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[Nordseezeitung]-Janke zurück – und alles ist in Butter
 
Bei den Fischtown Pinguins ist alles in Butter. Der Eishockey-Zweitligist hat aktuell 19 Punkte Vorsprung auf den Tabellenelften und nach dem 7:1-Kantersieg gegen die Crimmitschauer Eispiraten sind die Motivations-Akkus bis zur Oberkante gefüllt. Da passt es doch bestens, dass sich am Freitag mit den Lausitzer Füchsen das Schlusslicht der Tabelle im Eisstadion vorstellt (20 Uhr). Die Weißwasseraner haben 16 Mal in Folge eins auf die Nase bekommen – sprich verloren. Logische Konsequenz: Das Selbstvertrauen der Ostdeutschen ist im Eimer. Und dann gibt es auch noch eine bittere Konsequenz: Man muss sich mit dem unangenehmen Gang in die Abstiegsrunde abfinden.

Trotz alledem: Die Offiziellen im Fuchsbau behalten die Ruhe. Das ist bewundernswert. Während anderswo der Trainer schon längst aus der Stadt gejagt worden wäre, sitzt Dirk Rohrbach in Weißwasser fest im Sattel. Die Pinguins machen nicht den Fehler, die Füchse zu unterschätzen. „Okay, die haben keinen Gosdeck oder Tepper mehr. Aber die haben noch andere gute Leute. Wir werden die Füchse nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Pinguins-Coach Gunnar Leidborg. „Hoffentlich reißt deren Negativserie nicht ausgerechnet gegen uns.“

Entfernen wir nun den Blick vom Leid der Weißwasser und fokussieren uns auf die Pinguins. Die sind nach dem Crimmitschau-Spiel super drauf. Stürmer Gerrit Fauser, ausgestattet mit einem riesigen Kämpferherz, beschreibt das aktuelle Erfolgsgeheimnis der Pinguins: „Im modernen Eishockey brauchst du ein Kollektiv, um erfolgreich zu sein. Auch der Star braucht den Arbeiter neben sich, sonst kann er nichts erreichen. Und wir haben in Bremerhaven ein funktionierendes Kollektiv. Hier ziehen alle an einem Strang.“

Klingt perfekt, ist es auch. Gegen Crimmitschau spielten sich Marian Dejdar und Marcel Ohmann in einen Rausch, jeder Spieler hielt sich an Leidborgs taktische Aufgaben. Das passte. Vielleicht wird es sogar noch besser, wenn am Freitag Verteidiger Vitalij Janke in den Kader zurückkehrt. Der Zeigefinger des 34-Jährigen ist zwar immer noch gebrochen, aber der gebürtige Kasache soll es mit einer Spezialschiene versuchen. „Vitalij ist unser bester Verteidiger. Das sieht man schon an seinen Werten. Er steht bei plus zwölf. Der beste Wert in der Mannschaft überhaupt“, sagt Leidborg mit Blick auf die interne Plus-Minus-Statistik, die eigentlich wie ein großes Geheimnis gehütet wird. „Vitalij weiß, was auf dem Eis zu tun ist. Er ist nicht der Schnellste, hat aber sehr gute Laufwege. Und was viele nicht erkennen: Er spielt auch physisch ein gutes Eishockey.“
 21.01.2011 10:23 Uhr | n.n. | 2310x gelesen zum Seitenanfang
 

 
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