim (18.30 Uhr) werden Nicole Hertrich und Marc André Naust sein.

SpradeTV, Radio WSW und der Liveticker berichten jeweils.

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