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Auch im fünften Anlauf musste die 1. Knabenmannschaft die Überlegenheit der SG Chemnitz/Schönheide anerkennen. Im Vergleich zum desaströsen 5:13-Auftritt vor fünf Wochen, konnte die Mannschaft diesmal erhobenen Hauptes das Eis verlassen. Nach abwechslungsreichen 60 Minuten hieß es 3:5 (1:1,0:3,2:1) aus Sicht der Lausitzer Eishockeykids.
Furioser Beginn. Ohne großes Vorgeplänkel schalteten die Spieler den Vorwärtsgang ein und ehe sich die Gastgeber versahen, überwand unsere zweite Sturmformation den später unüberwindbar scheinenden Torhüter aus Schönheide. Doch die Freude hielt nicht lange an, da lag der Puck auf der gegenüberliegenden Seite ebenfalls im Tor. Wer nun auf ein unkontrolliertes und wildes Eishockeyspiel spekulierte, musste anerkennen, dass beide Mannschaften sich bemühten - obwohl das Ergebnis keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle hatte - ihre taktische Grundordnung zu wahren. Natürlich blieben Chancen nicht aus, doch zunächst standen beide Goalies mit Glück und Geschick einer Ergebnisveränderung ablehnend gegenüber.
Täglich grüsst das Murmeltier. Was im Mittelabschnitt folgte, war bis dato Standard in nahezu jedem Aufeinandertreffen. Während sich Spiel- und Chancenanteile die Waage hielten, differierte die Chancenverwertung abermals gewaltig, weil die Gastgeber eiskalt zu schlugen.
Vorbildlich ging ihr Kapitän, der eigentlich eine Kapitänin (gibt`s sowas?) ist, voran und verwertete ein Break überlegt und ein Schlagschuss technisch perfekt. Überhaupt ist es beeindruckend, dass ein Mädchen fast allen Jungs vormacht, wie man in jeder Sekunde aktiv am Spiel teilnimmt und im direkten Duell meist eine „Schlägerbreite“ voraus ist.
Als der Puck zum 1:4 (32.) einschlug, stiegen langsam schlimmste Befürchtungen empor. Zumal die Stürmer alles taten, um an ihrem Glauben an das eigene Unglück bzw. Unvermögen zu arbeiten. Am verwaisten langen Eck wurde der Puck nicht getroffen, dafür im Break die Querlatte verbeult. Doch trat die Mannschaft charakterlich und psychisch in einer besseren Verfassung als im Februar auf. Sprichwörtlich bis zur letzten Sekunde war das Bemühen um ein positiveres Endergebnis spürbar und fand schließlich gleich doppelt Belohnung (57./58.). Bemerkenswert der Umstand, dass Angreifer der 3. Sturmformation und danach auch der erste Block trafen. Damit verteilten sich die eigene Torerfolge und die Gegentore auf alle Reihen.
Würdiger Rahmen. Direkt im Anschluss an das obligatorische „Shake hands“ nahmen die Spieler beider Vertretungen wieder an ihrer blauen Linie Aufstellung. Aus den Händen von SEV-Nachwuchsobmann Reimann wurden beiden Mannschaften, auf Grund der feststehenden Platzierung und ungeachtet der noch zu absolvierenden Begegnungen, die Gold- und Silbermedallien überreicht. Angesichts der Tatsache, dass beide Mannschaften die mit großem Abstand dominierenden Vertretungen in der Ostdeutschen Meisterschaft der Knaben waren, die einzig richtige und zu lobende Entscheidung des SEV. Den Spielern gab man dadurch die Möglichkeit, ihrem härtesten Kontrahenten den nötigen Respekt zu zollen, was die kleinen Kufencracks durch ihren Applaus und teilweise persönlichen Glückwünschen abwechselnd taten. Gerade weil in der Vergangenheit bei einigen Ehrungen eher kommentiert, denn applaudiert wurde, soll dies Erwähnung finden. Überhaupt waren alle fünf Begegnungen (inkl. Landesjugendspielen) von Schnelligkeit, Intensität und trotz allem Fair play geprägt; leider aber nur phasenweise so spannend, wie wir uns das vorstellten. Zudem verliehen die knapp 100 Zuschauer dem Geschehen einen würdigen Rahmen.
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Wann spielen wir wieder? Zum nächsten Punktspiel tritt die 1. Knabenmannschaft wieder an! Die Frage ist nur wo und wann? Zumindest ist das für Sonntag geplante Heimspiel gegen die Eisbären Juniors Berlin wegen eines möglichen dritten Pre-Play-off-Spieles der Lausitzer Füchse abgesagt worden. Am Ostersamstag (13:00 Uhr) endet dann die Saison, wenn die Preussen im Fuchsbau gastieren.
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| 15.03.2010 20:11 Uhr | Sven Kuschel | 785x gelesen |
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