DAS SOMMERINTERVIEW - ERIC MIK

ZWEI PLEITEN ZUM DEBUT - WARUM ERIC WEISSWASSER DENNOCH IN GUTER ERINNERUNG HAT

Er war im vergangenen Spieljahr schon mal kurz da – und dann gleich wieder weg. Nun verdichten sich die Zeichen, dass Eric Mik ab September 2019 deutlich öfter für die Lausitzer Füchse verteidigen wird. Der 19- Jährige, der den Nachwuchsbereich samt und sonders in Berlin durchlief, hat eine Freundin und trainierte im Sommer bisher fast durchweg im "Welli", auch auf dem Eis. Ein paar Details sind allerdings noch nicht endgültig geklärt. So ist nicht nur offen, wie oft er von seiner Partnerin, die in der Hauptstadt eine Ausbildung beginnt, in der Lausitz besucht werden könnte. Unklar ist auch, wann der Linksschütze zum EHC stößt – und gegebenenfalls für wie lange.

Eric Mik, wir gehen davon aus, dass Du im kommenden Jahr überwiegend für die Füchse spielst. Wovon gehst Du aus?

Eric Mik: "Die ganz klaren Vorstellungen fehlen mir noch. Insofern lasse ich die Saison jetzt auf mich zukommen. Aber der Weg wird mich bestimmt über Weißwasser führen. Für mich geht es darum, mich weiterzuentwickeln. Insofern freue ich mich auf die Füchse und nehme an, dass ich dort meine Chance bekommen werde."

Mit welchen Erwartungen siehst Du denn der neuen Spielzeit entgegen?

Eric Mik: "Ich möchte mich gut im Seniorenbereich durchsetzen – egal in welcher Liga. Ich will mein Spiel spielen und so dazu beitragen, dass die Mannschaften, für die ich auflaufe, erfolgreich sein können. Andere Ziele zu formulieren wäre zu vermessen. Denn mir fehlen noch die Erfahrungen im Seniorenbereich."

Ein echter Füchse-Neuzugang bist Du ja nicht. Zweimal warst Du schon für Blau-Gelb am Start, beim 2:9 in Ravensburg und beim 0:3 daheim gegen Bietigheim. Welche Erinnerungen hast Du an Dein Kurz-Intermezzo als Fuchs?

Eric Mik: "Die Erinnerungen sind positiv, obwohl der Einstieg mit der Klatsche bei den Towerstars schlecht war. Aber so ist der Sport. Es war bitter, dort so zu verlieren. Vor allem waren wir ja niemals sieben Tore schlechter. Niederlagen gehören eben auch zu den Erfahrungen, die man machen muss. Ansonsten wird mir der Tag für immer in Erinnerung bleiben, an dem ich mein erstes Spiel in der DEL2 absolvierte. Es waren tolle Erlebnisse, mal die Abläufe bei einem Zweitligisten hautnah mitzubekommen."

In der U20 bei den Eisbären Juniors sind Dir im letzten Jahr in 38 Spielen 37 Punkte (15 Tore/ 22 Assists) gelungen. Damit gehörst Du sicher in die Rubrik "Offensivverteidiger". Welche Art Defender werden die Füchse-Fans zu sehen bekommen?

Eric Mik: "Ich will mich immer so gut als möglich offensiv einbringen. Zunächst aber zählt nur die Defensive. Da gilt es, die im Eishockey berühmten kleinen Dinge richtig zu machen. Ergibt sich die Möglichkeit, dann bin ich auf alle Fälle offensiv dabei."

Hast Du denn die Kaderplanungen bei den Füchsen verfolgt? Und was denkst Du über die doch nicht so unerheblich veränderte Mannschaft?

Eric Mik: "Ich habe mir das Aufgebot an Verteidigern angeguckt und weiß, dass alle Ausländer weg sind. Vernommen habe ich, dass der Top-Scorer aus der EIHL kommt. Ihn zu sehen, wird sicher interessant. Andererseits macht ein Spieler allein im Eishockey niemals alles aus. Zur Stärke der Mannschaft kann ich mir kein Urteil erlauben, da mir dazu die Erfahrungen in der Liga noch fehlen."

