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[SZ]-Der erste Puck ist für die Ewigkeit
 
[SZ]-Der erste Puck ist für die EwigkeitDer Grundstein für Weißwassers neue Eisarena ist gesetzt. In seiner kupfernen Hülse steckt auch eine aktuelle Ausgabe der SZ. 
Etwa eineinhalb Jahre vor Beginn des ersten Eishockeyspiels in der neuen Arena liegt dort schon ein Puck. Er liegt in einer kupfernen Hülse, die seit gestern Nachmittag im Grundstein genau am Platz des künftigen Mittelkreises 80Zentimeter tief unter einer frischen Betonschicht steckt. Außer dem Puck befinden sich in der Hülse auch aktuelle Tageszeitungen, ein Satz Euro-Münzen, Wimpel der Stadt und des Vereins Eissport Weißwasser, ein Bauplan der neuen Arena, das Blatt eines Eishockey-Schlägers sowie ein Spielertrikot.

Weil Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) das Trikot einmal in voller Schönheit sehen wollte, musste er es auch wieder zusammenfalten. „Wie zu Hause“, scherzte der Regierungschef. Und bewies mit dem Textil ebenso viel Geschick wie anschließend mit der Maurerkelle. Die schwangen außer ihm auch Oberbürgermeister Torsten Pötzsch, Vereinsvorsitzender Bernard Stefan und Dimitrios Kogios vom federführenden Architektenbüro asp aus Stuttgart.

Ein Pavillon im Wald

Vor mehr als 100 Neugierigen in und am Rande der Baugrube sparten Tillich, Pötzsch und Kogios nicht mit symbolträchtigen Worten. Der Ministerpräsident erinnerte an die lange Tradition des Eishockeysports in Weißwasser. Für eine neue Eisarena hätten sich seit 1990 viele stark gemacht, sagte Tillich, und nannte namentlich die früheren Stadtoberhäupter Dieter Lößner und Helma Orosz (beide CDU) sowie den ehemaligen sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD). „Weißwasser wird beneidet für seine gute Nachwuchs-Arbeit. Mit dem neuen, hochmodernen Stadion werden finanzielle Lockangebote anderer Vereine weniger lukrativ erscheinen.“

Oberbürgermeister Pötzsch bezeichnete den Grundstein als „Meilenstein für die Fortschreibung des Eishockeysports in Weißwasser“. Fast heilig sei der Boden, auf dem die neue Arena entsteht. „Das alte Stadion war für viele Menschen ein Ort der Identifikation. Das soll die neue Halle wieder werden.“ Architekt Kogios erinnerte sich an seinen ersten Besuch in Weißwasser. „Unser erster Eindruck war Euphorie für Eishockey.“ Der Architekt nannte die entstehende Halle einen „Pavillon im Wald“. Beim Bau werde die Farbe Weiß dominieren. „Wir tragen so die Nutzung von innen nach außen.“ Weißwassers Eisarena ist der derzeit größte Sportstättenneubau in ganz Sachsen. Gut zwei Drittel der Baukosten von etwa 16Millionen Euro trägt der Freistaat, den Rest zahlt die Stadt Weißwasser. In der neuen Halle sollen 2625 Zuschauer Platz finden. Auch an fast 30 Plätze für Behinderte ist gedacht. Die Konturen des künftigen Eisovals waren gestern schon gut zu erkennen. Wo einmal die Zuschauerränge aufragen, wächst jetzt ein Geflecht aus Stahl und Beton. Wie am Rande der Grundsteinlegung zu erfahren war, liegen die Arbeiten im Plan. Sie liegen in den Händen der Firma Hentschke Bau Bautzen. Deren Geschäftsführer Jörg Drews verfolgte die Grundsteinlegung als Zuschauer.
 19.04.2012 10:13 Uhr | Tilo Berger | 2040x gelesen zum Seitenanfang
 

 
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