ENDLICH WIEDER EISHOCKEY

FREIBURG UND CRIMMITSCHAU AM ERSTEN WOCHENENDE

Endlich wieder Eishockey!!!

Genau 171 Tage nach dem befreienden siebten Sieg in der ersten Playdown-Runde gegen die Bayreuth Tigers nehmen unsere Lausitzer Füchse am Freitag ihre inzwischen 20. Zweitligasaison in Angriff. Nur der Serienmeister aus Bietigheim war im Profi-Eishockey-Unterhaus ebenso oft am Start, weist mit 1,79 Punkten pro Spiel aber den klar besseren Schnitt (Weißwasser 1,25) auf. Dennoch ist der Auftakt in die neue Spielzeit für unsere Schlachtenbummler ein besonderer Anlass zum Feiern. Mit einem gemeinsamen Marsch vom Bahnhof zur Eisarena, der um 17.15 Uhr startet, läuten unsere blau-gelben Anhänger ihren Support für unser Team 2018/19 ein: "100 Prozent ab dem ersten Moment!" Nach dem sportlich nicht ganz so erfolgreichen letzten Jahr ist die Erwartungshaltung diesmal groß; die Vorfreude aber noch größer. Denn unbestritten besitzt unser Mannschaftskader diesmal mehr Qualität, als jener vor Jahresfrist. Nun liegt es am neuen Trainergespann und den Cracks selbst, diese Qualität auch als verschworene Gemeinschaft auf das Eis zu bringen. Fast komplett fehlen werden diesmal einheimische Jungs. Nach dem Karriereende von Thomas Götz und André Mücke, der Abstellung von Erik Hoffmann zum Kooperationspartner nach Hamburg sowie dem Wechsel von Marius Stöber nach Halle verkörpern nur noch Maximilian Adam und Philip Kuschel "Lausitzer Wurzeln". "Klar wären mehr Identifikationsfiguren für den Verein wünschenswert. Aber wir betreiben Leistungssport und sind damit gezwungen, alles dem bestmöglichen Erfolg unterzuordnen", zeigt EHC-Geschäftsführer Dirk Rohrbach jene zwei Herzen, die in seiner – und auch der vieler Fans – Brust schlagen. Der Blick in die Kaderkladden der beiden höchsten deutschen Spielklassen lässt erkennen, dass Weißwasseraner Akteure auch da inzwischen rar gesät sind. Versuche, Spieler wie Steve Hanusch, Toni Ritter oder Florian Proske zurück in die Heimat zu holen, sind bisher gescheitert. Und so braucht es neue "Helden", die sich unwiderruflich in die Annalen unseres Clubs schreiben. Roberto Geiseler im achten Füchse-Jahr, ein immer wieder verzückender Jeff Hayes, ein Anders Eriksson als neuer Kapitän unseres Teams oder auch "Dauerbrenner" wie Marius Schmidt, der die vierte Spielzeit in Folge für Blau-Gelb die Schlittschuhe schnürt, wären Kandidaten. Am Ende reduziert sich dennoch alles wieder auf erfolgreichen Sport. Denn: Hatten Urgesteine wie Sebastian Klenner oder Elia Ostwald im eigenen Fanlager immer einen einfachen Stand?

Jedenfalls zählt am Freitag ab 19.30 Uhr ohnehin nicht mehr, was war. Dann gastiert der EHC Freiburg im Fuchsbau – jener EHC Freiburg, der unseren Füchsen am 17.12.2017, und damit an unserem Jubiläumswochenende "85 Jahre Eissport in Weißwasser", mit 5:2 das Fell über die Ohren zog, und der auch zum Saisonauftakt im letzten Jahr beim 0:2 der eher unglückliche Verlierer war. Gecoacht von Leos Sulak, der auch 21 Jahre nach seiner Trainerstation in der Lausitz noch immer nicht vergessen hat, dass dereinst einiges "unrund" lief, entpuppten sich die Breisgauer stets als sehr schwer zu bespielender Gegner. Es wäre mithin ein großer Fehler, heuer nur über die Höhe eines Sieges zu diskutieren. Erstmals seit langem bieten die Wölfe wieder ein deutsches Torhüterduo auf. An Matthias Nemec haben sich unsere Spieler schon öfter die Zähne ausgebissen, derweil der noch für Ravensburg oder Riessersee die Pucks fing. Und Jimmy Hertel durfte auch schon im Fuchsbau jubeln – als Schlussmann der Auswärtigen. Während die Schwarzwälder anders, als unser Club, ihren "Freiburger Block" mit Niko Linsenmaier, Tobias Kunz, Alex Brückmann und Dennis Meyer halten konnten, dürfte der Weggang von Chris Billich in die gar nicht so preiswerte Landeshauptstadt schwer wiegen. Was von den vier Kontingentspielern, die allesamt neu geholt wurden, zu erwarten ist, ist eine der spannenden Fragen. Nach Freiburg gewechselt sind auch Christian Neuert, wie Jannik Herm mit Oberlausitzer Vergangenheit, und Sergei Stas. Möge Letztgenannter diesmal "konfliktfrei" an Feodor Boiarchinov vorbeikommen, was ihm im Dress der Bayreuther zum Ende der letzten Spielzeit ja nicht optimal gelungen war.

Am Sonntag ist dann bereits das erste Mal Derby-Zeit. Um 17 Uhr kreuzen die Füchse im Sahnpark mit den Eispiraten Crimmitschau die Kellen. Der ETC war in der abgelaufenen Saison das erfolgreichste Team aus Sachsen – und musste das teuer bezahlen. Mit Robbie Czarnik, Ossi Saarinen und Jordan Knackstedt verließen drei Punktegaranten die Pleißestädter. Und auch hinten riss es mit den Abgängen von Will Weber und Brock Maschmeyer große Lücken. Ob die geschlossen werden konnten? Mit Trainer Kim Collins und den Identifikationsfiguren André Schietzold und Patrick Pohl blieben dem ETC wichtige Säulen erhalten. Insgesamt 14 Neuzugänge wollen dann aber auch integriert sein. Mit Patch Alber kam unlängst noch ein neuer Verteidiger. Zum "Star" der Mannschaft könnte sich aber Julian Talbot mausern, der nach sechs Jahren als Berliner Eisbär über die Zwischenstation Klagenfurt nun zum Eispiraten mutiert.

Mögen die Spiele beginnen und unsere Jungs schnell in die Erfolgsspur finden. Mit Marius Schmidt (nach Handoperation), Clarke Breitkreuz (Zehenbruch) und Ryan Warttig (Fußverletzung) müssen drei Spieler passen. Trainer Corey Neilson ließ sich zwar entlocken, dass er sich nicht am Spiel der Gegner orientieren sondern das eigene durchbringen wolle. Wie besetzt er seine Blau-Gelben aber ins Auftaktmatch schicken und wen er ins Gehäuse beordern wird, das verschwieg der Kanadier – und sagte lächelnd: "Kommt einfach ins Stadion und schaut es euch an!"

Die Partie gegen Freiburg steht unter der Leitung des Refereeduos Göran Noeller/ Kevin Salewski. Letztgenannter pfeift gemeinsam mit Sascha Westrich am Sonntag auch das Sachsenderby.

Wünschen wir unserer Mannschaft und den Unparteiischen einen guten Start!


Share:

Offizielle Premium Partner

REINERT-LOGISTICS NADEBOR LEAG FREIBERGER SPARKASSE STADTWERKE-WSW-VEOLIA ZVON LAUSITZER-RUNDSCHAU STEINWERKE-METZNER KARTON-EU WGW WBG