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Eishockey der rustikaleren Art boten die MK1-Knabenmannschaft und ihre Spielgefährten des ECC Preussen Juniors Berlin beim 6:1 (2:0,1:1,3:0) am vergangenen Wochenende. Stand am Ende auch ein deutlicher Erfolg, so bewegte sich die Mannschaft zwischenzeitlich auf einem schmalen Grat und musste durchaus Glücksgöttin Fortuna bemühen.
Punkte schon vorher verbucht? Nach den beiden deutlichen Erfolge (9:3, 12:3) in Berlin gingen wohl einige davon aus, die Partie wäre ein Selbstläufer. Kann man an irgendeiner Stelle verstehen, muss man aber trotzdem nicht gut finden. Was der Großteil der Mannschaft auch versuchte, es fehlte den Aktionen meistens an Schwung, was wiederum eine Vielzahl von Zweikämpfen zur Folge hatte und keine Ruhe ins Spiel brachte. Dennoch mit einem 2:0 in die Kabine zu gehen, war schon das Optimum, da auch die Preussen einige gute Gelegenheiten verzeichneten.
Typischer Fight mit den Preussen. Nach den ersten zwanzig Minuten schöpften die Preussen wohl Mut, ernsthaft um die Punkte zu fighten. Jedenfalls traten die Gäste nun so auf, wie man sie von der ersten Minute erwartete. Die körperbetonte Spielweise nahmen einige Spieler gern an (bei manchem war aber auch Fracksausen zu erkennen) und so öffnete sich die Strafbanktür häufiger, als es Trainer gemeinhin gutheißen. In der Summe sprachen die Schiedsrichter 38 Strafminuten plus zwei Disziplinarstrafen nach Spielschluss aus, weil noch „Redebedarf“ bestand ...
Die Preussen verhinderten durch ihre Spielweise, und begünstigt von unserer Lethargie, diesmal unter Dauerdruck zu geraten und den Überblick zu verlieren. In der eigenen Offensive fiel ihnen freilich, außer über Einzelaktionen, kaum etwas ein, was während der planlosen 60 Sekunden 5:3-Überzahl am deutlichsten zu Tage trat. Das wiederum die wenigen Einzelunterhalter der Preussen unseren Goalie zu einer Reihe von guten Paraden zwang, spricht kaum für die Defensivarbeit (die alle Feldspieler betrifft) der Jungfüchse. Folgerichtig kamen die Preussen zum Anschlusstreffer (38.) und nun sprang die Glücksgöttin der Mannschaft zur Seite. Denn bereits 21 Sekunden stand es 3:1, als der Puck mit letzter Kraft und Umdrehung hinter der Torlinie zum liegen kam und als die Schiedsrichter wenige Augenblicke vor der Pausensirene eine unübersichtliche Situation abpfiffen, bevor die Preussen im x-ten Nachstochern die Scheibe über die Linie drückten.
Um die Punkte in der Lausitz zu behalten, musste zumindest die Konzentration verbessert werden. Einige Möglichkeiten blieben den Preussen, ungleich häufiger schossen die Jungfüchse auf das gegnerische Gehäuse. Letztlich sorgten drei saubere Angriffe für klare Fronten, in denen Freiräume genutzt, gute Pässe gespielt und schnell abgeschlossen wurde.
Wer ist der nächste Gegner? Planmäßig geht die Mannschaft am nächsten Wochenende letztmalig „of the road“. Allerdings startet Chemnitz in die Aufstiegsspiele zur Schüler-Bundesliga Gruppe B und das mit dem Großteil der Knabenmannschaft. Da am darauf folgenden Wochenende eine SEV-Maßnahme (20.03.) ansteht und gegen die Eisbären (21.03.) gespielt wird, zudem am 27./28. März unsererseits ein halbes Dutzend Spieler in der Schüler ODM mit Jonsdorf antreten, dürften Ausweichtermine schwer zu realisieren sein!
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| 02.03.2010 18:03 Uhr | Sven Kuschel | 1574x gelesen |
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