Für die Weißwasseraner Defensive sind neun Spieler gelistet – fünf Rechtsschützen und vier für links. Wie ist das denn überhaupt mit der Schlägerhaltung und der Spielfeldseite: Steht damit schon fest, dass Du auf links spielen wirst?

Eric Mik: "Fünf Rechtsschützen in der Mannschaft zu haben, ist schon mal sehr gut. Das wird dem gesamten Team helfen. Natürlich ist es nicht zwingend, dass Rechte rechts und Linke links spielen. Aber es bringt schon ein paar Vorteile im Stellungs- und Passspiel mit sich. Du kannst Dich dann einfach natürlicher bewegen, bist fast immer in der optimalen Position zum Spielgeschehen. Ich übrigens spiele ohnehin lieber links als rechts."

Für die Füchse bist Du mit der Rückennummer 12 gelistet. Warum?

Eric Mik: "Da gibt es keinen besonderen Grund. Ich hatte die 12 schon früher im Nachwuchs bei den Preußen und sie einfach behalten."

Du konntest inzwischen auch schon DEL-Luft mit den Eisbären schnuppern. Aus sechs Spielen stehen für Dich etwa 30 Minuten Eiszeit in den Statistikbüchern. Was hast Du von da mitgenommen? Und hebt das nicht den Anspruch, immer ganz oben zu spielen?

Eric Mik: "Natürlich ist der Reiz da, sich bis nach ganz oben hochzuspielen. Dafür braucht man Geduld, etwas Glück und muss hart arbeiten. Das werde ich garantiert tun. Nach meinen wenigen Einsätzen für die Eisbären weiß ich nun noch besser, wie wichtig im Spielaufbau der erste Pass ist und wie bedeutend das Stellungsspiel. Jeder muss sich an das vorgegebene System halten und vor allem seinen ihm zugeteilten Mann."

Wie muss oder kann sich der Laie den Umgang in der Eisbären-Kabine zum Beispiel zwischen Dir und Nationalspielern wie Jonas Müller, Frank Hördler oder Marcel Noebels vorstellen? Sitzen auf der einen Seite die Stars und auf der anderen "die Glatten"J?

Eric Mik: "Es ist schon selbstverständlich, dass wir Jungen natürlich die Pucks einsammeln und vom Eis tragen und auch sonst helfen, wo es nötig ist. Ansonsten aber ist der Umgang sehr gelassen. Das sind alles nette, sympathische Leute ohne Allüren. Jeder hilft jedem – so gut es geht. Ich habe mich stets sehr wohl gefühlt."

Kannst Du uns noch einen Einblick in Dein Trainingspensum jetzt im Sommer geben?

Eric Mik: Ich trainiere seit etwa zehn Wochen sechsmal pro Woche. Mindestens zweimal pro Woche besteht die Möglichkeit zum Eistraining. Jetzt gerade ist mal eine kurze Zeit eisfrei. Im Urlaub war ich schon. Aber es gibt noch die Möglichkeit, ein paar Tage frei zu nehmen. Vielleicht fahre ich mit meiner Freundin noch ein verlängertes Wochenende an die Ostsee."

Allerletztens: Als gebürtiger Berliner, der bisher nur für Berliner Clubs gespielt hat, bist Du doch sicher ausschließlich mit Berliner Gerichten groß geworden. Was sind da Deine Favoriten?

Eric Mik: "Nee, nee – es ist ja so, dass ich russische Wurzeln habe. Deshalb gab es bei uns zu Hause eher Pelmeni, Manti und Borschtsch. Klar habe ich auch mal am Kiosk eine Boulette oder eine Currywurst gegessen, aber das gar nicht so oft."

Erik, das EHC-Homepageteam dankt Dir für die Zeit, die Du Dir für unser Interview genommen hast, wünscht Dir einen angenehmen Sommer ohne Verletzungen und dann einen perfekten Start in den Seniorenbereich – bestimmt auch in Weißwasser!!!

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