Da staunt der Fuchs: Beim Rundgang auf der Eisarena-Baustelle spitzten die Lausitzer Füchse gestern die Ohren. Kein Wunder, für viele Eishockey-Cracks war es der erste Besuch in der künftigen Spielstätte. Als kompetente Führer gaben ESW-Geschäftsstellenleiter Jürgen Hanke und OB Torsten Pötzsch bereitwillig Auskunft. Größte Aufmerksamkeit erregte nicht die Eispiste, sondern die Spielerkabine.
Der Baufortschritt: Eispiste ist schon halbfertig
Die Halle bekommt immer mehr Gesicht. Der größte Fortschritt zeigt sich derzeit bei der Eispiste. Nächste Woche kommt die Verrohrung fürs Kühlmittel. Dann fehlen nur noch Beton- und Kunststoffschicht. Darauf kommt das Eis. „Über dem Spielfeld müsst ihr euch die Spielstandanzeigen vorstellen, Videobänder an den Stirnseiten und Monitore in den Gastrobereichen“, erklärte Jürgen Hanke. Während die Anzeigen gesetzt sind, wird über alles andere noch verhandelt. Videobänder und Monitore werden nicht gefördert. Deshalb müsse überlegt werden, ob das Budget die Anschaffungen hergebe, so OB Pötzsch. Er erschien übrigens mit gegipster linker Hand (Fußballunfall), Füchse-Teammanager Ralf Hantschke mit gegipster rechter Hand (Eishockeyunfall).
Das V.I.P.-Gefühl: Füchse bekommen eigenen Hallenzugang
Eine breite Treppe in der Südost-Ecke des Komplexes führt in den Bauch der Halle und fast direkt in die Füchse-Kabine. Die wollten alle Füchse sehen, auch wenn es da noch nichts zu sehen gibt. Der Raum existiert bisher nur im Rohbau. Verteidiger Sebastian Klenner: „Die alte Kabine ist doppelt so groß. Aber da stehen auch zwei große Säulen drin.“ Gleich um die Ecke sind Fitness-Raum, Materiallager und Schlägerraum. Schräg gegenüber geht's aufs Eis. Das Interesse bei den Füchsen groß, obwohl viele Spieler noch nicht einmal wissen, ob sie in der nächsten Saison für Weißwassers „Dynamo“ spielen werden.
Die Raumaufteilung: Oben die Fans–darunter alles andere
Beim Rundgang um die alte Halle müssen die Zuschauer jetzt immer wieder raus und rein. Die neue Eisarena ermöglicht auf der obersten Ebene einen kompletten 360-Grad-Rundgang – inklusive Ausblick. Der Füchse-Fanblock liegt an der östlichen Stirnseite. Der Gästeblock gegenüber. In der unteren Ebene liegen die Funktionsräume. Auch Sean Fischer hatte bis dato nur ein paar Fotos online gesehen. Er zeigte sich beeindruckt von der Größe der Halle. „Trotzdem ist es schwer, sich die Arena fertig vorzustellen“, sagte er. Der Deutsch-Kanadier wird das neue Füchse-Domizil auf alle Fälle fertig erleben. Er hat seinen Vertrag für die nächste Saison bereits in der Tasche.
Das Platzangebot: Sitz- und Stehplatzkarten machen halbe-halbe
Jetzt gibt es 300 Sitzplätze. In der neuen Eisarena werden es mindestens 1250 sein. Für 2600 Zuschauer ist dann insgesamt Platz. Das ist zu wenig für eine DEL-Lizenz. Ansonsten erfüllt die Halle alle Standards für die höchste deutsche Spielklasse – mal abgesehen davon, dass sie dann erstmal die modernste Halle der Welt ist.
Die Security: Ordnungsamt und Polizei stopfen Sicherheitslücken
Morgen beraten Polizei, Ordnungsamt, Verein und Spielbetriebs GmbH über ein Sicherheitskonzept. Die Arena wird nicht mehr durch einen Zaun gesichert. Kritiker sagen, die Sicherheit sei über den Bau- und Finanzierungsfragen vergessen worden. „Wir hätten uns dazu schon vor einem halben Jahr Gedanken machen können. Aber bisher gab es nur bei den Derbys Probleme. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Sicherheitskonzept“, sagt OB Pötzsch.
Der Gastro-Plan: Beim kühlen Blonden den direkten Blick aufs Spiel genießen
Gäste des „Fuchsbaus“ können durch eine Panoramascheibe künftig bequem aufs Spielfeld sehen. Darüber hinaus stehen in allen vier Ecken Versorgungsstände. Das Spiel beobachten und gleichzeitig Bier holen, ist künftig problemlos möglich. |