GEILSTE ZEIT?

WEISSWASSER FORDERT KAUFBEUREN

Für die einen ist es die „fünfte Jahreszeit“, für die anderen einfach nur ein „Highlight“. Es gibt Leute, die werden „heiß wie Frittenfett“. Mancher apostrophiert die „geilste Zeit“ und insbesondere für nordamerikanische Cracks geht die Saison nun erst richtig los. Das Zauberwort heißt „Playoffs“ – und die sind für Eishockey-Weißwasser seit jeher und noch immer etwas besonderes. Ist der schnellste Mannschaftssport der Welt ohnehin nichts für Nervenschwache oder Herzkranke, so steigt die „Belastung“ rundum in der finalen Phase einer Spielzeit nochmals deutlich. Dabei ist der „Modus“ ganz einfach: Wer stets das letzte Spiel seiner Serie gewinnt, der wird am Ende Meister!

Mit der Partie am Freitag beim ESV Kaufbeuren stürzen sich unsere Jungs so erwartungsfroh wie lange nicht mehr in die Runde der letzten Acht. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass Heilbronn trotz „Vorteils“ in die Schranken gewiesen werden konnte und Blau-Gelb ein Halbfinale erreichte. Ob sich Geschichte in Dekaden wiederholen kann? Im Wege steht dabei zunächst ein ganz dicker Brocken. Der ESVK, punktgleich mit den Unsrigen nach der Hauptrunde, aber um sechs Tore besser, ist halbfinalerfahren. Denn in den letzten beiden Spielzeiten zogen die Buron Joker jeweils in die Runde der besten Vier ein. Diesmal träumt man (auch) im Allgäu gar vom Finale. Warum auch nicht sollten die Schützlinge von Coach Andreas Brockmann das Zeug zum ganz großen Wurf haben? Mit Torhüter Stefan Vajs stellt das Team von der Wertach noch immer einen der Allerbesten seiner Zunft. Stürmer Sami Blomqvist kam im DEL2-Ranking auf Platz fünf ein – mit satten 70 Punkten (39 Tore/ 31 Assists). Auch Branden Gracel scorte höchst zuverlässig. Wie unser Jeff Hayes brachte es der Kanadier auf 59 Zähler (21/ 38), benötigte dafür aber nur 42 Spiele. Überhaupt scheinen die Allgäuer in der Spitze gegenüber den Unsrigen leichte Vorteile zu haben – aber auch in der Breite? Vielleicht liegt darin die Chance für die Weißwasseraner, etwas weniger ausrechenbar und auch in den hinteren Linien stabil zu sein. Kein wirklicher Fingerzeig können heuer noch die vier Hauptrunden-Matches gegeneinander sein. Ja, drei der Partien gingen an die Oberlausitzer. Aber das war! Was kommt???

Selbst die Ausfalllisten beider Mannschaften ähneln sich. Mit Sebastian Osterloh, Julian Eichinger und Florin Ketterer fehlen dem ESV drei Verteidiger. Auf drei Defender muss man auch beim EHC verzichten: Jakub Kania und Roberto Geiseler werden definitiv nicht ins Geschehen eingreifen können, bei Joel Keussen besteht ein Rest Hoffnung, dass er demnächst vom Arzt doch noch Grünes Licht bekommt. Im Sturm müssen die Joker auf Ossi Saarinen verzichten, die Füchse auf Jake Ustorf. Da kommt Verstärkung aus Berlin gerade recht. Nach Lage der Dinge wird zumindest am Freitag das „Kids-Quartett“ aus der Bundeshauptstadt mit von der Partie sein. Und das sollte für durchweg hohes Tempo und viel Zug zum Tor sorgen können. Unser Heiligtum hütet höchstwahrscheinlich Maximilian Franzreb, der den Verlust von Goalie Olafr Schmidt kompensieren helfen soll.

Mithin: Alles ist bereitet. Mögen die Spiele beginnen, die Experten der EishockeyNEWS die richtige Prognose gestellt haben (4:2 für Weißwasser) und der Bessere weiterkommen.

Spielleiter am Freitag in der erdgas schwaben arena und am Sonntag ab 17 Uhr im garantiert rappelvollen Fuchsbau sind Tony Engelmann und Nicole Hertrich.

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